10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona

10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona - Instagram Blogger 2020
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Inhaltsverzeichnis:

10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona

10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona

- Instagram Blogger 2020 -

Ein kleiner Beitrag kann bereits die Welt verändern. Ohne die Hilfe von unglaublich engagierten Bloggern, verlieren wir jedoch das Wissen über die kulturelle Vielfalt von unserem Planeten.

Zum Glück suchen wir regelmäßig unter allen Instagram-Accounts denen wir folgen, die besten Blogger rund um das Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Reisen, Fashion, Kultur, Vegan leben und viele weitere Themengebiete heraus und veröffentlichen sie in unserem Magazin.


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Ressourcen sparen mit Cocorona

10 nützliche Fashion Tipps und atemberaubende Tricks, um effektiv Ressourcen im Alltag zu sparen. Cocorona gibt alten Dingen einen neuen Sinn und verwandelt selbst kleine Gegenstände durch Upcycling in wahre Schätze. 10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona helfen auch Tier und Klima.

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  • Halten Honigbienen Winterschlaf?

    Ich stelle jetzt mal die Antwort auf diese Frage ganz an den Anfang. Nein, Honigbienen halten keinen Winterschlaf! Sie rücken ganz eng zusammen, so dass sie eine Art Klumpen bilden, die sogenannte Bienentraube. Und dann zittern sie sich regelrecht warm. Die Königin, inmitten der Bienentraube, wird gepflegt und versorgt. Die Arbeiterbienen wechseln ihren Platz innerhalb der Traube, so dass jede der Bienen mal innen und mal außen sitzt. Nur wenn die Temperaturen draußen es zulassen, verlassen sie den Bienenstock, um sich zu entleeren. Bienen kacken also unter normalen Umständen nicht in ihre Behausung. Sie haben eine Kotblase, in der sie zurückhalten, was nicht in den Stock soll, bis Wärme das Entleeren der Kotblase außerhalb des Bienenstockes zulässt. Funfact: Die Zeit bevor sie sich in einer Bienentraube gegenseitig wärmen, ist der Beginn des Imkerjahres. Unser Inmkerjahr startet also zu dem Zeitpunkt, an dem wir die Bienen auf die nächsten Saison vorbereitet, so dass sie im Frühling mit besten Bedingungen durchstarten können. Wie macht der Imker also seine Bienen fertig für den Winter und wann beginnt er damit? Wenn der Sommer sich seinem Höhepunkt zuneigt und die Temperaturen nochmal richtig ansteigen, dann ist für den Imker schon die Zeit gekommen, seine Völker auf den Winter vorzubereiten. Die Haupttrachten, also die wichtigsten Futterpflanzen für die Honigbienen, sind längst verblüht. Was darauf folgt, nennt der Imker "Läppertracht", also ein paar Pflanzen hier, einige Blüten dort. Nichts Handfestes mehr in Sicht. Im Juli wird deshalb das letzte Mal Honig geschleudert. Bei mir bleibt etwa die Hälfte des Honigs den Bienen. Deshalb füttere ich nach dem Schleudern nicht direkt ein, wie es ein Imker tun muss, der den Bienen den ganzen Honig wegnimmt. Die Völker müssten sonst Hunger leiden. Ich beginne nach dem Schleudern mit der Varroabehandlung. Die Varroamilbe stammt ursprünglich aus Südostasien und ist ein leidbringender Effekt der Globalisierung. Anders als die asiatische Biene, kann unsere Honigbiene der Varroamilbe nichts entgegensetzen. Jahr für Jahr sterben Völker an den Folgen der Besiedelung mit der Varroamilbe. Deshalb muss der Imker eingreifen und seine Völker so gut wie möglich vor dem Befall schützen. Dazu haben wir heute verschiedene Möglichkeiten und zugelassene Medikamente. Durch verpflichtende Wartezeiten nach der Behandlung, kann der Käufer von Honig auch sicher sein, dass sich im Honig keine Rückstände von Säuren und Medikamenten befinden. Ich schütze meine Völker während der Saison durch imkerliche Eingriffe gegen die Milbe und später im Jahr behandle ich ausschließlich mit Säuren, die in der Natur vorkommen. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Übertragung der Säure auf den Honig ohnehin ausgeschlossen, weil der Honig ja bereits geschleudert wurde. Nach Beendigung der Varroabehandlung kontrolliere ich durch Wiegen der Völker und durch zählen der belegten Futterwaben, wie viel Futter ihnen zur Verfügung steht, um ermitteln zu können, wie viel an Winterfutter ich ihnen geben muss, damit es dem Volk bis zum Frühjahr reichen wird. In diesem Jahr war viel Honig vorhanden, denn der Sommer war sehr ertragreich. Nur einzelne Völker und spätentwickelte Ableger habe ich mit zusätzlichen Futtergaben versorgt. Am Ende hatten alle Bienen ausreichend Futter eingelagert. Man mag es kaum glauben, aber dann ist es so weit: Es ist August, die Völker sind gegen die Varroamilbe behandelt, sie haben genug Futter für den Winter eingelagert. Sie sind, so sagt der Imker, eingewintert. Von da an störe ich sie nicht mehr, denn es gibt keinen Anlass mehr, ihnen noch weiteren Stress zuzumuten. Nur noch einmal, etwa drei Wochen nach dem ersten Frost, gibt es die letzte Varroabehandlung in diesem Jahr. Das nennt man "Restentmilbung". Das geschieht sehr schonend und zügig. Und dann warten wir auf den Frühling, auf das Erwachen der Natur und hoffenltich auf ganz viel leckeren Honig! Der Honig ist im Übrigen nicht das Wesentliche an der Imkerei. Ich sehe ihn als Krönung. Das Wesentliche ist der Einblick ins Volk, das Beobachten der Entwicklung, die interessanten Erkenntnisse. Eine tolle Beigabe ist der Duft, der aus den offenen Völkern strämt, das sanfte Summen der zahlreichen Bienen. Oder um es kurz zu sagen: Das Wesentliche an der Imkerei ist das Dabei-sein-dürfen.

  • Wertvolles Naturprodukt: Das Bienenwachs

    Hier hat die Imkerin vergessen, Waben in den Kasten zu hängen. Den Bienen ist es egal. Sie kleben ihre Waben einfach an den Deckel. 0,8 Milligramm - so viel wiegt eines der Wachsplättchen in etwa, das von der Honigbiene in speziellen Drüsen gebildet wird. Wenn man sich dann vorstellt, dass ein 10 x 10 cm großes Stück Wabe etwa 10 Gramm wiegt, dann kann man sich auch ohne rechnen vorstellen, dass unfassbare viele solcher Wachsplättchen für ein so kleines Stück Wabe nötig sind. Bienen sind da sehr unermüdlich. Sie bauen zügig große Rauminhalte mit Waben aus, wie wir auf dem Foto sehen können, wo ich vergessen hatte, ihnen Rähmchen anzubieten, in die sie ihre Waben bauen können. Sie kleben ein winziges Wachsplättchen an das nächste, bis diese Kunstwerke der Natur entstanden sind. Das frisch "ausgeschwitzte" Wachs ist übrigens farblos und die frisch daraus gebauten Waben sind dezent eierschalenfarben. Wenn man die Bienen beim Wabenbau beobachtet, kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus. Was auf den ersten Blick wie ein wildes Durcheinander an Bienen aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als höchst strukturiertes Arbeiten. Es gibt sogar Bienen, die sich aneinanderketten und gemeinschaftlich ein Lot bilden, damit die Wabe senkrecht gebaut wird. Leere Bienenwabe im Gegenlicht. Ein Meisterstück der Natur! Irgendwann ist die Wabe fertig und die Königin legt Eier in die einzelnen Waben. Oder die Arbeiterbienen füllen die Waben mit köstlichem Nektar oder eiweißreichem Pollen. Die Wabe färbt sich je nach Füllung. Honigwaben bleiben heller, als Brutwaben oder Waben die mit Pollen gefüllt wurden. Im Laufe des Jahres schlüpfen sehr viele Bienen aus so einer Zelle und jedesmal bleibt das Puppenhäutchen in der Zelle zurück. Dadurch färben sich die Brutwaben immer dunkler, bis sie fast schwarz sind. Deshalb werden sie vom Imker im darauf folgenden Jahr gegen frische Waben ausgetauscht. Die schönen, hellen Honigwaben vom letzten Jahr, werden im laufenden Jahr dann als Brutwabe genutzt. Diesen Wechsel nennt man "Wabenhygiene". Sie schützt das Volk vor Krankheiten und zu kleinen Bienen - durch das Abstreifen der Puppenhäutchen werden die Zellen der Brutwaben nicht nur dunkler, sondern auch immer kleiner, so dass die junge Biene am Ende nicht mehr viel Platz für Wachstum hat. Die Gründe mögen unterschiedlich sein: So manche Wabe wird im Bienenvolk nicht mehr benötigt. Sie wird vom Imker entnommen und in einem Gerät, dem Wachsschmelzer, geschmolzen und von groben Anhaftungen befreit. Jetzt erkennt man schon deutlich die schöne, sonnengelbe Farbe des Wachses.   Im Anschluss wird das Wachs ein weiteres mal geschmolzen, dieses Mal mache ich das in einem Wasserbad. Das warme, flüssige Wachs gieße ich durch einen kleinen Filter und danach noch durch einen feineren direkt in die Förmchen, wo es dann zu goldgelben, duftenden Pralinchen auskühlt. So könnt ihr das Wachs bei mir kaufen: Als Bienenwachspralinchen, mit denen das Dosieren leicht fällt. Das so behandelte Wachs ist nicht frei von Pollenresten. Man sieht auch, dass die verschiedenen Förmchen nicht alle die gleiche Farbe haben. In manchen sind kleine, dunkle Punkte zu sehen. Wenn du also medizinisch reines Wachs benötigst, bist du bei mir an der falschen Adresse. Für alle mögichen Produkte ist mein Wachs für meine Ansprüche völlig ausreichend. Wenn du das Wachs noch klarer haben willst, kannst du es natürlich im Wasserbad schmelzen und noch einem durch einen feinen Filter gießen. Nötig ist das nicht, wie das Feedback der Kunden und Kundinnen zeigt. Sie verwenden das Wachs so, wie sie es von mir bekommen und sind damit sehr zufrieden. Und sie freuen sich, dass an meinen Bienenvölkern keine chemischen Mittel oder Medikamnte zum Einsatz kommen. Bitte verzichtet darauf, billiges Wachs zu kaufen, bei dem man nicht weiß, wo es herkommt. Man weiß nicht, welche zusätzlichen Bestandteile, eventuell Paraphine, dort enthalten sind, oder ob das Wachs chemisch behandelt und / oder geklärt wurde. Bienenwachs ist ein sehr vielseitiges, natürliches Produkt. Ich persönlich nutze es sehr gerne für Kosmetika. Rezepte für Cremes, Lippenpflege und mehr findet ihr im Internet. Besonderes ans Herz legen möchte ich euch die Seite Smarticular und dort in diesem Fall natürlich das Thema selbstgemachte Kosmektika. Aber auch Holz- und Lederpflegemittel könnt ihr mit Bienenwachs selbst machen. Wir haben sehr viele helle Massivholzmöbel, die mit diversen selbstgemachten Holzpflegeprodukten, bei denen Bienenwachs zum Einsatz kommt, einen herrlichen Mattglanz bekommen und duften wie ein Sommertag. Auch hier bekommt ihr sehr viele Rezepte im Internet. Auch auf Smarticular findet ihr, wie man Holzpflegeprodukte selbst herstellt. Bienenwachs kann man natürlich auch für Deko nutzen. Es gibt kleine Gußformen, um Weihnachtsengel oder anderen Christbaumschmuck zu gießen, der immer wieder aufpoliert werden kann und Jahr für Jahr im Christmbau duftet. Kerzen sind auch ein sehr bekanntes Produkt, das aus Bienenwachs hergestellt werden kann. Ein völlig anderes, aber ebenso nützliches Einsatzgebiet hat eine Freundin gefunden. Sie gibt ihren Kindern, von denen eines sehr schwer mit Stress und Frust umgehen kann, das Bienenwachs zum Abbau der Spannungen. Sie schneidet kleine Stücke aus dem Wachs, knetet sie warm und gibt den Kindern dann die Wachsstücke zum Kneten, Draufhauen und auch mal Draufbeissen - ohne Angst haben zu müssen, dass das Kind beim versehentlichen Verschlucken krank wird. Reines Bienenwachs ist völlig ungiftig. Es kann nichts passieren, was den Kindern schadet. Bitte allerdings vorsicht, dass sich die Kleinen das Wachs nicht in Ohren oder Nase stecken. Aber das versteht sich ja von selbst.   Wenn du es jetzt auch mal versuchen willst, Wachs zu verarbeiten: Du bekommt es direkt bei mir, solange der Vorrat reicht. Hier also kommt ihr zu den zauberhaften Wachspralinchen. Bienenwachs ist ein Naturprodukt und bekommt im Laufe der Zeit eine helle Schicht. Dies schadet der Qualität nicht. Man kann es weiterhin ohne Einschränkungen nutzen. Auf Deko aus Bienenwachs bekommt man diese Schicht leicht wegpoliert, oder aber man bläst sie vorsichtig mit dem warmen Fön an.

  • Bitte nicht: Insektenfütterung

    Heute geht es um ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und das nicht ganz leicht zu behandeln ist. Es geht um eine Sache, die Menschen machen, weil sie etwas besonderes Gutes tun wollen. Und sie tun es, ohne auch nur zu ahnen, wie viel Schaden sie damit anrichten können. Es geht um Futterstellen für Insekten. Insektenfreunde füllen Gefäße mit Zucker- oder Honigwasser, gerne sind auch exotische Angebote wie Ahornsirup o.ä. dabei, und freuen sich tierisch, wenn sich Insekten vieler Arten um diese Futterstelle tummeln. Ein ganz böses Foul! Ich kann es nicht oft genug sagen, was für schlimme Folgen das haben kann. Aus gutem Grund ist diese Form der Insektenfütterung nach Bienenseuchenverordnung sogar unter Androhung sehr hoher Geldstrafen verboten! Es geht mir hier aber nicht darum, den moralischen Zeigefinger zu erheben und auf die Einhaltung von Verboten zu pochen. Es geht mir darum, euch verständlich zu machen, wie gefährlich diese gut gemeinte Sache sein kann. Mal eines vorweg: Wenn ihr eine geschwächte Hummel findet, könnt ihr ihr gerne einen Tropfen Zuckerwasser anbieten. Honig nur, falls ihr welchen vom Imker aus der Nachbarschaft habt. Die Hummel wird sich möglicherweise schnell wieder erholen, wenn sie einfach nur geschwächt und hungrig ist. Ein Tropfen Zuckerwasser für ein einzelnes Insekt ist völlig okay. Aber bitte NIEMALS Schalen mit Zucker- oder Honigwasser aufstellen. Warum?     1. Übertragung von Krankheiten durch Honig In Honig können Sporen der Amerikanischen Faulbrut enthalten sein. Diese Sporen, die für den Menschen völlig unbedenklich sind, können eine verheerende Seuche bei den Bienen auslösen, die dazu führen kann, dass viele Völker vernichtet werden müssen, um eine Ausbreitung der Krankheit auf andere Bienenvölker zu verhindern. Wenn bei einem Bienenvolk die Amerikansiche Faulbrut, kurz AF, auftritt, ist der Imker dazu verpflichtet, dies dem Veterinärsamt zu melden. Der zuständige Veterinär entscheidet dann was zu geschehen hat. Immer wird ein Sperrbezirk rund um diese Imkerei eingerichtet, so dass auch viele andere Imker von Maßnahmen betroffen sind. Und je nach Befall und Stand der Lage entscheidet der Veterinär, welche und wie viele Völker vernichtet werden müssen, um der Seuche Einhalt zu gebieten. Eine schreckliche Sache, die unfassbar vielen Bienen das Leben kostet! 2. Übertragung von Krankheiten durch Mikroklima und unnatürlich starkes Insektenaufkommen Insgesamt sind solche Futterstellen durch das wilde Gedränge ideal dazu geeignet, Krankheiten schnell und effizient zu verbreiten. Die Futterstellen sind optimale Brutstätten für Keime, die sich beim entstehenden Gedränge schnell über die Insekten verteilen können. So kann man ratz-fatz am Tod unzähliger Insekten schuld sein.     Ich bin durchaus der Meinung, dass bereits diese beidem Gründe völlig ausreichend sind, um auf das Aufstellen der Futterstellen zu verzichten. Fakt ist: Wer Insekten füttert, will ihnen was Gutes tun. Er kann abewr stattdessen massiven Schaden anrichten. Wer will das schon? Aber es gibt weitere Gründe. 3. Futterstellen für Insekten fördern Räuberei unter Bienenvölkern Wenn Honigbienen so eine ergiebige Futterstelle auffinden, sind sie hochgradig entzückt. Leichter kann man seinen Sammeldienst nämlich gar nicht erledigen. Vorsichtshalber schicken sie auch gleich so eine Art "Schnüffelbienen" los, um weitere derart ergiebige Quellen zu finden. Die Schnüffelbienen sind Meister ihres Fachs und schnüffeln aufgeregt alles ab, was zum Ziel führen könnte. Es ist, als hätte das Volk Blut geleckt und will mehr. Raffgier setzt ein. Wenn diese kundschaftenden Bienen nun beim Herumschnüffeln dann zufällig ein schwaches Bienenvolk finden, sind sie damit auch ganz gut zufrieden. Es kann es zur sogenannten Räuberei kommen. Die Schnüffelbiene holt dazu ihre Arbeitskolleginnen zu diesem schwachen Volk und gemeinsam beklauen sie das Völkchen, ohne Rücksicht auf Verluste, so dass das kleine Volk nicht selten dabei zugrunde geht.   4. Die im Futter wachsenden Keime werden in die Bienenstöcke getragen Die Honigbienen tragen die Futtersuppe natürlich in ihren Bienenstock. Die darin durch den großen Andrang befindlichen Keime nehmen sie gleich mit, so dass die großtmöglichste Chance zur Krankheitsübertragung gegeben ist. Aber die Bienen füttern damit auch ihre Brut, die damit schon von Kindesbeinen an schwächelt, so dass auch das Volk geschwächt wird. Wird während oder nach der Zeit der Einwinterung Zuckerwasser oder anderes angeboten, dann wird auch das in den Stock getragen. Sind die Vorräte dann durch zu viele Keime verseucht, stirbt das Volk im Winter durch das kontaminierte Futter. Ebenso ist es möglich, dass das eingetragene Futter als Winterfutter überhaupt nicht geeignet ist und die Bienen dadurch erkanken.   5. Wer will schon eingedicktes Zuckerwasser statt Honig?   Die Bienen lagern das Zuckerwasser auch während der Trachtzeiten in ihre Waben ein. Wenn der Imker dann den vermeintlichen Honig schleudert, weiß er nicht, dass er Zuckerwasser schleudert. Das Produkt Honig wird dadurch verfälscht. Ihr seht, der mögliche Schaden ist einfach riesig. Was man Schlechtes mit solchen Futterstellen anrichten kann, ist einfach zu viel, als dass man noch etwas Gutes dran finden könnte.   Wenn ihr etwas für Insekten tun wollt, stellt Schalen mit Wasser auf. Achtet bitte darauf, dass die Insekten nicht ertrinken können. Und pflanzt insektenfreundliche Pflanzen. Das geht auch auf dem Balkon!  

  • Wachstücher statt Plastikfolie

    Achtung: Am Ende des Textes gibt es eine Linkliste zu Rezepten mit Bienenwachs! Baumwollstoffe sollten nicht abfärben und vor der Benutzung gewaschen sein. Die Verführung ist groß. Man reißt ein Stück von der Rolle der Frischhaltefolie ab und legt sie über das zu schützende Lebensmittel. So einfach ist das. Aber leider auch wenig nachhaltig, denn die Folie wird nach Gebrauch sofort weggeworfen. Und sie besteht aus Plastik, einem Material, das die Umwelt über alle Maßen beeinträchtigt. Plastik sollte man also vermeiden, wann immer es geht. Und gerade beim Verpacken von Lebensmitteln in der heimischen Küche, geht das sehr, sehr leicht. Man nimmt als Ersatz einfach Bienenwachstücher. Die Tücher könnt ihr hier erwerben. (Sollte der Link nicht gehen, dann seid ihr wohl zu spät dran - probiert es dann am besten in einigen Tagen noch einmal. Vielleicht gibt es neue) Ihr könnt aber auch kinderleicht solche Tücher selbst herstellen. Alles was ihr dafür benötigt, sind Baumwollreste, Bienenwachs und ein bisschen hochwertiges Pflanzenöl. Ich habe es für euch versucht und war mit den ersten Ergebnissen so überhaupt nicht zufrieden. Erst habe ich überhaupt kein Öl verwendet, sondern die Baumwolltücher nur mit Wachs eingelassen. Die Tücher waren mir dadurch zu steif und unhandlich. Sie ließen sich auch kaum auf kalten Gefäßen aufbringen. Dann habe ich mit einer Mischung aus Öl und Wachs experimentiert. Und zwar so lange, bis ich zufrieden war. Auch die Auftragetechnik habe ich verfeinert. Oft wird in Anleitungen im Internet angegeben, dass man das Wachs rapseln und auf die Tücher draufstreuen soll. Das war  mir zu ungleichmäßig, auch wenn man hinterher nochmal drüber bügelt. Inzwischen bin ich mit meinen Experimenten durch und verkaufe die Tücher, wenn ich gerade welche fertig habe, auch in meinem Shop. Bienenwachs immer im Wasserbad oder im Simmertopf schmelzen, um ein plötzliches Brennen des Wachses zu verhindern. Mein Rezept für Bienenwachstücher   Ihr braucht: Baumwollreste 90g Bienenwachs 10g Kokosöl   Ich habe Kokosöl gewählt, weil es in kaltem Zustand ja auch fest wird. Meine Experimente sind bei dieser Mischung für meinen persönlichen Geschmack am besten gelungen. Ob es sich bei der Verwendung mit anderen Ölen anders verhält, kann ich nicht sagen. Natürlich bin ich absolut offen, für eure Anregungen. Ich rasple das Wachs nicht, sondern schmelze es direkt im Wasserbad. Bitte immer NUR im Wasserbad schmelzen, niemals in einem Topf direkt auf eine heiße Herdplatte stellen! Wachs brennt sehr schnell und bitte, falls es doch einmal passiert: NIEMALS Wasser draufkippen zum löschen. Sonst kommt es zur Explosion. Immer die Herdplatte ausschalten und oder den Topf mit dem brennenden Wachs von der Platte ziehen. Dann das Feuer ersticken, indem ein Deckel oder ein anderes Gefäß über das brennende Wachs gestülpt wird.   Ihr schmelzt also das Wachs in einem Wasserbad, oder so wie ich in einem Simmertopf. Bitte beachtet, dass das Geschirr, welches ihr verwendet, danach nicht mehr gut zu reinigen ist. Nutzt also Geschirr, dass ihr nur für Wachs verwendet, oder nehmt eine alte Konservendose. Während das Wachs schmilzt, legt ihr Backpapier auf ein Backblech und breitet darüber eure Baumwolltücher. Wieviele es für die Menge Wachs und Öl sein dürfen, müsst ihr selbst ausprobieren. Ich habe bei meinem letzten Versuch sechs Tücher in verschiedenen Größen aufeinander gelegt. Letztlich ist das Ergebnis reparierbar. Sind die Tücher zu dick getränkt, legt einfach nochmal alles in den Herd und tut zwei Tücher mehr unter den Stapel. Sind die Tücher nicht ausreichend getränkt, kann man sie nachtränken. Heizt den Backofen auf etwa 70 Grad und schiebt das Blech mit den Tüchern kurz rein. Nicht länger als ein paar Minuten! Die Tücher sollen schön warm sein, wenn das Wachs drauf kommt.   Wenn das Wachs geschmolzen ist, rührt das Öl hinein. Und dann kippt ihr vorsichtig das flüssige Öl-Wachs-Gemisch auf den warmen Tücherstapel. Wenn ihr wollt, könnt ihr es ein wenig mit einem Pinsel verteilen. Weil die Tücher warm sind, geht das eigentlich ganz gut. Super gleichmäßig muss es jetzt aber noch nicht werden. Denn die so getränkten Tücher kommen noch einmal für etwa einige Minuten in den warmen Backofen. Behaltet das Ganze gut im Auge. Die Baumwolltücher nehmen auf diese Art das warme Wachsgemisch gut auf. So schön kann man die Wachstücher über jedes Gefäß legen Sobald ihr das  Blech aus dem Backofen holt, müsst ihr die Tücher sofort trennen. Sie sind jetzt warm und geschmeidig und würden beim Abkühlen einfach zusammenkleben. Ich habe für die Tücher einen alten Strick auf der Terrasse aufgespannt, wo ich sie hinhängen konnte. Ihr müsst da selbst kreativ sein, denn klar ist: Wo ihr die Tücher hinhängt, da wird es klebrig von Wachs und Öl. Die Tücher sind dann auch ratzfatz ausgekühlt und dann könnt ihr sie auch schon verwenden. Mit warmen Händen schön fest an den Schüsselrand drücken. Oder auch Lebensmittel direkt darin einwickeln. Nach Gebrauch wischt ihr sie mit einem feuchten Tuch leicht ab. Wenn nach längerem Gebrauch kleine Stellen des Tuches an Wachs verlieren, bröselt einfach kleine Mengen Wachs drauf und bügelt sie ein. Dabei das Tuch zwischen Backpapier legen.   Super Sache, nicht wahr? Wenn ihr es gleich versuchen wollt:  Reines Bienenwachs von meinen eigenen Bienen gibt es in Einheiten von 25g oder 100g. Viel Spaß beim Umweltschutz. Ihr werdet staunen, wie viel Plastik ihr mit diesen Tüchern sparen könnt. Seid kreativ! Bienenwachs ist für viele schöne und nützliche Dinge zu gebrauchen. Immer wieder bekomme ich die Bitte, eine Art Rezeptseite zu erstellen. Das Internet ist aber voll von tollen Ideen, für deren Umsetzung Bienenwachs benötigt wird. Ich erstelle deshalb hier jetzt eine Linkliste mit meinen Lieblingsrezepten! Total inspirierend: Rezepte für Schuhcreme, Holzpflege, heilsamen Bienenwachswickeln, Lippenbalsam, Erkältungsbalsam und Duftkerzen findet ihr hier:https://www.smarticular.net/bienenwachs-rezepte-verwendung-verarbeitung-haushalt-kosmetik/   Emmabee hat ein super Rezept für ein duftendes Balsam auf ihrer Homepage:https://emmabee.de/2018/06/17/diy-das-perfekte-skin-food-bienenwachsbalsam-selbst-herstellen/   Auch dieses Balsam von Studio Karamelo mach ich sehr gerne:https://studio-karamelo.com/2018/02/14/olivenoel-bienenwachs-kokos-creme-fuer-haende-koerper-lippen/   Auf kostbarenatur.net gibt es eine ganze Liste mit Salben für verschiedene Einsätze:https://www.kostbarenatur.net/rezepte/heilsalben-mit-wildkraeutern-und-heilkraeutern-einfach-herstellen-salbenkueche/   Lippenpflege ist so einfach herzustellen. Hier wird nochmal ein Rezept mit Vanille gezeigt: https://www.myotherstories.de/lippenpflege-mit-kokosoel-bienenwachs-und-vanille/   Ganz toll finde ich diese Lotion-Bars aus der Hexenküchehttps://www.diehexenkueche.de/lotion-bars-feste-handcreme/      

  • Samenbomben - NEIN DANKE!

    Samenbomben oder auch Seedbombs sind Kugeln aus Lehm oder Erde, in die eine Samenmischung eingeknetet wird. Diese Kugeln kann man selbst bauen oder auch fertig kaufen und dann verteilen. Es wird immer wieder so dargestellt, dass die Leute, die diese Kugeln auf fremde Grundstücke werfen - und dazu gehören auch städtische, Helden der Natur seien. Die Verteilung wird als Guerilla Gardening gesehen und hat bei vielen Menschen ein sehr postives Image. Leider zu Unrecht! Bitte bringt keine Samen auf anderer Leute Grundstücke aus, auch nicht auf städtischen oder gemeindlichen! Ihr habt einfach nicht das Recht dazu. Ich will euch das aber gerne erläutern. Wir haben am Haus entlang einen Streifen Kies. Dieser Streifen hat einen Zweck. Da läuft das Wasser ab, das von den höher liegenden Grundstücken herunterkommt und ansonsten zu unserer Haustür reinläuft. Durch den Kies läuft das Wasser ab, in bewurzeltem Boden bleibt es stehten und ja: Es läuft uns zur Haustür rein. Leider haben irgendwelche Idioten diesen Kiesstsreifen unschön gefunden und da Samenbomben  hingeworfen. Meine Hunde haben diese Kugeln gottlob angeschleppt, bevor Schaden entstehen konnte. Nur aus Neugier hab ich die in einen Blumentopf gelegt und musste feststellen: Das was da wächst, hat mit der heimischen Flora nicht im Geringsten was zu tun. Das waren lauter Blütenpflanzen aus aller Herren Länder, teilweise invasiv. So, jetzt kann man noch sagen, im Garten richten die ja keinen Schaden an, weil ich das als "Unkraut" erkennen und ausreißen werde. Ja, das ist richtig. ABER: kein Mensch hat das Recht auf unserem Grund und Boden irgendwelche Saatbomben zu werfen. Und was viel wichtiger ist: In der freien Natur verdrängen solche schnellwüchsigen Pflanzen unter Umständen die wenigen heimischen Pflanzen und tragen dabei zum Artensterben bei. Oder aber sie sind invasiv und verbreiten sich so schnell, dass die heimischen Pflanzenwelt direkt unterdrückt wird, was auf das Gleiche rauskommt. Bitte lasst es einfach bleiben! Es ist nervtötend. Und auch wenn euch diese Grundstücke zurecht nicht gefallen, weil es sich dabei um Schottergärten handelt: Es steht niemandem zu, eigenhändig solcherlei Undinge zu ändern. Es sei denn natürlich, ihr seid Gott und macht sonst alles richtig, kauft nur Bio, verzichtet auf Fleisch und andere tierische Produkte und heizt im Winter nicht ein, der Umwelt zuliebe. Ihr wisst, worauf ich hinaus will. Nicht nur der Grundstücksbesitzer wegen, die zurecht erwarte können, dass ihre Grundstücke dahingehend unangetastet bleiben, ist zudem auch ökologisch gesehen das willkürliche Verteilen von Saaten in Gärten und im urbanen Raum prinzipiell aus den genannten Gründen fragwürdig. Es ist wieder der Wille zu mehr Artenschutz, zu Artenrettung, der diese seltamen Blüten treibt. Und auch die Industrie springt auf den seltsamen Ökozug mit auf und bietet an, was der willige Naturschützer kaufen möchte: Samenbomben sind mit allen möglichen Saatmischungen in mannigfaltigen Shops zu kaufen. Fast allen gemeinsam ist, dass sie sinnlos für den Arten- und Naturschutz sind. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber was ich bislang auch nach langer Rechcherche finden konnte, ist schlichtweg sinnlos, wenn nicht schädlich.  Auch die zahlreich im Internet kursierenden Anleitungen zum Selbermachen der Seedbombs sind keinen Deut besser. Die vorgeschlagenen Samenmischungen stellen mir die Haare im Nacken auf bei der Vorstellung, was da alles in die freie Natur ausgebracht werden soll. Mit solchen Samenbomben, oder auch offen ausgebrachten Samen erweist man der Natur einen Bärendienst, da die negativen Folgen für die Flora unermesslich sein können. Zu den schnell erkennbaren Schäden durch Überwucherung und unkontrollierte Ausbreitung, kommt nämlich noch ein weiteres Problem dazu, das man oft nicht sofort erkennt. Man nennt es bei Tieren wohl intraspezifische Homogenisierung, was nicht mehr ist, als eine Faunenverfälschung durch fremde Genetik. Ob dieser Begriff auch auf Pflanzen tutrifft weiß ich nicht. Der Effekt ist aber da und er funktioniert durch das Ausbringen von Saatgut der gleichen Pflanzenart, jedoch mit einem anderen Gen-Dialekt. Diese Dialekte vermischen sich nun und wenn der andere Dialekt stärker ist, dann wird er sich durchsetzen. Wir Menschen sehen immer noch die Pflanze, meinetwegen einen Löwenzahn. Er sieht aus wie Löwenzahn, riecht wie Löwenzahn - ist aber nicht mehr DER Löwenzahn, den die Fauna in genau dieser Gegend benötigt. Insofern ist es ein unnutzbarer, sinnloser Löwenzahn geworden. Der Löwenzahn unserer Gegend, der Originallöwenzahn ist tot. Dieser Tod geschieht unsichtbar und schleichend. Aber er ist entgültig, wie jeder Tod. Wir kennen diesen Vorgang insbesondere durch unsere Honigbiene. Die Urbiene in Deutschland war die Dunkle Biene, die Apis mellifera. Sie ist nicht einfach so verschwunden. Sie wurde, um es mal sehr schlicht zu sagen, verwässert. Durch die Einführung und Zucht anderer Bienenrassen - die eben auch einfach Bienen sind, so wie Löwenzahn immer Löwenzahn ist, wurde die Apis mellifera so lange vermischt, bis sie zwarf weiterhin eine staatenbildende Honigbiene war, aber eben nicht mehr die Europäische Dunkle Biene sondern eine Mischbiene.   Betrachtet man also die möglichen, erheblichen und teils unabänderlichen Schäden durch das Ausbringen solchen Saatgutes, klingt es vernünftig, dass der Einsatz von regionalem Saatgut im Freiland für die Zukunft von Gesetz wegen verplichtend sein soll. Dies ist zum 1. März 2020  bundesweit verbindlich. Das Ziel dieser Vorgabe ist unser wichtigstes Ziel. Es ist das Ziel, das auch die selbst ernannten Guerillas anstreben, es aber um Längen verfehlen, nämlich der Schutz der Flora und Fauna. Lange Rede, kurzer Sinn: Bitte bringt kein Saatgut auf anderer Leute Grundstücke aus. Die Besitzer dieser Grundstücke werden es euch danken. Und erst die Recht die Flora und Fauna!   Wenn ihr der Natur helfen wollt, dann fragt die Grundstücksbesitzer, ob ihr dort HEIMISCHE Pflanzen ausbringen oder pflanzen dürft. Und nutzt eure eigenen Gärten, Balkone und Terrassen für sinnvolle Anpflanzungen!

  • Patenschaften für Blühwiesen und Bienenvölker

    Das Bemühen um den Artenschutz treibt derzeit seltsame Blüten. Natürlich ist es wichtig, dass JEDER von uns etwas für den Artenschutz tut. Die Möglicheiten sind ja zahlreich. Das fängt bei der Bepflanzung des Gartens und des Balkons an. Es endet da, wor wir als Verbraucher unsere Macht ausüben. Deshalb: kauft Bio, kauft regional oder pflanzt so viel wie möglich selbst an. Der Schutz der Natur und der Arten führt leider auch dazu, dass findige Menschen eine Geschäftsidee für sich entdecken. Jedes Jahr werden mehr davon angeboten. Die Nutzlosigkeit bleibt außen vor. Worum geht es? Honigbienen sind nicht vom Aussterben bedroht. Wer die Patenschaft für ein Bienenvolk übernimmt, tut deshalb nichts für den Artenschutz. Patenschaften für Blühwiesen Findige Menschen verpachten Blütenwiesen - teilweise zu Preisen von einem Euro pro Quadratmeter. Dazu schrieb mir gestern ein Landwirt auf Anfrage (Kopiert, Rechtschreibung wird übernommen): "Klar krieg ich für die Fläche auch Geld von Staat und das Saatgut kost mich auch nichts. Aber wenn ich für jeden qm noch ein Euro dazukrieg ist doch super! Ist ja nicht schlecht für die Natur. Die leute wollen doch was tun die wollen doch jetzt aufeinmal Insekten schützen" Das heißt im Klartext: Jemand kassiert für eine Blumenwiese, die sowieso eine Blumenwiese wäre - was zudem staatlich gefördert wird, zusätzlich einen Euro pro Quadratmeter Fläche - also 10000 Euro pro Hektar für einen relativ geringen Arbeitsaufwand. Und das, weil Leute ihr Gewissen beruhigen wollen. Daran ist zunächst nichts Verwerfliches, denn es ist ja nicht verboten.  Und unter dem Strich hat das Ganze zwei Vorteile: 1. Der Landwirt verdient Geld 2. Der Pächter, der einen Teil des Ackers pachtet, beruhigt sein grünes Gewissen. Das war es dann auch schon mit den Vorteilen, denn mehr gibt es nicht. Man muss sich als Pächter oder Interessent darüber im Klaren sein, dass diese, mit einer Samenmischung bepflanzten Äcker, für den Artenschutz nichts bringen. Die Gründe sind sehr schnell dargestellt. 1. Wir wissen schon von den Zwischenfruchtanbauten und den Blühstreifen, dass die verwendeten Samenmischungen mit heimischen Wildblumen überhaupt nichts zu tun haben. Der Inhalt besteht oft aus Mauretanischer Malve, Sonnenblumen, Buchweizen, Borretsch usw. Diese Pflanzen stillen in keinster Weise die Bedürfnisse unserer heimischen Insekten. Die Artenvielfalt wird nicht gefördert oder unterstützt durch Blühflächen, die hauptsächlich aus Exoten bestehen. Die Ernährung und Ansiedelung heimischer Insekten kann mit solchen Blüh-Äckern nicht gelingen. Falls überhaupt werden nur selten mal einige Insekten eine Futterpflanze finden. Anders als die Honigbiene sind die meisten Insekten eben keine Generalisten. Sie sind auf spezielle Futterpflanzen angewiesen, die man aber auf solchen Feldern nicht finden wird. Insofern wird zwar die Honigbiene und andere Genralisten fündig, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Die sind aber nicht vom Aussterben bedroht und eine Kinderstube finden sie dort auch nicht. Denn: 2. Äcker sind kein Lebensraum! Diese Blühflächen werden in der Regel im Herbst, spätestens aber im Frühjahr darauf, umgebrochen, also umgeackert. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man hier von einem Schutz für die heimischen Natur sprechen kann. Alles was sich zur Umbruchszeit auf diesen Äckern befindet, was also im Laufe des Sommers dort unter Umständen Schutz gefunden hat, wird mit dem Umackern getötet! Schmetterlingsraupen, die sich tatsächlich dort ansiedeln, werden im nächsten Jahr nicht als bunte Schmetterlinge durch über die Wiesen flattern und eine ganze Generation an Käfern, bodenlebenden Bienen, aber auch Blindschleichen, kleine Echsen, Kröten usw. wird vernichtet. Artenschutz kann keine Vernichtung beinhalten. Vernichtung ist aber die Konsequenz solcher Greenwashing-Aktionen. Wer Artenvielfalt will, kann das nicht mit blühenden Äckern erreichen. Die Parzellen auf diesen Äckern können noch so viel Geld kosten: Für den Artenschutz sind sie wertlos. Unsere heimischen Arten benötigen dringend heimische Wildpflanzen. Sie brauchen Lebensräume, die nicht mitsamt der nächsten Generation umgeackert werden. Sie benötigen Platz je nach Art. Sie brauchen Zeit, damit die Entwicklungsstadien abgeschlossen und somit Lebenskreisläufe geschaffen werden. Blühende Äcker tragen zu alldem nichts bei! Spart euch also euer Geld und setzt es dafür ein, dass diese Grundlagen geschaffen werden! Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Natürich gibt es auch Blühflächen, die auf Dauer angelegt sind. Erst kürzlich habe ich in einem Fernsehbericht gesehen, dass Naturschützer große Flächen gekauft habe und sie zu Magerwiesen umgewandelt haben - ein Prozess, der Jahre in Anspruch nimmt. Magerwiesen aber sind Flächen, auf denen eine ungeheure Artenvielfalt vorzufinden sind, die unsere heimischen Insekten so dringend benötigen, um Wohnraum und Nahrung zu finden. Patenschaften für Bienenvölker Genauso schlimm aus meiner Sicht verhält es sich mit Bienenpatenschaften. Ein mir seit langem Bekannter Imker hat für seine 16 Völker Patenschaften angeboten. Das ist ganz einfach: Ihr gebt ihm 50 Euro und dann bekommt ihr ein Zertifikat, wo draufsteht, dass ihr Bienenpate seid. Ihr bekommt auch noch drei Gläser Honig! Wenn euch der Honig zugesendet werden muss, dann müsst ihr für den Versand nochmal zehn Euro zusätzlich bezahlen. Zu meinem Erstaunen tun das viele Leute tatsächlich: Sie kaufen für ein Jahr eine Bienenpatenschaft Das freut diesen Imker sehr, denn er hat auf diese Weise für das Ausdrucken eines Zettels (Zertifikat) 32 Euro verdient (50 Euro minus 18 Euro die er für die drei Gläser Honig im Verkauf verlangt hätte). Bei 16 Völkern sind das schnell mal ohne sonderliches Zutun über 500 Euro einfach mal so obendrauf.   Das ist alles schön und gut, denn jeder kann ja fremden Menschen Geld für die unsinnigsten Aktionen, Waren oder Dienstleistungen geben. Dennoch sollte der geneigte Bienenretter aber doch darüber nachdenken. Denn retten tut er damit überhaupt nichts. 1. Die Honigbiene ist NICHT IN GEFAHR. (Darüber schreibe ich euch in den nächsten Tagen einen Text zum besseren Verständnis). Fakt ist: Nein, sie hat den Schutz der Bevölkerung in keinster Weise nötig. Lasst euch nicht über den Tisch ziehen! Auch wenn es heute weniger Bienenvölker gibt, als noch vor dreißig Jahren: Solange es Imker gibt, wird es Honigbienen geben. Wir haben ein viel geringeres Nahrungsangebot als noch vor dreißig Jahren. Es ist nicht problematisch, dass es weniger Honigbienen gibt. Es gibt jedenfalls genug davon. Es gibt so viele Bienenvölker, dass man tatsächlich nicht mal in seinen wildesten Albträumen davor Angst haben muss, dass die Honigbiene in Deutschland ausstirbt. Wer das behauptet, erzählt Märchen oder will euch das Geld für Unsinniges aus der Tasche ziehen: für eine Bienenpatschenaft. Die Honigbiene wird von Imkern gehegt und gepflegt. Es gibt sie reichlich. Inbesondere deshalb, weil immer mehr sich ein Bienenvolk anschaffen, um "etwas für die Natur zu tun". Genau das passiert aber nicht, wenn man sich ein Bienevolk in den Garten stellt. Und auch nicht, wenn man die Patenschaft für ein Bienenvolk übernimmt. 2. Gehen wir davon aus, dass die Honigbienen dringend geschützt werden müsste (was nicht so ist!) und ihr übernehmt eine Patenschaft für eines der Völker eines Imkers: Dann gibt es nicht eine enizige Biene mehr. Der Imker hat nur mehr Geld mit einem seiner Völker verdient. Ihr tut sehr viel Gutes, wenn Ihr Euren Honig bei einem Imker in der Nachbarschaft kauft, oder etwa auf dem Wochenmarkt, wo es sicher auch immer einen oder mehrere regionale Imker geben wird. Damit sichert ihr dem Imker sein Überleben und somit auch seinen Bienen.Wer dagegen DRINGEND unseren Schutz und unsere Hilfe braucht, das sind einzig und allein die WILDBIENEN! Für die bekommt ihr aber keine Patenschaft. Wenn ihr also Geld für Artenschutz ausgeben wollt, dann sucht euch eine wirklich sinnvolle Aktion zum Schutze der Wildbienen! Informiert euch gut, überlegt gut, lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Umweltschutz, Naturschutz, Artenschutz - das sind unfassbar wichtige Themen. Und jeder sollte etwas tun, jeder KANN etwas tun. Aber setzt euch und euer Geld mit Bedacht und zielgerichtet für den Schutz der Arten und der Umwelt ein! Sonst ist rausgeworfenes Geld - für euch und für den Artenschutz!

  • Traumjob Micro-Influencer?

    Bei einem Kooperationsangebot schaut besser zweimal hin und rechnet nach, für wen die Rechnung am Ende aufgeht. Auf Instagram bin ich ein ganz kleines Licht. Trotzdem bekomme ich seit einiger Zeit Angebote. Mehr noch als auf meinem gewerblichen Profil, kommen diese Anfragen auf mein privates Profil. Firmen bieten mir Kooperationspartnerschaften an. Sie wollen mich als Micro-Influencer. Fast jede Woche erhalte ich eine in jugendlichem Sprech superpersönlich verfasste Nachricht mit dem verlockenden Angebot, Kooperationspartner zu werden, weil ich dafür ja schließlich mehr als nur geeignet erscheine. "Hi Du Liebe", stand in der letzten derartigen Nachricht. "Dein Profil ist so cool und wir finden es geil, was du postest. Deine Texte sind der Knaller! Wir alle hypen sie voll und jeder mag sie. Wir finden zudem, du repräsentierst perfekt unsere Marke. Deshalb wollen wir dich mit einem großzügigen Angebot zu uns ins Boot holen. Wenn du mit einsteigst, bekommst du von uns die Möglichkeit, mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Hey, werde Teil unseres Teams!"  In letzter Zeit habe ich bei jungen Leuten schon mitgekriegt, dass es offensichtlich sehr erstrebenswert ist, Influencer zu werden. Das scheint noch besser zu sein, als Sänger oder Schauspieler. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass jeder dafür in Frage kommt, der aktiv in den sozialen Medien ist. Es scheint sozusagen sehr einfach zu sein. Ich selbst habe mich nie um eine derartige Partnerschaft bemüht. Ich weiß aber, dass es Plattformen im Internet gibt, auf denen man sich als Influencer aktiv eintragen kann, um die Produkte einer Firma zu bewerben. Auch auf Verkaufsplattformen habe ich bereits Anzeigen gesehen, durch die von Firmen Micro-Influencer für ihre Produkte gesucht werden. Das kann vermutlich sogar eine interessante Erfahrung werden, wenn man sich darauf einlässt. Es ist jedoch Vorsicht geboten. Schaut euch die Angebote ganz genau an!  Ich halte diejenigen Angebote, die ich bisher bekommen habe, grundsätzlich für unseriös.   Alle sahen nämlich so aus: Ich muss Ware von der Firma kaufen, die ich nicht brauche und die ich deshalb natürlich im Normalfall nicht kaufen würde. Auf das ausgewählte Produkt erhalte ich einen Rabatt. Für diesen Rabatt verpflichte ich mich, das Produkt zu fotografieren und Werbung dafür zu machen. So weit, so gut. Ich kaufe also etwas, das 100 Euro kosten würde. Weil ich 15% Rabatt bekomme, kostet es mich "nur" noch 85 Euro. Und obwohl ich jetzt 85 Euro für etwas ausgegeben habe, das ich eigentlich nicht haben wollte und das ich im Normalfall auch nicht kaufen würde, soll ich jetzt auch noch Werbung machen und das Produkt posten? Dass diese Rechnung für mich schlecht ist, ist auf den ersten Blick eigentlich sofort erkennbar und trotzdem lassen sich Menschen darauf ein. Der Grund ist: Es werden tolle Verdienstmöglichkeiten angeboten. Davon lässt sich der oder die eine oder andere gerne überzeugen.Eine Freundin hat im Übereifer zugeschlagen!   So auch eine Freundin (nennen wir sie Brigitte), die gleich mehrere Angebote in einem Monat bekommen hat. Brigitte fand das so nett, die Anschreiben waren so persönlich und freundlich und überhaupt ist das ja mal ein wenig Abwechslung vom tristen Alltag. In all den Angeboten stand dann ja auch noch, dass sie dann Mitglied im großen Team oder gar in der Familie sei. Wer kann da schon nein sagen? Sie nicht! Sie nahm alle fünf Angebote an. Die Angebote sahen folgendermaßen aus:   Brigitte kauft eine Uhr, auf deren Preis sie 20% Rabatt bekommt. Nach Erhalt der Ware postet sie möglichst oft diese Uhr auf ihrem Facebook-Account, mitsamt einer Verlinkung zum Uhrenshop. Wenn jemand nun den Link anklickt und etwas über diesen Link einkauft, erhält sie 5% des Bestellwertes. Für den besonderen Kaufanreiz kann sie ihren Freunden sogar noch einen Gutschein anbieten, mit dem diese ebenfalls einen Rabatt auf ihren Einkauf erhalten. Brigitte kauft also eine Uhr für 125 Euro. Abzüglich Rabatt bezahlt sie dafür noch 100 Euro. Da sie auf den Warenwert derer, die den Link nutzen, nur 5% Provision bekommt, müssen Menschen also im Wert von 2000 Euro über ihren Link einkaufen, damit sie keinen Verlust macht. Dann hat sie für all ihre Mühe aber noch nichts verdient!   Brigitte kauft außerdem von Firma Nr.2 ein Kosmetikpaket im Wert von 160 Euro - normalerweise würde das 199 Euro kosten. Sie muss für diesen großzügigen Rabatt natürlich die Produkte nutzen, sich dabei filmen und fotografieren und diese Fotos mit entsprechend animierend Texten plus einem Angebot, beim Kauf 5 Euro zu sparen, auch noch posten. Wieder gibt es einen Gutschein, dieses mal eben 5 Euro für den ersten Einkauf. Kauft jemand über diesen Link ein, bekommt sie dieses mal sogar nur 3% vom Einkaufswert. Das heißt, wenn 160 Euro wieder ausgegleichen sein sollen, müssen Menschen Kosmetika im Wert von 5333 Euro einkaufen. Angenommen es finden sich tatsächlich so viele Personen, dass ein derartiger Warenwert zusammenkommt: Verdient hat sie jetzt immer noch nichts.   Selbiges gilt für eine Kooperation mit einer Bekleidungsfirma, für Haustierprodukte und für Lederwaren. Insgesamt hat meine Freundin in besagtem Monat (es war der März) Waren im Wert von 625 Euro gekauft. Obwohl sie in den darauf folgenden Tagen und Wochen viele Beiträge mit all diesen Waren online gestellt hat, bekam sie am Ende gerade mal knapp 60 Euro auf ihr Konto gebucht. Da lacht doch das Herz dieser Firmen, die ihre Bekanntheit mehr als billig steigern konnten. Aus meiner Sicht ein sehr unfairer Umgang mit einem Partner! Brigitte hat trotz großartigem Engagement am Ende 566,27 Euro drauf gezahlt.     Mit Freude bei der Sache sein kann man, wenn man ein faires Kooperationsangebot erhält. Alle Beteiligten können sich entspannt zurücklegen. Jeder hat was davon! (Bild: Edith Schreiber) Ich will an dieser Stelle keinesfalls prinzipiell davon abraten, sich für Micro-Influencing zu interessieren. Erst kürzlich habe ich ein sehr faires Angebot bekommen. Es ging um Design-Nägel. Ich hätte eine komplette Maniküre inklusive Design-Nägel bekommen und das ohne dafür bezahlen zu müssen. Im Gegenzug hätte ich 15 Fotos von meinen Händen mit diesen tollen Nägeln posten müssen, jeweils mit einem ansprechenden Text. Für jedes weitere Foto mit Text hätte ich 5 Euro erhalten. Mehr als 5 weitere Fotos wären nicht bezahlt worden. Aber ich hätte schöne Nägel, 25 Euro und die Option auf eine weitere Zusammenarbeit. Bei so einem Angebot können sich beide Kooperationspartner entspannt zurücklegen. Das Angebot habe ich dennoch abgelehnt. Leider kommen künstliche Nägel für mich nicht in Frage. Das ist nicht meins, das bin nicht ich. Und so viel wie ich im Dreck buddle, hätten sie womöglich gar keine 20 Fotos lang gehalten. Wenn du also ein Angebot bekommst, Kooperationspartner zu werden, dann lies dir das Angebot gründlich durch und rechne nach. Sonst zahlst du am Ende die Werbung für die Firma.

  • Imkerwissen - ihr arbeitet mit Lebewesen!

    "Wer es schafft, dass seine Bienen den Winter überleben und im Sommer Honig geben, ist noch lange kein guter Imker. Ein Imker der versteht, was im Volk passiert, ist ein guter Imker." Ich habe mich wirklich reingehängt, um zu lernen, woran ich erkenne, was im Volk los ist. Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht nicht nur wissen will, wann Schwarmzeit ist, wann ich Varroabehandlung mache und wann ich Honig ernten kann. Ich wollte mehr. Ich wollte Verständnis über das Lebewesen Biene, und über den Superorganismus "der Bien" - wie Imker oft das Volk bezeichnen. Eigentlich sollte das oberste Pflicht sein. Ich habe ein ganzes Jahr mitgeimkert, bevor ich eigene Bienen angeschafft habe. Dann habe ich Kurse belegt und mich vernetzt. Es gibt ein wirklich tolles Netzwerk in unserem Umfeld. Imker mit jahrzehntelanger Erfahrung, die ihr unschätzbares Wissen gerne weitergeben, sind die tragenden Säulen. Ich habe auch die Königinnenzucht bei einem echten Profi gelernt. Und das Wichtigste: Ich lerne nie aus. Ständig erwerbe ich neues Wissen, es gibt neue Erkenntnisse, man entwickelt sich nach vorne. Um Wissen überhaupt aufbauen zu können, benötigt man aber erst einmal Grundwissen. Von Anfang an dachte ich, dass so ein Ablauf in den Start der Imkerei völlig logisch sei und dass es keine Alternatvie dazu gibt, sich Wissen anzueignet, BEVOR man mit der Bienenhaltung beginnt. Doch ich habe mich gehörig getäuscht. Eine Imkerschwemme ist unterwegs. Egal wo man hinschaut: Immer mehr Leute stellen sich einen Bienenstock in den Garten. Nicht immer, aber leider viel zu oft sind das Leute, die kein Wissen, oder ebenso gefährliches Halbwissen haben.  Bei einem Treffen von Imkerinnen und Imkern vor einigen Wochen wurde gar von einer Krankheit gesprochen und dass man diese Flut eindämmen müsse. Inzwischen gibt es sogar ein Start Up von einigen Studenten, die allen Ernstes behaupten, sie hätten eine Bienenbehausung entwickelt, die es jedem Ermöglicht, ohne Wissen Bienen zu halten und das sogar ohne Kontakt zu den Bienen. Solche Aussgen entsetzen mich zutiefst, denn sie werden weder der Sache noch den Lebewesen, mit denen man doch arbeitet, gerecht.   Die Imkerei ist ein tolles Hobby, das jedem vergönnt sein soll. Dieses Hobby ist ganz sicher nicht das Problem. Wir haben bei diesem neuen Imkertrend genau zwei Probleme:1. Neuimker die nichts zum Thema lernen wollen, oder  allenfalls nur rein technische Abläufe verinnerlichen. Das reicht nicht! Siehe oben. Auch dann nicht, wenn man ja nur für die Natur einen Bienenstock hinstellen will. 2. Ein weiteres, sehr gefährliches Problem ist, dass (zumindest hier im Umfeld) einige Selbstdarsteller die, selbst wenn sie selbst noch die absoluten Anfänger sind, Kurse anbieten. Jemand der mit einen Kurs besuchen will, um sich Wissen anzueignen, kann aber nicht wissen, dass ihm dort nur halbes Wissen oder gar, wie wir es leider auch gesehen haben, völliger Schwachsinn vermittelt wird. Der Grund für beide Probleme ist allzu oft die Grüne Welle und die Bienenschüter-Welle. Man will sich als Natur- und Artenschützer profilieren und auf dem Zug mitfahren. Mal abgesehen davon, dass die Honigbiene nicht vom Aussterben bedroht ist, gefährdet solch ein Verhalten unter Umständen die Bienen mehr, als es ihnen nutzt. Ich glaube, es ist euch allen klar, ich will es aber nochmal sagen: lernwillige Jungimker mit Engangement sind hier nicht gemeint. Wir haben auch dieses Jahr wieder einige dieser jungen Imker herzlich in unseren Kreisen aufgenommen. Das ist eine tolle Sache und wir vermitteln sie gerne an echte Könner und Wissende weiter, wo sie von der Pieke aufwärts alles lernen können, weil ihnen von Anfang an solides Grundwissen vermittelt wird.   In diesem Statement gemeint sind Imker, die null Bock auf lernen habe und die Notwendigkeit nicht sehen. Gemeint sind auch die, die teilweise schon einige Jahre imkern und dennoch nicht mal das haben, was man Grundwissen nennt, weil sie die falsche Ausbildung haben. Bei einem kürzlich abgehaltenen Treffen von Imkern und Imkerinnen, wurden derartige Fälle zur Sprache gebracht und unsere Schriftführerin hat sie alle aufgezeichnet. Mit freundlicher Genehmigung von den Damem und Herren Imkern führe ich diese Beispiele hier auf und sage ein paar Worte dazu. Diese Beispiele sind alle hier im Umfeld von ca. 40 km passiert. Es waren Imkerinnen und Imker beteiligt. Ich möchte diese erschreckenden Beispiele hier deshalb aufführen, damit Anfänger erkennen können, wie schwer es ist, wenn man ohne oder mit viel zu wenig Kenntnissen Bienen halten will. Bienen sind nicht einfach Insekten in einem Kasten, die das mit ihrem Leben schon irgendwie regeln werden. Man benötigt WISSEN, wenn man imkeren möchte.     Die aufgezählten Fälle zeigen Fälle von erschreckendem  Nichtwissen. Sie sind nur in der vergangenen Imkersaison gesammelt! Diese unten aufgeführten Beispiele sollen  zeigen, wie wichtig Wissen ist! Bitte: Wenn ihr imkern wollte, eignet euch dieses Wissen an, damit ihr keinen Schaden anrichtet. Ihr arbeitet mit Lebewesen!   Wegen des tendenziell um sich greifenden Trends der Selbstdarsteller achtet ganz besonders auch darauf WO ihr eurer Wissen erwerbt: Achtet auf alte, etablierte Vereine mit langjährigen Mitgliedern oder Imkerschulen mit Fachkräften. Seid vorsichtig, wenn junge Imkervereinigungen sich selbst als "Profis" oder "Flüsterer" bezeichnen. Ich kenne nur drei solche Vereine, die einen Bienenflüsterer beschäftigen. Alle sind eine Katastrophe. Ich möchte das keinesfalls verallgemeinern und behaupten, Vereine mit den Worten Flüsterer oder Profis seien prinzipiell schlecht. Ich plädiere lediglich für eine Ausbildung bei bewährten Vereinen und Ausbildern, statt bei Vereinen voller Jungimker. Nicht wenige der unten genannten Imker haben ihr Nichtwissen von derartigen selbsternannten Profis erworben und geben es jetzt weiter! Zusätzlich ist es eine echte Tragödie, dass jeder Kurse anbieten darf und dass immer mehr dies tun, um sich selbst darstellen zu können. Hier gibt es Imker/innen, die erst zwei Jahre imkern und dennoch in den sozialen Medien anbieten, Anfängern beim Einstieg zu helfen. Das ist unseriös und darüber hinaus meines Erachtens eine Form von Größenwahn, gerade bei einem derart komplexen Thema, wie der Imkerei! Fragt deshalb bei alten, erfahrenen Imkern, wo ihr lernen könnt. Sie helfen euch gerne. Sie kennen die echten Profis, die euch ihr Wissen vermitteln. Bevor ihr zu imkern beginnt, ist der erste Schritt, einen seriösen Verein, eine seriöse Schule, seriöse Hilfe zu finden. Ein unerschöpflicher Brunnen an Wissen sind erfahrene Imker. Nach meinem Lehrjahr und anschließenden Kursen habe ich wirklich viel gelernt. Aber die Details, das feine Wissen, das erfrage ich mir bei den ECHTEN Profis: bei Imkern die seit Jahrzehnten imkern, teilweise länger als ich lebe und oft schon in zweiter, dritter oder vierter Generation. Der Blick mit dem Profi ins Volk ist unbezahlbar und durch nichts zu ersetzen! Also: Lasst euch nicht von Selbstdarstellern über den Tisch ziehen! Sonst kommt am Ende Mist raus, so wie hier: Hier also mal einige Beispiele von katastrophaler Ahnungslosigkeit:Ein Imker der seine Bienenbeute (das ist die Behausung der Bienen) bei kaltem Wetter in die Garage stellt. So ab 5 Grad und drunter ---->> Jede dieser Wanderungen bedeutet potentiellen Stress für die Tiere und es ist so sinnlos wie ein Kropf. Der normale Jahresablauf mit den gegebenen Witterungsverhältnissen ist völlig natürlich. Der Bien (so nennen Imker oft das Bienenvolk und drücken damit die Einheit des Ganzen aus) passt sich selbst an die Verhältnisse an. Er braucht keinen geschützten Raum. Im Gegenteil leidet er darunter, wird krank und schwach und landet schließlich, wie in diesem Fall, im Bienenhimmel.Ein Imker der nicht wusste, dass Bienen Futter brauchen. Das erklärte er angesichts des sogenannten Hungerschwarms, den er überhaupt nicht zuordnen konnte. Das war im April, es war bitterkalt, und da halten die Bienen doch laut seiner Meinung eigentlich Winterschlaf. --->> Nö, Bienen halten überhaupt keinen Winterschlaf. Sie sind den ganzen Winter hellwach. Deshalb muss der Imker dafür Sorge tragen, dass das Volk ausreichend Futter zur Verfügung hat. Das muss er das ganze Jahr. Gibt es keinen Honig, muss der Imker füttern. Denn die Bienen verfallen auch nicht in Sommerstarre, wenn es kein Futter gibt.   Ein Imker der zwar den Honigraum aufgesetzt hat, aber die Futterwaben im Volk ließ. Wenige Tage später gab er von sich, die Bienen hätten schon fleißig Honig eingetragen und er müsse jetzt schleudern. Dies war wegen des anhaltend kalten Wetters aber überhaupt nicht möglich. --->> Die Bienen hatten einfach das im Volk belassene Futter umgetragen und das hätte der Jungimker mitgeschleudert und den potentiellen Kunden als Honig verkauft. In Wahrheit gab es aber auf jeden Fall zum Teil einfach  nur eingedicktes Zuckerwasser. Ein Imkerin, die um den 20.März und bei vorrausgesagten winterlichen Temperaturen unter fünf Grad Ableger (Minivölkchen die aus Brutwaben und einigen Bienen bestehen) macht. Die Begründung war, dass man somit den Druck aus den Völkern nähme, so dass man das Schwärmen im Mai vorbeugen könne. Die selbe Imkerin machte sich Wochen später darüber lustig (!!!), dass die Qual, die sie den Bienen zugefügt hat, nur zu Scheiße geführt hat.  --->>  Kein Imker und keine Imkerin mit Verantwortungsgefühl würde so etwas tun. Es war bitterkalt, Schnee war vorausgesagt und Temperaturen unter fünf Grad. Der Ableger, ein Minivölkchen, musste deshalb extrem um seine Existenz kämpfen. Das war sicher ein bitterer Kampf auf Leben und Tod. An so einem Kampf ist rein gar nichts Lustiges. Nicht bei einem Säugetier. Aber auch nicht bei einem Insekt. Unabhängig davon zeugt es schlicht von fehlendem Wissen um das Bienenvolk. Es gibt kaum Drohnen um diese Zeit und die paar wenigen fliegen erst so ab etwa 20 Grad. Eine starke Königin mit guter Legeleistung ist damit auszuschließen. Die Ansage, dass man im März Druck aus einem Volk nehmen muss, ist dreifach dumm, regelrecht idiotisch. Denn erstens kommt ein Bienenvolk im März erst richtig in die Gänge. Zweitens kann man nicht zwei Monate vor dem Ereignis das Schwärmen verhindern. Wer auch  nur ein wenig Ahnung davon hat, warum ein Bienenvolk schwärmt, dem ist das bewusst. Und drittens: Ein versorgtes, gesundes Bienenvolk hat keinen Druck. Was für einen Druck soll ein Bienenvolk haben? Den Druck, sofern es überhaupt einen gibt, hat der Imker. Das Volk lebt einfach vor sich hin, macht was die Natur ihm vorgibt und achtet dabei wenig auf die Bedürfnisse des Imkers. Diese Imkerin, die diesen Mist verzapft hat, ist übrigens kein völliger Neuling. Sie hat ein Jahr nach mir mit der Imkerei begonnen. Einen Kurs hatte sie vorher nicht besucht. Später hat sie das (offensichtlich bei einem Flüsterer oder Profi) nachgeholt Wir hatten dann noch einen Imker, sogar mit Text, den uns eine Imkerin freundlicherweise als Screenshot mitgebracht hat. Er schrieb ebenso um den 20. März herum, er müsse nun Ableger machen. Begründung wie oben: dadurch würde der Druck aus dem Volk genommen was den im Mai einsetzenden Schwarmtrieb angeblich dämmen soll --->> Man ahnt, dass diese beiden den gleichen Ausbilder haben, der offensichtlich wenig bis kein Wissen zu vermitteln hat. Allenfalls aber technische Abläufe. Niemand der wenigstens Grundwissen hat, wird ernsthaft annehmen, dass man im März den Schwarmtrieb sinnvoll beeinflussen kann. Niemand mit Sachverstand würde bei Eiseskälte und Schnee im März Ableger machen! Und noch einmal: Das Volk hat keinen Druck. Man spricht ja auch von Schwarmstimmung und nicht von Schwarmdruck.   Ein Imker der sich sehr überrascht gezeigt hat, als ich ihm sagte, er habe eine starke Königin im Volk. Er war überrascht darüber, dass er überhaupt eine Königin hat. Denn schließlich wollte er ja gar nicht züchten.  --->> Ohne Königin fliegt sich das Volk leer. Die wichtigste Aufgabe der Königin ist es, Eier zu legen und damit für ständig neue Bienen zu sorgen. Da Arbeiterbienen im Schnitt nur ca. 6 Wochen leben, ist das Volk sonst in einer recht übersichtlichen Zeit einfach weg. Ohne Königin kein Bienenvolk. Ein Imker der im März behauptet hat, Völker in Sommerstärke ausgewintert zu haben, was ja echt nicht alltäglich sei --->> Offensichtlich hat dieser Kandidat noch nie vorher ein Volk in Sommerstärke gesehen. Es böte sich daher an, seine Ahnungslosigkeit einfach dadurch zu verbergen, nichts zu schreiben, statt diese mit einem Entzücken über ein lächerliches Frühlingsvölkchen, zum Ausdruck zu bringen. Was soll ich sagen? In diesem Fall richtet das mangelnde Grundwissen keinen Schaden an. Es ist einfach nur eine deutliche Zurschaustellung von völliger Ahnungslosigkeit. Laien kann man damit beeindrucken. Jeder Wissende wird für die Aussage dieses Imkers  nur lautes Lachen übrig haben.   Ein Imker der seinen Bienen zur Stärkung und damit sie nicht so viel sammeln müssen, jeden Tag einen Teelöffel Honig vom Supermarkt gibt. "Ach, da sind Sporen von Amerikanischen Faulbrut drin?" --->> Wenn die Bienen Futter brauchen, brauchen sie mehr als ein Löffelchen voll. Und wenn sie kein Futter brauchen, ist es eh nutzlos. Zusätzlich kann Honig aus dem Supermarkt eine schlimme Seuche übertragen. Mehr dazu findet ihr im Artikel über offene Insektenfütterung. Weiterer Kritikpunkt: Ein Volk tagtäglich bei jedem Wetter zu öffnen, um ihnen ihr Löffelchen Honig zu geben, lässt mich nur fassungslos zurück. Das Öffnen eines Bienenvolkes geschieht im besten Falle so selten wie möglich und so häufig, wie gerade nötig, denn es ist immer ein Eingriff, der Stress und Unruhe in das Volk bringt.Ein Imker der im April öffentlich damit prahlte, die Honigräume seien so gut wie voll - und das bei einer Wettervorhersage, die jeden Imker eigentlich im Klaren darüber lässt, dass der  Honig gebraucht wird und dass das nichts darüber aussagt, wie viel Honig zur Erntezeit da ist. Das was ich verwerflich finde, kommt aber jetzt: Wir hatten heuer kein Honigjahr. Es blieb den Imkern nichts. Einige mussten sogar ihre Völker einfütten. Aber es gibt Imker, die pressen auch den kläglichen Rest aus ihren Völkern heraus. So auch dieser Imker. Auf seiner Facebookseite prahlte er mit seiner Honigernte, die leider nur für den Eigenbedarf reiche. --->> Die beste Nahrung für Bienen ist Honig. Deshalb nehme ich prinzipiell immer nur die Hälfte, um es zu schleudern. Sicher bleibt dies aber jedem Imker selbst überlassen. Insgesamt finde ich es dann aber dennoch schlimm, wenn sogar kleinste Mengen entnommen werden. Für mich gehört auch die Ernährung der Bienen und weshalb Honig für sie so wichtig ist,  zum Grundwissen. Dieses Beispiel zeigt vermutlich aber weniger das mangelnde Wissen, als so einen tendenziellen Hang zur  imkerlichen Gier. In diesem Fall war es für mich besonders bedeutsam, denn besagter Imker erzählte mir noch kurz vorher, er imkere nur aus purer Liebe zur Natur und wolle eigentlich überhaupt keinen Honig nehmen.Ein Imker der sich ständig freut, weil er direkt an seinem Bienenstand so viele Schwärme fängt. --->> Der ist in Ahnungslosigkeit gebadet. Nachbarn haben das Schwärmen seiner eigenen Bienen sogar mehrfach beobachten können. Trotzdem denkt dieser Imker und gibt dies auch in den sozialen Medien so wieder, dass es fremde Schwärme seien. Dieser Imker sammelt seine eigenen Schwärme und Nachschwärme ein und weiß es nicht. Und ahnt es auch nicht. Dieser Imker denkt allen erntes, dass die Schwärme dieser Welt alle an seinen Bienenstand fliegen, um von ihm gefangen zu werden.Ein Imker der sich vor drei Wochen drei Völker gekauft hat, für je 150 Euro. Er hat die Bienenstöcke hingestellt und jetzt, drei Wochen später sind die Bienen darin fast alle weg und die anderen stecken tot in den Waben. --->> Diese drei Völker sind schlicht und ergreifend verhungert. In den Waben steckende Bienen sind ein deutlicher Hinweis darauf. Wie bereits erwähnt: Auch Bienen leben nicht von Luft und Liebe. Sie brauchen Nahrung. Es ist so schrecklich. Man mag sich das Leid gar nicht vorstellen.   Ein Imkerin, die heuer im Januar eine Kollegin anrief und fragte, wann es denn Zeit wäre für die Vaorroabehandlung. "Jetzt dann irgendwann oder hätte ich das vor dem Winter noch machen müssen?" Ihre beiden Völker haben den Winter leider nicht überlebt --->> Ja also, vor dem Winter wäre nicht schlecht gewesen. Es gibt eine Sommerbehandlung gegen die Milbe und eine Winterbehandlung. Im Übrigen sollte jeder  Imker ein sinnvolles Konzept gegen die Varroamilbe haben, zu dem auch das Drohnenbrutschneiden, teilen von Völkern, Brutentnahme o.ä. gehören kann.Ein Imker der zu einem Kollegen rannte und ihm aufgeregt ein Foto zeigte. Dicke, sehr plumpe Bienen würden in seine Völker eindringen und diese wohl ausräubern. --->> Die dicken, plumpen Bienen sind Drohnen. Ein Imker sollte doch zumindest wissen, welche Individuen sich in seinem Volk so aufhalten und welche Aufgaben sie haben. Und Drohnen haben definitiv wichtige Aufgaben!   Ein Imker, der ein Bienenvolk in die Wiese gekehrt und damit ungebraucht hat, weil es angeblich drohnenbrütig war. --->> Das Volk war nicht drohnenbrütig. Drohnenbrütig bedeutet, dass es keine Königin im Volk gibt und nun eine Arbeiterbiene Eier legt. Da diese Eier nicht befruchtet sind, gibt es nur männliche Bienen - die Drohnen. Ein Volk das nur noch männliche Brut hat, nennt man drohnenbrütig. Das Volk besagten Imkers war aber völlig in Ordnung. Es hatte eben auch Streifen mit Drohnenbrut. Ein völlig normaler Zustand in jedem Bienenvolk - abhängig von der Jahreszeit. So hat der Imker durch Nichtwissen ein gesundes Volk getötet.Ein Imker der per WhatsApp-Aufruf jemanden sucht, der seine Völker kontrollieren kann. Am besten for free, aus Spaß an der Freude. Er selbst könne das nicht tun, denn er finde Bienen doch ziemlich gruselig. --->> Erinnert mich an unseren Hermes-Ausfahrer. Der hat schlimme Angst vor Hunden. Selbst dann, wenn sie hinter dem Zaun sind. Er wirft die Lieferungen aus dem fahrenden Auto vor unsere Garage. Bei beiden würde ich sagen: Sucht euch was Anderes! Ihr seid völlig fehlbesetzt.Ein Imker der letzte Woche zu einem Kollegen kam und ihm seinen "fast kristallklaren Honig" präsentierte, den er gerade geschleudert hatte. --->> Nein, kein Honig. Er hatte die Bienen gefüttert und da er nicht wusste, dass Bienen ihr Futter in die Waben lagern, dachte er, es wäre Honig. Die Frage stellt sich, weshalb er das dachte. Was ist denn Honig? Es ist das Futter der Bienen! Aus welchem Grund sollten sie also Honig, nicht aber Flüssigfutter in die Waben einlagern?   Ein Imker, der am 23. März fröhlich auf Facebook postete, dass er heuer das vierte mal seine Bienen kontrolliere. --->> Das ist quasi Winter. Da muss man kontrollieren, ob die Bienen ausreichend Futter haben. Sonst nix. Wobei - es war bei UNS Winter. Es hängt natürlich von der Temperatur und anderen Faktoren ab. Aber bei uns war Winter. Ich habe um die Zeit noch null Kontrollen gehabt und verweise  mal drauf, dass man seine Völker auch zu Tode kontrollieren kann. Es ist jedenfalls jedes Mal ein starker Stress, der den Bienen da angetan wird. Wie bereits erwähnt: Kontrollen finden so selten wie möglich und so häufig wie unbedingt nötig statt. Nicht einfach so, weil man gerade Anfängerlaune hat. Jeder Eingriff bedeutet Stress, auch jeder nutzlose Eingriff.Ein Imker der exakt per Kalender imkert und deshalb sagte: Vor dem 15.März macht man ein Bienenvolk nicht auf. Am 15. Mai wird der erste Honig geschleudert. Am 1. Juli wird der zweite Honig geschleudert. Am 15.Juli wird die erste Varroabehandlung gemacht. ---> Naja, muss man jetzt nicht extra erklären. Wann welche Abläufe im Volk passieren, entscheidet sich durch viele Faktoren: Volksstärke, Jahreszeit, Tageslänge, Temperatur. Aber ganz sicher nicht durch das Datum.Ein Imker der vor zwei Wochen aus einem gekauften Volk gleich 10 Ableger gemacht hat, die nun alle bis auf einen kaputt sind. ---> Es war ihm wohl klar, dass Bienen, die keine Königin haben, sich einfach eine neue ziehen. Dass sie dafür aber ganz junge Brut benötigen, war ihm nicht klar. Fehlendes Grundwissen hat ein ganzes Bienenvolk vernichtet.   "Wer es schafft, dass seine Bienen den Winter überleben und im Sommer Honig geben ist noch lange kein guter Imker. Ein Imker der versteht, was im Volk passiert, ist ein guter Imker." All die oben gezeigten Fälle zeigen, dass es sich um Imker handelt, die entweder Wissen für unnötig halten. Oder aber, es sind Imker die sich von Leuten ihr "Wissen" holen, die selbst keines habe. Rein technische Abläufe wie das Bilden von Ablegern, die Varroabehandlung oder das Einwintern reichen nicht aus, siehe die Sätze meines Lehrmeisters. Wenn du Bienen halten möchtest, dann mache bitte einen Kurs. Den Tieren zuliebe. Und damit ich diese Liste nicht beliebig verlängern kann.

  • Vorsicht Liebesbetrug!

    Ein schneller Junge, wer würde ihm nicht im realen Leben einfach eine Ohrfeige geben? Nett dich hier zu treffen. Woher kommst du, ich komme aus Amerika. Nochmal nett dich hier zu treffen. Bist du verheiratet und hast du Kinder? Bist du frisch verliebt? Vielleicht in jemanden, den du nur aus dem Internet kennst? Dann wünsche ich dir von Herzen alles Glück dieser Erde. Vor allem aber wünsche ich dir, dass du nicht einem Betrüger oder einer Betrügerin auf den Leim gehst. Virtuelle Bekanntschaften bergen ein hohes Risiko. Deshalb schau bitte lieber noch einmal genauer hin!   Vorgeschichte   Wer auf Socialmedia-Plattformen unterwegs ist, der wird fast zwangsweise irgendwann Bekanntschaft mit einem Liebes-Betrüger machen. Auch auf Dating-Plattformen sind diese Betrüger mit Fake-Profilen aktiv. Im Frühjahr hat mir eine Bekannte ihr Leid geklagt. Sie hatte einem Mann, den sie im Internet kennengelernt hat und mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft erträumte, 6200 Euro gegeben. Das war alles, was sie sich angespart hatte. Ich habe dann auf Instagram auf meinem privaten Konto von dieser Geschichte erzählt und davor gewarnt. Vor einigen Wochen habe ich für einen Text ziemlich viel über das Thema recherchiert und bin auf erschreckend viele Opfer aus allen Gesellschaftsschichten gestoßen. Für eine Freundin habe ich einen Account auf Insta eingerichtet (Betrüger2020), auf dem sie unregelmäßig Scammer und ihre Maschen vorstellt. Gestern nun wurde sie dort von einer fremden Frau angeschrieben und um Rat gefragt. Ob es sein könne, dass sie einem so  genannente Scammer auf den Leim gegangen sei. Und dann erzählte sie ihre Geschichte. Am Ende konnte meine Freundin (Frau Müller) ihr nur raten, zur Polizei zu gehen. Die Chance, dass sie ihr Geld zurück erhält, liegt allerdings bei null. Sie hatte zweimal 2000 Euro über Western Union bezahlt und dann noch einmal 5000 Euro. Der Mann, in den sie so sehr verliebt ist, ist seitdem wie vom Erdboden verschluckt. Er ist weder telefonisch, noch per Mail oder WhatsApp noch erreichbar. Eine Geschichte, wie sie tagtäglich passiert. Da ist nicht nur Herzschmerz angesagt, sondern auch die Existenz ist unter Umständen bedroht. Der Vertrauensbruch wiegt schwer. Und obwohl es viele Infos im Internet gibt, passiert es immer wieder. Deshalb greife ich das Thema hier noch einmal auf und ich wünsche mir von dir: Teile das! Immer wieder und auf allen Kanälen! Bitte mach es dir zur Gewohnheit immer wieder zu warnen. Es muss in allen Köpfen ankommen. Immer wieder neu, für immer wieder neue Gefährdete! Wir müssen uns da gegenseitig schützen. Und wir, die wir davon wissen, müssen die Unwissenden immer wieder warnen. Davon bin ich fest überzeugt.   Solltest du einem Scammer im Internet "begegnen", dann ist noch etwas ganz wichtig: Melde das Profil als Spam oder auf Instagram als Scam / Betrug! Das ist ganz wichtig. Wenn du ihn einfach nur blockierst, wird er fröhlich andere Menschen belästigen. Nur wenn er oft genug gemeldet wurde, wird er von Insta oder Facebook entfernt. Natürlich wird er sich ein neues Profil anlegen und weitermachen. Aber diese zwei Punkte machen es dem Scammer richtig schwer: als Scam melden und alle möglichen Opfer warnen und auffordern, es einem gleich zu tun. Je mehr wir sind, desto besser! Wie erkennt man Romancescammer?   Bevor du allerdings ein Profil meldest, solltest du dir ganz sicher sein, dass es sich auch wirklich um einen Scammer handelt. Bitte melde niemanden aus einer Laune heraus, oder weil er dir unsympatisch ist. Allerdings: hat man erst die ersten Erfahrungen gemacht, kann man Fakeprofile schon beinahe riechen. Ich habe mich schon lange und seit Wochen wegen besagten Auftrages sogar sehr intensiv mit Scammern beschäftigt, indem ich ihnen Interesse vorgegaukelt und  mit einigen von ihnen kommuniziert habe. Alles was ich schreibe trifft also in erster Linie auf männliche Scammer zu. Mit weiblichen Scammern habe ich keinerlei Erfahrung. Ich würde aber gerne meine Warnung entsprechend erweitern und die Erfahrungsberichte von betroffenen Herren mit in meinen Text einbinden. Wenden wir uns aber dem Erkennen von männlichen Scammern zu. Es gibt einfach ein paar Dinge, auf die du achten kannst.   1. Das Anschreiben Egal ob auf Facebook oder Instagram: Die meisten Menschen, die einem eine Freundschaftsanfrage schicken oder einem auf Instagram folgen, erklären sich nicht. Wo auf Instagram das Folgen zur normalen Vorgehensweise gehört, finde ich das bei Facebook durchaus traurig, denn wenn jemand mit mir "befreundet" sein will, wüsste ich schon ganz gerne, was ihn dazu bewegt. Aber das ist ein anderes Thema. Romancesammer benötigen ja den Kontakt, um Vertrauen aufzubauen. Sie werden also ein Gespräch initiieren. Niemand, wirklich niemand der keine schlechten Absichten hat, hat mich bis heute auf Insta angeschrieben, außer um schnell Hallo zu sagen, oder eine Ware anzubieten. Wer also Kontakt aufnimmt, ohne diese Gründe, sollte schon auf die Alarmglocken schrillen lassen. Natürlich sagen sie erstmal Hallo und dann werden sie keinesfalls sagen: Die Fotos von deinen Geranien waren so toll, da habe ich mir gedacht, weil ich auch Geranien gut finde, schreibe ich dir mal. Sie werden sagen: Du siehst auf den Fotos so toll aus und so sympatisch, dass ich mich entschieden habe, dir zu schreiben. Oder sie schreiben, dass sie sich gerne mit dir befreunden wollen. Vorausgesetzt du fragst, worum es geht. Ansonsten werden sie fragen, wie es dir geht oder eine andere Banalität, z.B. nach dem Wetter. Sie kommen dabei fast immer schnell zur Sache. Sie stellen häufig Fragen in Serie, wie ein Polizist und wollen in erster Linie wissen, ob du verheiratet oder in einer Beziehung bist. Eine Person, die sich in einer glücklichen Beziehung befindet, bringt sie nicht weiter. Sie wollen in der Regel auch wissen, was du beruflich tust, denn eine arbeitslose Person ist finanziell uninteressant. Und sie erzählen in der Regel extrem ähnliche Geschichten. So sind sie normalerweise beruflich - US Soldaten in einer hochrangigen Position, derzeit in einem Krisengebiet (Syrien, Afganistan o.ä.) in einer friedenstiftenden Mission, möglicherweise in einer geheimen Mission. oder - sie haben gute Berufe, sind Ärzte, Ingenieure, Schauspieler, Politiker usw. Gerne auch in Kombination, also z.B. Militärarzt in Syrien stationiert. - Viele arbeiten auch auf Ölplattformen oder Schiffen. Eigentlich fast immer sind sie aber weit weg von zu Hause.   Das Kind, das sie eigentlich auch immer nach ihren Angaben haben, ist in der Regel in einem Internat. Auch das nicht in der Heimat, sondern irgendwo im Ausland. England wird da gerne genannt. Sie sind manchmal geschieden, aber meistens sind sie erstens als Waise aufgewachsen und zweitens haben sie ihre Frau bei einem Unfall oder durch Krankheit verloren. Ab und zu sind sie auch einfach nur geschieden.   Es sind Außreisser dabei. Bitte sei auch dann vorsichtig, auch wenn dein neuer Gesprächspartner kein Soldat ist. Ganz wichtig: Achte auf Ungereimtheiten. Betrüger erzählen oft Geschichten und bringen dann das eine oder andere durcheinander. Wie Robert, der mir erst heute schrieb, er spreche kein Deutsch, weil er ja schon seit seiner Kindheit in Amerika lebt. Letzte Woche erzählte er mir aber, er sei in Berlin geboren und aufgewachsen und mit 28 Jahren in die Staaten gegangen, um Soldat zu werden. Auch das ist schon etwas, das einen aufhorchen lassen sollte: Wieso? Er kann ja auch in Deutschland Soldat sein. Und wieso spricht er mit 42 Jahren kaum mehr Deutsch? Achte auf solche kleinen Dinge, die sich widersprechen. Achte auf Ungereimtheiten. Frag nach. Lass dich nicht abspeisen. Wer es ehrlich mit dir meint, wird sich nicht in Widersprüche verstricken oder aber Fragen einfach ignorieren. Letzeres passiert oft, wenn die Antwort ihnen schwerfällt. Auch du solltest es nicht ignorieren, wenn da Sachen einfach nicht zusammenpassen, oder wenn die Erklärungen hahnebüchen sind. Überprüfe Geschichten auf Glaubwürdigkeit. Wenn du konkrete Fragen stellst und die Antwort dauert lange, dann ist sie oft aus dem Internet kopiert. Der Betrüger musste erst nachsehen, welche Antwort richtig ist. '(Beispiel: "Wo in Berlin hast du gelebt? Die Antwort kam exakt sechs Minuten später: "Saxony Anhalt [Sachsen-Anhalt]" und zwar genau so, mit deutscher Übersetzung und eckigen Klammern. Kein Mensch, der 28 Jahre lang in Sachsen-Anhalt gelebt hat, wird einem eine solche Antwort geben, auf die Frage, wo er gelebt hat.   2. Das Profil Fakeprofile kann man manchmal auf den ersten Blick erkennen. Oft gibt es keine Inhalte oder nur sehr wenige. Und die wenigen sind sehr oft innerhalb der letzten Tage gepostet worden. Meistens zeigen die Fotos immer nur eine Person. Manchmal posten sie auch Bildschirmschoner, irgendwelche Muster, Werbebilder von Blumensträußen, leicht als solche zu erkennende Stockfotos oder ähnlich unsinniges Zeug. Wenn man die Fotos der Männer bei google Bildersuche eingibt, findet man manchmal sehr schnell heraus, wem die geklauten Fotos wirklich gehören. Auf Instagram haben Scammer oft Klarnamen, die sie noch dazu oft falsch schreiben. Da wird aus einem Michael dann auch mal Micheal, oder Henry schreibt sich Herny. Oft nennen sie sich mit ihrem Namen und einer Zahl dahinter, z.B. Henry_Dennis367 Manchmal gibt es einen Link zu einer Homepage, der aber ins Leere führt. Männliche Scammer folgen oft extrem vielen Frauen. Und da ihre Profile oft jung sind, haben sie manchmal wenige bis gar keine Follower auf Instagram. Das ist aber durchaus nicht immer so. Es gibt auf Insta z.B. ein Scammerprofil, das anfangs ganz anders war und für mich gar nicht durchaubar. Sie nannte sich Stein_Constructions und erstmal schrieb mich niemand an, bis sich dann irgendwann jemand meldete, der sich Michael nannte. Er hat sich überhaupt nicht dafür interessiert, ob ich verheiratet bin. Stattdessen hat er mir ganz oft erzählt, dass er mit seiner Firma Stein Constructions so erfolgreich sei, dass sie Aufträge auf der ganzen Welt hätten. Er hat dann sogar irgendwann einen Link zu einer Homepage in seiner Bio gehabt. Der Link führte ins Leere. Da war ich zum ersten Mal richtig misstrauisch. So eine große Firma und die Homepage ist nicht erreichbar? Das roch nach Scam. Nachdem wir einige Wochen gechattet hatten, kam dann wie erwartet der übliche Trott. Irgendwann fingen die tollen Komplimente an. Und er sagte mir so oft, dass ich auf mich aufpassen soll, dass es schier lächerlich war. Natürlich war er dann irgendwann total in mich verliebt. Er schwor mir ewige Treue. Ich weiß nicht, wie oft er mir versicherte, dass er ohne mich nicht mehr leben könne und unbedingt nach Deutschland möchte. Wir haben dann sogar einen Termin ausgemacht und ich war sehr gespannt. Er erklärte, er habe ein Hotel in Frankfurt gebucht (Ich hatte ihm erzählt, dass ich da lebe) und er würde zum vereinbarten Termin da landen. Er müsse nur noch vorher einen Auftrag in Asien fertig machen und dann käme er und würde für immer bei mir bleiben. Er erwähnte in diesem Mail sogar, dass er sehr reich sei und dass er mir ein gutes Leben bieten könne, in dem ich ich nie mehr arbeiten muss.   Na und dann kams: Er schrieb mir, seine Scheckkarte sei beschädigt, so dass er nichts mehr zahlen kann und das Land nicht verlassen könne. Er benötige dringend für die Abwicklung des Auftrages und den Flug nach Deutschland 15000 Euro. Er habe extra ein Konto vor Ort eröffnet und ich könne das Geld dorthin transferieren, so dass wir uns bald in die Arme schließen könnten. Ich habe Michael und seine Fakeseite gemeldet und ihn auf sämtlichen Kanälen blockiert  und musste feststellen: Die Seite verschwindet nicht, sondern: Aus Michael wurde nur Tage später Dr. Micheal Roberts. Er nutzte als Profilbild ein Foto von Dr. Fernando Gomez. Etwas später war Dr. Roberts ein Reiseunternehmen. Die Seite hatte inzwischen 183 Follower. Wieder etwas später war sein Profil das eines Fitnesscenters, um dann kurze Zeit später erneut einen neuen Namen zubekommen. Heute ist dieses Fakeprofil das Profil eines angeblichen U.S. Marine Veteranen, Golfliebhaber usw., der nur 73 Leuten folgt, der aber 3838 Follower hat. Scamprofile können also richtig über sich hinauswachsen! Deshalb ist es unglaublich wichtig, diese Leute zu MELDEN und nicht nur zu blockieren. Ein Amerikaner arbeitet für eine norwegische Ölgesellschaft. Sein 8jähriger Sohn ist auf einer Privatschule in England. Sucht man die Schule im Interent stellt man fest: Da sind nur Schüler ab 15 Jahren. Das erste Kompliment ist auch schon da. 3. Die Vorgehensweise Der Scammer wird sehr intensiv versuchen, dein Vertrauen zu erschleichen. Er wird ständig aktiv sein. Er wird fragen, wie es dir geht, ob du gegessen hast und ob du dich wohlfühlst. Er wird auch sehr schnell sehr persönlich mit dir reden und dich "my dear", "pretty lady", "angel", "sweety" usw. nennen. Das ist eigentlich völlig übergriffig, kommt aber sehr gut an, wenn man einsam ist und sich nach liebevollen Worten so sehr sehnt. Das wissen die! Lass dich also bitte nicht einlullen, sondern sei gewarnt, wenn solche vertraulichen Worte schon nach kurzer Zeit, unter Umständen schon von Anfang an, fallen. Ebenso kann es passieren, dass dir völlig überraschend der Scammer nach wenigen Tagen erzählt, dass du der einzige Mensch zu sein scheinst, der ihn richtig versteht. Er wird dich mit Komplimenten bedenken und dir erzählen, dass du großartig bist. Er wird das erzählen, von dem er denkt, dass du es hören willst! Meistens wollen die Scammer nicht sehr lange auf dem jeweiligen Portal bleiben, auf dem du ihn kennengelernt hast. Sie wollen deine persönlichen Daten, um mit dir auf WhatsApp, Hangouts oder per Mail weiter zu kommunizieren. Ein Grund dafür dürfte sein, dass sie nie wissen, wann genug Leute sie gemeldet haben, so dass ihr Profil gelöscht wird. Wenn das passiert, dann ist die ganze Angraberei umsonst gewesen. Die Geschichten sind auch hier wirklich hahnebüchen. Einer hat mir mal gesagt, er wolle lieber über Hangouts chatten, weil er auf Instagram ständig von fremden Frauen belästigt wird, die allesamt Scammer seien. Andere sagen, dass ihr Kommandant herausgefunden hat, dass er im Internet chattet und wegen der geheimen Geheimmission jetzt das Profil sperren wird. Manche erklären sich gar nicht und das vor allen Dingen dann, wenn sie auch ohne Erklärung an die nötigen Daten kommen.   Der Chat kann über Tage oder Wochen gehen und sogar Anrufe beinahlten. Er wird intensiver, es folgen Liebesschwüre, Sehnsuchtsbekundungen und das Ausmalen einer gemeinsamen Zukunft. Bei so viel Vertrautheit kommt es vielleicht zum Austausch von Fotos, die etwas Freizügiger und sehr privat sind. Und dann passiert es: Der vermeintliche Liebste gerät in eine unmögliche Situation, aus der er nur herauskommt, wenn du ihm Geld schickst. Er wird dir ein Märchen erzählen und er wird es so tun, dass du vor Mitleid oder Sorge in Tränen ausbrichst und natürlich sofort dein Konto plünderst. Und sobald er das Geld hat, wird er wieder nach Geld fragen. Ab dem Moment, ab dem du sagst, dass du kein Geld mehr hast, oder ihm kein Geld mehr geben willst, wird er sich in Luft auflösen. Wenn Fotos ausgestauscht wurden, werden dies evtl zu Erpressungsversuchen genutzt.   DESHALB: Überweise niemals Geld an Menschen, die du nicht persönlich kennst. Kein Soldatenkonto wird eingefroren und niemand, der finanziell unabhängig ist, wird jemals in einer derart verbissene Situation kommen. Das geht einfach nicht!  Wenn du erpresst wirst, gehe zur Polizei. Du musst dich nicht schämen. Du bist nicht der Betrüger. Du bist das Opfer! Auch wenn kein Geld geflossen ist und keine Erpressung stattfand, solltest du spätestens an dieser Stelle zur Polizei gehen. Auch wenn am Ende vielleicht nicht viel dabei herauskommt, sollten doch solche Fälle meiner Meinung nach gemeldet werden.   Zusammenfassend kann man sagen: Sei einfach kritisch. Kein Vier-Sterne-General, kein unglaublich gut gebuchter Ingenieur oder auch durchtrainierter Geschäftsmann mit Jaguar und Rolex wird Frau X anschreiben und sich online in sie verlieben, weil sie auf ihrem Profilbild so schöne Augen hat. Niemand der in Syrien sitzt, muss Geld von Frauen aus dem Internet haben, weil er sonst nicht nach Hause reisen kann, da seine Konten eingefroren sind. Kein US Soldat muss sich um sein Auskommen sorgen. Kein Arzt muss dringend Geld geschickt bekommen, weil er ein neues Gerät kaufen muss, da er sonst seine Praxis schließen muss. Und kein Ingenieur auf einer Bohrinsel darf nur dann zu seinem plötzlich schrecklich erkrankten Kind, wenn du ihm Geld schickst, weil er sich aus seiner Dienstzeit frei kaufen muss. Kein Schauspieler kann nicht an sein Geld, so dass er die Privatschule seines Kindes nicht zahlen kann, so dass es in zwei Tagen einfach auf die Straße gestellt wird. Glaub das nicht. Das sind Lügen, die dein Herz erweichen sollen.   Niemand der einfach nur mit dir quatschen will, fragt dich aus wie ein Polizist. Wer mit dir quatschen will, redet über Gemeinsamkeiten, über Bilder oder über irgendwas, das ihn auf dich aufmerksam gemacht hat. Das gilt für soziale Medien, doch möglichweise nicht in der Form für Dating-Portale. Niemand der einfach nur ein Gespräch sucht wird sagen: Woher kommst du, wie heißt du, als was arbeitest du und bist du eigentlich verheiratet? Ob man verheiratet ist oder in einer Beziehung lebt, ist auf einem Dating-Portal von Interesse. Aber wieso sollte dich jemand nach deinem Ehestand fragen, wenn er mit dir über Scrapbooking, Nähkurse oder biologische Gärten plaudern will? Ich habe bereits viele Kontakte im Internet geschlossen und nie hat mich jemand, der es ehrlich mit mir mein, gefragt, ob ich verheiratet bin. Das ergibt sich im Laufe der Zeit, wenn man vielleicht auch persönlichere Gespräche führt. Am Anfang ist es völlig irrelevant, wenn man einfach nur gemeinsame Interessen austauschen will, weil man vielleicht ein Foto kommentiert hat.   Wenn du nicht weißt ob du betroffen bist, dann vertraue dich jemandem an. Wenn du niemanden hast, dann schreibe gerne mich an. Ich bin keine Beratungsstelle, ich bin nur eine Frau die ein Erlebtes vielleicht aufgrund meiner Recherchen und eigenen Erfahrungen einordnen kann. Meine Mailadresse ist Cocorona@email.de und wenn du in den Betreff irgendwas von Romance-Scammer schreibst, dann landet das auch nicht im Spam. Wende dich an die Polizei, an eine Beratungsstelle oder an eine andere Vertrauensperson, wenn du verunsichert bist. Aber schicke niemals einem Menschen, dem du nie zuvor begegnet bist, auch nur einen Cent deines hart verdienten Geldes!  Pass auf dich auf. Auf dein Herz und auf dein Geld. Und teile das, damit alle Frauen davon erfahren! Hier noch ein paar hilfreiche Links https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/   https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/pressemeldungen/digitale-welt/genug-betrug-romance-scamming-der-betrug-mit-der-liebe-40817   https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104233/4271530          


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Mehr Natur geht nicht

Biologisch. Einfach. Vertrauen

10 einfache Tricks die Dir helfen aus deiner Comfort Zone zu kommen – Instagram Blogger 2020

10 einfache Tricks die Dir helfen aus deiner Comfort Zone zu kommen – Instagram Blogger 2020 – Ein kleiner Beitrag kann bereits die Welt verändern. Ohne die Hilfe von unglaublich engagierten Bloggern, verlieren wir jedoch das Wissen über die kulturelle Vielfalt von unserem Planeten. Zum Glück suchen wir regelmäßig unter allen Instagram-Accounts denen wir folgen, …

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Biologisch abbaubare Strohhalme im Vergleich

Wer hat behauptet das biologisch abbaubare Strohhalme nicht der rede Wert sind. Umweltfreundlich Alternativen zu Plastik Strohhalmen werden in den nächsten Jahren nicht mehr aus Bars & Restaurants weg zudenken sein. Welche Alternativen zu Plastik Strohhalmen gibt es? und was für ein Vorteil es mit sich bringen wird, erklärer ich in einer kurzen Vergleichstabelle. Umweltfreundliche …

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Ein Papierstrohhalm in verschiedenen Längen und Breiten bestellen

Kannst du unseren Papierstrohhalm in verschiedenen Längen und Breiten bestellen? Natürlich kann man einen Papierstrohhalm in verschiedenen Längen und Breiten bestellen, denn so individuell wie es jedes Glas für den perfekten Drink ist, sollte es selbstverständlich auch jeder Halm sein. Die beliebtesten längen und breiten findest Du in der unten beigefügten Tabelle. Doch was ist …

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100 Prozent biologisch abbaubar Papierstrohhalm?

Ist mein Papierstrohhalm 100 Prozent biologisch abbaubar? Ob mein Papierstrohhalm 100 Prozent biologisch abbaubar ist war eine der Haupt sorgen die unser Team wochenlang beschäftigt hatte. Und ja, der PioTip Papierstrohhalm und die Verpackung aus Kartonpapier sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Selbst die Sichtfolie der Packung ist restlos recycelbar und wird vollständig von Mikroorganismen im …

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So gefährlich sind die unsichtbaren Zucker und Säuren

Kann ein Strohhalm unsichtbaren Zucker und Säuren von den Zähnen fernhalten? Wäre es nicht perfekt wenn ein Strohhalm unsichtbaren Zucker und Säuren von den Zähnen fernhalten könnte? Der beste Weg um ein Fernhalten von Zucker und Säuren zu garantieren ist auf diese zu verzichten, denn diese unsichtbare Gefahr ist nicht nur ein Übel für die …

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Wie benutze ich einen flexiblen PioTip Strohhalm richtig?

Strohhalm biegen aber richtig. So funktioniert´s Eigentlich kann man nur alles richtig machen, dennoch funktioniert das biegen nicht bei jedem Menschen gleich auf Anhieb. Ist es nicht Kinderleicht und zugleich faszinierend ,wie sehr ein gebogener Halm den Unterschied machen kann? Damit auch Du auf garkeinen Fall Schwierigkeiten hast, bei deinem nächsten Genuss aus einem Cocktailglas …

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Wir haben im Vorfeld natürlich auch versucht selbst herauszufinden welche Belastungen mein Strohhalm aus Papier aushält. Was sollte man mit meinem Papierstrohhalm alles machen und was man besser auf jeden Fall lassen sollte und viele weitere Fragen haben wir bereits im Vorfeld für euch heraus gefunden. Mein Papierstrohhalm hält länger als erwartet und sorgt für optimalen Genuss und das auf ganz biologischer Art und Weise. Extrem exakte Kontrollen vor jeder Auslieferung sorgen für ein sicheres Gefühl für jeden Endverbraucher, obgleich jung oder alt

Mein biologisch abbaubarer Strohhalm aus Papier besitzt alle notwendigen Zertifikate, um bedenkenlos weg geworfen zu werden, da er nur aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird. Papier ist der ideale Halm für jedes Fest, Veranstaltungen, besondere Anlässe oder für den alltäglichen Gebrauch. Mit meinem Strohhalm aus Papier lassen sich nicht nur eine viel Zahl von Kalt- und Warmgetränken genießen, zugleich sorgt mein Strohhalm auch dafür das mit jedem benutzen meines Papierstrohhalms der Umwelt ein Stückchen weniger Plastik-Müll zugeführt wird. Gesund und Lecker durch einen Halm aus Papier.

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Langfristig nachhaltig! Hilf uns zu wachsen

2 Kommentare zu „10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona“

    1. Anthony

      Das freut uns wirklich sehr, dass ihnen der Artikel gefallen hat. Sieh regelmäßig bei uns vorbei und entdecke tolle Updates, sowie atembraubende nachhaltige Produkte in unserem kleinen Store. Beste Grüße Team Mein-Strohhalm.de

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