10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona

10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona - Instagram Blogger 2020
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Inhaltsverzeichnis:

10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona

10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona

- Instagram Blogger 2020 -

Ein kleiner Beitrag kann bereits die Welt verändern. Ohne die Hilfe von unglaublich engagierten Bloggern, verlieren wir jedoch das Wissen über die kulturelle Vielfalt von unserem Planeten.

Zum Glück suchen wir regelmäßig unter allen Instagram-Accounts denen wir folgen, die besten Blogger rund um das Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Reisen, Fashion, Kultur, Vegan leben und viele weitere Themengebiete heraus und veröffentlichen sie in unserem Magazin.

  • Die 9 besten Lebensmittel, wenn Sie krank sind
    von EAT SMARTER Redaktion am Oktober 3, 2022 um 10:00 pm

    Kann man durch Nahrung schneller gesund werden?

  • Ernährung bei Reizdarm
    von EAT SMARTER Redaktion am Oktober 2, 2022 um 10:00 pm

    Das sollten Sie beachten

  • Wochenplan für die Kalenderwoche 40
    von EAT SMARTER Redaktion am Oktober 1, 2022 um 10:00 pm

    Der Wochenplan mit gesunden Rezepten

  • 10 No-Gos beim Frühstück
    von EAT SMARTER Redaktion am September 30, 2022 um 10:00 pm

    Das macht Ihr Frühstück ungesund!

  • Die 5 größten Ernährungsfehler und wie Sie sie vermeiden
    von EAT SMARTER Redaktion am September 29, 2022 um 10:00 pm

    Die falsche Ernährung macht dick, schlapp und unzufrieden

  • Harnsteine vorbeugen, erkennen und behandeln
    von EAT SMARTER Redaktion am September 28, 2022 um 10:00 pm

    Advertorial Mit diesen einfachen Tricks minimieren Sie das Risiko für weitere Harnsteine erheblich!

  • Verrückt! Diese 6 Tees helfen beim Abnehmen
    von EAT SMARTER Redaktion am September 27, 2022 um 10:00 pm

    So kurbeln Sie die Fettverbrennung an

  • Schlank im Herbst: Die 10 kalorienärmsten Lebensmittel
    von EAT SMARTER Redaktion am September 26, 2022 um 10:00 pm

    Sorry Hüftspeck!

  • Blasenschwäche: 3 Tipps, die wirklich helfen!
    von EAT SMARTER Redaktion am September 25, 2022 um 10:00 pm

    Advertorial Warum Sie öfter zu Cranberrys, Kürbiskernen und Co. greifen sollten!

  • Wochenplan für die Kalenderwoche 39
    von EAT SMARTER Redaktion am September 24, 2022 um 10:00 pm

    Gesunde Rezepten für morgens, mittags und abends – da ist für jeden etwas dabei!

  • Gas sparen mit dem Mini-Backofen
    von Claudia Klinger am September 23, 2022 um 9:13 am

    Nach langer Recherche hab‘ ich mir diesen Mini-Backofen zugelegt, der auch als „Heißluftfriteuse“ bezeichnet wird: Warum? Weil bei mir Kochen und Backen per Gasherd läuft und der Backofen im Herd vergleichsweise riesig ist. Für mich als Single-Haushalt total überdimensioniert! Der … Weiterlesen →

  • Was du über Oxalsäure in Lebensmitteln wissen solltest
    von Sofia (Iss Happy) am September 12, 2022 um 6:50 am

    Lebensmittel wie Rhabarber, Spinat oder Mangold werden oft wegen der in ihnen enthaltenen Oxalsäure verteufelt.Aber ist Oxalsäure in Lebensmitteln wirklich so schädlich, dass wir bestimmte Gemüsesorten von unserem Speiseplan streichen sollten?In diesem Beitrag verrate ich dir, was es mit Oxalsäure in Lebensmitteln auf sich hat und was du gegen mögliche Negativauswirkungen von Oxalsäure tun kannst! Der Beitrag Was du über Oxalsäure in Lebensmitteln wissen solltest erschien zuerst auf Iss Happy.

  • Gesündestes Obst: Diese Obstsorte solltest du täglich essen!
    von Sofia (Iss Happy) am August 30, 2022 um 6:58 am

    Zahlreiche Studien belegen: Der reichliche Verzehr von Obst und Gemüse verbessert die Gesundheit und kann das Risiko für diverse Erkrankungen wie z.B. Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten senken. Da über die Hälfte der Bevölkerung hierzulande die empfohlene Mindestzufuhr von 400 g Gemüse und etwa 250 g Obst am Tag nicht erreichen, wurde die in Deutschland die Gesundheitskampagne „5 Der Beitrag Gesündestes Obst: Diese Obstsorte solltest du täglich essen! erschien zuerst auf Iss Happy.

  • CO²-Emissionen verschiedener Lebensmittel
    von Claudia Klinger am August 18, 2022 um 1:23 pm

    Eine interessante Grafik zu den CO²-Emissionen verschiedener Lebensmittel, jeweils bezogen auf ein Kilo: Was sagt uns das? Z.B. dass auch Menschen, die auf Fleisch nicht ganz verzichten wollen, dennoch viel tun können, was einen Unterschied macht: Besser ein Burger als … Weiterlesen →

  • 6 Gründe, weshalb Nüsse gesund sind und auf deinem Speiseplan nicht fehlen sollten!
    von Sofia (Iss Happy) am Juli 21, 2022 um 6:22 am

    Nüsse (und Samen) sind eine der fünf pflanzlichen Lebensmittelgruppen und werden oftmals als „böse“ Dickmacher verteufelt, da sie im Vergleich zu Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten einen relativ hohen Kaloriengehalt haben.Wie so oft im Bereich Ernährung sollte man die Dinge aber differenziert betrachten und nicht pauschal bestimmte Lebensmittelgruppen, Lebensmittel oder gar Nährstoffe als negativ abstempeln!Vielleicht Der Beitrag 6 Gründe, weshalb Nüsse gesund sind und auf deinem Speiseplan nicht fehlen sollten! erschien zuerst auf Iss Happy.

  • Wie ich vegan wurde & meine Tipps für deinen Umstieg auf vegan
    von Sofia (Iss Happy) am Juni 18, 2022 um 9:34 am

    Kommt dir das bekannt vor?Du hast dich entschieden, keine tierischen Produkte mehr zu essen. Doch obwohl der Konsum von Fleisch, Käse & Co. überhaupt nicht deinen Werten entspricht, wirst du immer wieder schwach und hast Rückfälle, die du jedes Mal bereust?Du fühlst dich einsam und unverstanden, weil du keine Unterstützung aus deinem Umfeld bekommst und Der Beitrag Wie ich vegan wurde & meine Tipps für deinen Umstieg auf vegan erschien zuerst auf Iss Happy.

  • Nützliche Tipps zum Umstieg auf die vegetarische Ernährung
    von Claudia Klinger am Mai 30, 2022 um 5:45 pm

    Die Skandale rund um die Massentierhaltung haben rund 6,5 Millionen Menschen in Deutschland die Lust auf Fleisch genommen. Doch auch die Fridays for Future Demos machten deutlich, wie katastrophal die Klimabilanz von Rindfleisch tatsächlich ist. Überdies zeigen Studien auf, dass … Weiterlesen →

  • VeggieWorld vom 30. April bis 01. Mai in Berlin
    von Claudia Klinger am April 14, 2022 um 7:50 am

    Vom 30. April bis 01. Mai 2022 findet die VeggieWorld in Berlin statt. Zahlreiche Aussteller präsentieren in der STATION-Berlin am Gleisdreieck vegane Produkte und Neuheiten. Dazu erwartet die Besucher ein vielfältiges Rahmenprogramm. Die „Messe für den veganen Lebensstil“ findet dieses … Weiterlesen →

  • 5 vegane Spargel Rezepte – einfach, lecker & gesund
    von Sofia (Iss Happy) am April 10, 2022 um 4:16 am

    Es ist Spargelzeit und da die Saison recht kurz ist (April, Mai, Juni) sollte sie ausgiebig genutzt werden. Weißer und grüner Spargel sind nicht nur ein vielseitiges kulinarisches Highlight, sondern auch äußerst nahrhaft!Die leckeren Stangen haben einen hohen Wassergehalt und sind sehr kalorienarm. Dennoch stecken sie voller guter Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien (z.B. Der Beitrag 5 vegane Spargel Rezepte – einfach, lecker & gesund erschien zuerst auf Iss Happy.

  • Weniger Fleisch – wie geht das konkret?
    von Claudia Klinger am März 17, 2022 um 2:58 pm

    Es muss nicht immer gleich der Totalverzicht sein. Schon „weniger Fleisch“ ist ein Erfolg, aber nur, wenn dem Vorsatz auch Taten folgen. Immer wieder ergeben Umfragen, dass viele Menschen in Zukunft weniger Fleisch essen wollen. Der Verzehr sinkt auch wirklich, … Weiterlesen →

  • 7 köstliche Frühlingssalate – einfach, lecker & gesund!
    von Sofia (Iss Happy) am März 13, 2022 um 5:38 am

    Der Frühling steht vor der Tür und somit halten immer mehr frühlingshafte Salat-, Gemüse- und Obstsorten Einzug in die Markregale. Mit dem immer wärmer werdenden Wetter (hoffentlich auch bei dir) steigt die Lust auf frische Mahlzeiten, wie knackige Salate. Deshalb stelle ich dir in dieser Sammlung 7 köstliche Frühlingssalate vor.Die leckeren Frühlingssalate sind 100% pflanzlich, Der Beitrag 7 köstliche Frühlingssalate – einfach, lecker & gesund! erschien zuerst auf Iss Happy.

  • Achtung, diese Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind nicht vegan!
    von Sofia (Iss Happy) am Februar 13, 2022 um 4:27 am

    Wenn du dich rein pflanzlich und möglichst gesund ernähren möchtest, schaust du dir Lebensmittel-Verpackungen bestimmt ganz genau an. Dabei ist dir vielleicht schon einmal aufgefallen, dass auf der Rückseite von industriell verarbeiteten Produkten oftmals kryptische Inhaltsstoffe in Form von E-Nummern aufgelistet sind.Die Zusatzstoffe in Lebensmitteln, die durch E-Nummern gekennzeichnet werden, sind nicht pauschal schlecht. Manchmal Der Beitrag Achtung, diese Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind nicht vegan! erschien zuerst auf Iss Happy.

  • Zurück zur Mechanik: Kaffeemühle zum selber malen
    von Claudia Klinger am Februar 4, 2022 um 3:05 pm

    Kürzlich ist mir der Personal Blender kaputt gegangen, den ich zur Kaffeemühle umfunktioniert hatte. Zum Glück hatte ich diese mechanische Mühle noch im Regal stehen, so dass ich nicht auf den unverzichtbaren Morgenkaffee verzichten musste. Damit zu mahlen ist keine … Weiterlesen →

  • 7 Gründe, weshalb Kurkuma gesund ist und wie du das Beste aus der Wunderwurzel rausholst!
    von Sofia (Iss Happy) am Januar 24, 2022 um 4:35 am

    Kurkuma ist voll im Trend. Von verschiedenen Rezepten wie Kurkuma-Porridge oder goldener Milch bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Pulvern und Kapseln – an der Wunderwurzel Kurkuma kommst du heutzutage so gut wie nicht vorbei.Warum Kurkuma gesund ist und wie du dir die Vorteile der Powerwurzel am besten zunutze machen kannst, verrate ich dir in diesem Der Beitrag 7 Gründe, weshalb Kurkuma gesund ist und wie du das Beste aus der Wunderwurzel rausholst! erschien zuerst auf Iss Happy.

Ressourcen sparen mit Cocorona

10 nützliche Fashion Tipps und atemberaubende Tricks, um effektiv Ressourcen im Alltag zu sparen. Cocorona gibt alten Dingen einen neuen Sinn und verwandelt selbst kleine Gegenstände durch Upcycling in wahre Schätze. 10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona helfen auch Tier und Klima.

  • Wertvolles Naturprodukt: Das Bienenwachs

    Hier hat die Imkerin vergessen, Waben in den Kasten zu hängen. Den Bienen ist es egal. Sie kleben ihre Waben einfach an den Deckel. 0,8 Milligramm - so viel wiegt eines der Wachsplättchen in etwa, das von der Honigbiene in speziellen Drüsen gebildet wird. Wenn man sich dann vorstellt, dass ein 10 x 10 cm großes Stück Wabe etwa 10 Gramm wiegt, dann kann man sich auch ohne rechnen vorstellen, dass unfassbare viele solcher Wachsplättchen für ein so kleines Stück Wabe nötig sind. Bienen sind da sehr unermüdlich. Sie bauen zügig große Rauminhalte mit Waben aus, wie wir auf dem Foto sehen können, wo ich vergessen hatte, ihnen Rähmchen anzubieten, in die sie ihre Waben bauen können. Sie kleben ein winziges Wachsplättchen an das nächste, bis diese Kunstwerke der Natur entstanden sind. Das frisch "ausgeschwitzte" Wachs ist übrigens farblos und die frisch daraus gebauten Waben sind dezent eierschalenfarben. Wenn man die Bienen beim Wabenbau beobachtet, kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus. Was auf den ersten Blick wie ein wildes Durcheinander an Bienen aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als höchst strukturiertes Arbeiten. Es gibt sogar Bienen, die sich aneinanderketten und gemeinschaftlich ein Lot bilden, damit die Wabe senkrecht gebaut wird. Leere Bienenwabe im Gegenlicht. Ein Meisterstück der Natur! Irgendwann ist die Wabe fertig und die Königin legt Eier in die einzelnen Waben. Oder die Arbeiterbienen füllen die Waben mit köstlichem Nektar oder eiweißreichem Pollen. Die Wabe färbt sich je nach Füllung. Honigwaben bleiben heller, als Brutwaben oder Waben die mit Pollen gefüllt wurden. Im Laufe des Jahres schlüpfen sehr viele Bienen aus so einer Zelle und jedesmal bleibt das Puppenhäutchen in der Zelle zurück. Dadurch färben sich die Brutwaben immer dunkler, bis sie fast schwarz sind. Deshalb werden sie vom Imker im darauf folgenden Jahr gegen frische Waben ausgetauscht. Die schönen, hellen Honigwaben vom letzten Jahr, werden im laufenden Jahr dann als Brutwabe genutzt. Diesen Wechsel nennt man "Wabenhygiene". Sie schützt das Volk vor Krankheiten und zu kleinen Bienen - durch das Abstreifen der Puppenhäutchen werden die Zellen der Brutwaben nicht nur dunkler, sondern auch immer kleiner, so dass die junge Biene am Ende nicht mehr viel Platz für Wachstum hat. Die Gründe mögen unterschiedlich sein: So manche Wabe wird im Bienenvolk nicht mehr benötigt. Sie wird vom Imker entnommen und in einem Gerät, dem Wachsschmelzer, geschmolzen und von groben Anhaftungen befreit. Jetzt erkennt man schon deutlich die schöne, sonnengelbe Farbe des Wachses.   Im Anschluss wird das Wachs ein weiteres mal geschmolzen, dieses Mal mache ich das in einem Wasserbad. Das warme, flüssige Wachs gieße ich durch einen kleinen Filter und danach noch durch einen feineren direkt in die Förmchen, wo es dann zu goldgelben, duftenden Pralinchen auskühlt. So könnt ihr das Wachs bei mir kaufen: Als Bienenwachspralinchen, mit denen das Dosieren leicht fällt. Das so behandelte Wachs ist nicht frei von Pollenresten. Man sieht auch, dass die verschiedenen Förmchen nicht alle die gleiche Farbe haben. In manchen sind kleine, dunkle Punkte zu sehen. Wenn du also medizinisch reines Wachs benötigst, bist du bei mir an der falschen Adresse. Für alle mögichen Produkte ist mein Wachs für meine Ansprüche völlig ausreichend. Wenn du das Wachs noch klarer haben willst, kannst du es natürlich im Wasserbad schmelzen und noch einem durch einen feinen Filter gießen. Nötig ist das nicht, wie das Feedback der Kunden und Kundinnen zeigt. Sie verwenden das Wachs so, wie sie es von mir bekommen und sind damit sehr zufrieden. Und sie freuen sich, dass an meinen Bienenvölkern keine chemischen Mittel oder Medikamnte zum Einsatz kommen. Bitte verzichtet darauf, billiges Wachs zu kaufen, bei dem man nicht weiß, wo es herkommt. Man weiß nicht, welche zusätzlichen Bestandteile, eventuell Paraphine, dort enthalten sind, oder ob das Wachs chemisch behandelt und / oder geklärt wurde. Bienenwachs ist ein sehr vielseitiges, natürliches Produkt. Ich persönlich nutze es sehr gerne für Kosmetika. Rezepte für Cremes, Lippenpflege und mehr findet ihr im Internet. Besonderes ans Herz legen möchte ich euch die Seite Smarticular und dort in diesem Fall natürlich das Thema selbstgemachte Kosmektika. Aber auch Holz- und Lederpflegemittel könnt ihr mit Bienenwachs selbst machen. Wir haben sehr viele helle Massivholzmöbel, die mit diversen selbstgemachten Holzpflegeprodukten, bei denen Bienenwachs zum Einsatz kommt, einen herrlichen Mattglanz bekommen und duften wie ein Sommertag. Auch hier bekommt ihr sehr viele Rezepte im Internet. Auch auf Smarticular findet ihr, wie man Holzpflegeprodukte selbst herstellt. Bienenwachs kann man natürlich auch für Deko nutzen. Es gibt kleine Gußformen, um Weihnachtsengel oder anderen Christbaumschmuck zu gießen, der immer wieder aufpoliert werden kann und Jahr für Jahr im Christmbau duftet. Kerzen sind auch ein sehr bekanntes Produkt, das aus Bienenwachs hergestellt werden kann. Ein völlig anderes, aber ebenso nützliches Einsatzgebiet hat eine Freundin gefunden. Sie gibt ihren Kindern, von denen eines sehr schwer mit Stress und Frust umgehen kann, das Bienenwachs zum Abbau der Spannungen. Sie schneidet kleine Stücke aus dem Wachs, knetet sie warm und gibt den Kindern dann die Wachsstücke zum Kneten, Draufhauen und auch mal Draufbeissen - ohne Angst haben zu müssen, dass das Kind beim versehentlichen Verschlucken krank wird. Reines Bienenwachs ist völlig ungiftig. Es kann nichts passieren, was den Kindern schadet. Bitte allerdings vorsicht, dass sich die Kleinen das Wachs nicht in Ohren oder Nase stecken. Aber das versteht sich ja von selbst.   Wenn du es jetzt auch mal versuchen willst, Wachs zu verarbeiten: Du bekommt es direkt bei mir, solange der Vorrat reicht. Hier also kommt ihr zu den zauberhaften Wachspralinchen. Bienenwachs ist ein Naturprodukt und bekommt im Laufe der Zeit eine helle Schicht. Dies schadet der Qualität nicht. Man kann es weiterhin ohne Einschränkungen nutzen. Auf Deko aus Bienenwachs bekommt man diese Schicht leicht wegpoliert, oder aber man bläst sie vorsichtig mit dem warmen Fön an.

  • Bitte nicht: Insektenfütterung

    Heute geht es um ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und das nicht ganz leicht zu behandeln ist. Es geht um eine Sache, die Menschen machen, weil sie etwas besonderes Gutes tun wollen. Und sie tun es, ohne auch nur zu ahnen, wie viel Schaden sie damit anrichten können. Es geht um Futterstellen für Insekten. Insektenfreunde füllen Gefäße mit Zucker- oder Honigwasser, gerne sind auch exotische Angebote wie Ahornsirup o.ä. dabei, und freuen sich tierisch, wenn sich Insekten vieler Arten um diese Futterstelle tummeln. Ein ganz böses Foul! Ich kann es nicht oft genug sagen, was für schlimme Folgen das haben kann. Aus gutem Grund ist diese Form der Insektenfütterung nach Bienenseuchenverordnung sogar unter Androhung sehr hoher Geldstrafen verboten! Es geht mir hier aber nicht darum, den moralischen Zeigefinger zu erheben und auf die Einhaltung von Verboten zu pochen. Es geht mir darum, euch verständlich zu machen, wie gefährlich diese gut gemeinte Sache sein kann. Mal eines vorweg: Wenn ihr eine geschwächte Hummel findet, könnt ihr ihr gerne einen Tropfen Zuckerwasser anbieten. Honig nur, falls ihr welchen vom Imker aus der Nachbarschaft habt. Die Hummel wird sich möglicherweise schnell wieder erholen, wenn sie einfach nur geschwächt und hungrig ist. Ein Tropfen Zuckerwasser für ein einzelnes Insekt ist völlig okay. Aber bitte NIEMALS Schalen mit Zucker- oder Honigwasser aufstellen. Warum?     1. Übertragung von Krankheiten durch Honig In Honig können Sporen der Amerikanischen Faulbrut enthalten sein. Diese Sporen, die für den Menschen völlig unbedenklich sind, können eine verheerende Seuche bei den Bienen auslösen, die dazu führen kann, dass viele Völker vernichtet werden müssen, um eine Ausbreitung der Krankheit auf andere Bienenvölker zu verhindern. Wenn bei einem Bienenvolk die Amerikansiche Faulbrut, kurz AF, auftritt, ist der Imker dazu verpflichtet, dies dem Veterinärsamt zu melden. Der zuständige Veterinär entscheidet dann was zu geschehen hat. Immer wird ein Sperrbezirk rund um diese Imkerei eingerichtet, so dass auch viele andere Imker von Maßnahmen betroffen sind. Und je nach Befall und Stand der Lage entscheidet der Veterinär, welche und wie viele Völker vernichtet werden müssen, um der Seuche Einhalt zu gebieten. Eine schreckliche Sache, die unfassbar vielen Bienen das Leben kostet! 2. Übertragung von Krankheiten durch Mikroklima und unnatürlich starkes Insektenaufkommen Insgesamt sind solche Futterstellen durch das wilde Gedränge ideal dazu geeignet, Krankheiten schnell und effizient zu verbreiten. Die Futterstellen sind optimale Brutstätten für Keime, die sich beim entstehenden Gedränge schnell über die Insekten verteilen können. So kann man ratz-fatz am Tod unzähliger Insekten schuld sein.     Ich bin durchaus der Meinung, dass bereits diese beidem Gründe völlig ausreichend sind, um auf das Aufstellen der Futterstellen zu verzichten. Fakt ist: Wer Insekten füttert, will ihnen was Gutes tun. Er kann abewr stattdessen massiven Schaden anrichten. Wer will das schon? Aber es gibt weitere Gründe. 3. Futterstellen für Insekten fördern Räuberei unter Bienenvölkern Wenn Honigbienen so eine ergiebige Futterstelle auffinden, sind sie hochgradig entzückt. Leichter kann man seinen Sammeldienst nämlich gar nicht erledigen. Vorsichtshalber schicken sie auch gleich so eine Art "Schnüffelbienen" los, um weitere derart ergiebige Quellen zu finden. Die Schnüffelbienen sind Meister ihres Fachs und schnüffeln aufgeregt alles ab, was zum Ziel führen könnte. Es ist, als hätte das Volk Blut geleckt und will mehr. Raffgier setzt ein. Wenn diese kundschaftenden Bienen nun beim Herumschnüffeln dann zufällig ein schwaches Bienenvolk finden, sind sie damit auch ganz gut zufrieden. Es kann es zur sogenannten Räuberei kommen. Die Schnüffelbiene holt dazu ihre Arbeitskolleginnen zu diesem schwachen Volk und gemeinsam beklauen sie das Völkchen, ohne Rücksicht auf Verluste, so dass das kleine Volk nicht selten dabei zugrunde geht.   4. Die im Futter wachsenden Keime werden in die Bienenstöcke getragen Die Honigbienen tragen die Futtersuppe natürlich in ihren Bienenstock. Die darin durch den großen Andrang befindlichen Keime nehmen sie gleich mit, so dass die großtmöglichste Chance zur Krankheitsübertragung gegeben ist. Aber die Bienen füttern damit auch ihre Brut, die damit schon von Kindesbeinen an schwächelt, so dass auch das Volk geschwächt wird. Wird während oder nach der Zeit der Einwinterung Zuckerwasser oder anderes angeboten, dann wird auch das in den Stock getragen. Sind die Vorräte dann durch zu viele Keime verseucht, stirbt das Volk im Winter durch das kontaminierte Futter. Ebenso ist es möglich, dass das eingetragene Futter als Winterfutter überhaupt nicht geeignet ist und die Bienen dadurch erkanken.   5. Wer will schon eingedicktes Zuckerwasser statt Honig?   Die Bienen lagern das Zuckerwasser auch während der Trachtzeiten in ihre Waben ein. Wenn der Imker dann den vermeintlichen Honig schleudert, weiß er nicht, dass er Zuckerwasser schleudert. Das Produkt Honig wird dadurch verfälscht. Ihr seht, der mögliche Schaden ist einfach riesig. Was man Schlechtes mit solchen Futterstellen anrichten kann, ist einfach zu viel, als dass man noch etwas Gutes dran finden könnte.   Wenn ihr etwas für Insekten tun wollt, stellt Schalen mit Wasser auf. Achtet bitte darauf, dass die Insekten nicht ertrinken können. Und pflanzt insektenfreundliche Pflanzen. Das geht auch auf dem Balkon!  

  • Wachstücher statt Plastikfolie

    Achtung: Am Ende des Textes gibt es eine Linkliste zu Rezepten mit Bienenwachs! Baumwollstoffe sollten nicht abfärben und vor der Benutzung gewaschen sein. Die Verführung ist groß. Man reißt ein Stück von der Rolle der Frischhaltefolie ab und legt sie über das zu schützende Lebensmittel. So einfach ist das. Aber leider auch wenig nachhaltig, denn die Folie wird nach Gebrauch sofort weggeworfen. Und sie besteht aus Plastik, einem Material, das die Umwelt über alle Maßen beeinträchtigt. Plastik sollte man also vermeiden, wann immer es geht. Und gerade beim Verpacken von Lebensmitteln in der heimischen Küche, geht das sehr, sehr leicht. Man nimmt als Ersatz einfach Bienenwachstücher. Die Tücher könnt ihr hier erwerben. (Sollte der Link nicht gehen, dann seid ihr wohl zu spät dran - probiert es dann am besten in einigen Tagen noch einmal. Vielleicht gibt es neue) Ihr könnt aber auch kinderleicht solche Tücher selbst herstellen. Alles was ihr dafür benötigt, sind Baumwollreste, Bienenwachs und ein bisschen hochwertiges Pflanzenöl. Ich habe es für euch versucht und war mit den ersten Ergebnissen so überhaupt nicht zufrieden. Erst habe ich überhaupt kein Öl verwendet, sondern die Baumwolltücher nur mit Wachs eingelassen. Die Tücher waren mir dadurch zu steif und unhandlich. Sie ließen sich auch kaum auf kalten Gefäßen aufbringen. Dann habe ich mit einer Mischung aus Öl und Wachs experimentiert. Und zwar so lange, bis ich zufrieden war. Auch die Auftragetechnik habe ich verfeinert. Oft wird in Anleitungen im Internet angegeben, dass man das Wachs rapseln und auf die Tücher draufstreuen soll. Das war  mir zu ungleichmäßig, auch wenn man hinterher nochmal drüber bügelt. Inzwischen bin ich mit meinen Experimenten durch und verkaufe die Tücher, wenn ich gerade welche fertig habe, auch in meinem Shop. Bienenwachs immer im Wasserbad oder im Simmertopf schmelzen, um ein plötzliches Brennen des Wachses zu verhindern. Mein Rezept für Bienenwachstücher   Ihr braucht: Baumwollreste 90g Bienenwachs 10g Kokosöl   Ich habe Kokosöl gewählt, weil es in kaltem Zustand ja auch fest wird. Meine Experimente sind bei dieser Mischung für meinen persönlichen Geschmack am besten gelungen. Ob es sich bei der Verwendung mit anderen Ölen anders verhält, kann ich nicht sagen. Natürlich bin ich absolut offen, für eure Anregungen. Ich rasple das Wachs nicht, sondern schmelze es direkt im Wasserbad. Bitte immer NUR im Wasserbad schmelzen, niemals in einem Topf direkt auf eine heiße Herdplatte stellen! Wachs brennt sehr schnell und bitte, falls es doch einmal passiert: NIEMALS Wasser draufkippen zum löschen. Sonst kommt es zur Explosion. Immer die Herdplatte ausschalten und oder den Topf mit dem brennenden Wachs von der Platte ziehen. Dann das Feuer ersticken, indem ein Deckel oder ein anderes Gefäß über das brennende Wachs gestülpt wird.   Ihr schmelzt also das Wachs in einem Wasserbad, oder so wie ich in einem Simmertopf. Bitte beachtet, dass das Geschirr, welches ihr verwendet, danach nicht mehr gut zu reinigen ist. Nutzt also Geschirr, dass ihr nur für Wachs verwendet, oder nehmt eine alte Konservendose. Während das Wachs schmilzt, legt ihr Backpapier auf ein Backblech und breitet darüber eure Baumwolltücher. Wieviele es für die Menge Wachs und Öl sein dürfen, müsst ihr selbst ausprobieren. Ich habe bei meinem letzten Versuch sechs Tücher in verschiedenen Größen aufeinander gelegt. Letztlich ist das Ergebnis reparierbar. Sind die Tücher zu dick getränkt, legt einfach nochmal alles in den Herd und tut zwei Tücher mehr unter den Stapel. Sind die Tücher nicht ausreichend getränkt, kann man sie nachtränken. Heizt den Backofen auf etwa 70 Grad und schiebt das Blech mit den Tüchern kurz rein. Nicht länger als ein paar Minuten! Die Tücher sollen schön warm sein, wenn das Wachs drauf kommt.   Wenn das Wachs geschmolzen ist, rührt das Öl hinein. Und dann kippt ihr vorsichtig das flüssige Öl-Wachs-Gemisch auf den warmen Tücherstapel. Wenn ihr wollt, könnt ihr es ein wenig mit einem Pinsel verteilen. Weil die Tücher warm sind, geht das eigentlich ganz gut. Super gleichmäßig muss es jetzt aber noch nicht werden. Denn die so getränkten Tücher kommen noch einmal für etwa einige Minuten in den warmen Backofen. Behaltet das Ganze gut im Auge. Die Baumwolltücher nehmen auf diese Art das warme Wachsgemisch gut auf. So schön kann man die Wachstücher über jedes Gefäß legen Sobald ihr das  Blech aus dem Backofen holt, müsst ihr die Tücher sofort trennen. Sie sind jetzt warm und geschmeidig und würden beim Abkühlen einfach zusammenkleben. Ich habe für die Tücher einen alten Strick auf der Terrasse aufgespannt, wo ich sie hinhängen konnte. Ihr müsst da selbst kreativ sein, denn klar ist: Wo ihr die Tücher hinhängt, da wird es klebrig von Wachs und Öl. Die Tücher sind dann auch ratzfatz ausgekühlt und dann könnt ihr sie auch schon verwenden. Mit warmen Händen schön fest an den Schüsselrand drücken. Oder auch Lebensmittel direkt darin einwickeln. Nach Gebrauch wischt ihr sie mit einem feuchten Tuch leicht ab. Wenn nach längerem Gebrauch kleine Stellen des Tuches an Wachs verlieren, bröselt einfach kleine Mengen Wachs drauf und bügelt sie ein. Dabei das Tuch zwischen Backpapier legen.   Super Sache, nicht wahr? Wenn ihr es gleich versuchen wollt:  Reines Bienenwachs von meinen eigenen Bienen gibt es in Einheiten von 25g oder 100g. Viel Spaß beim Umweltschutz. Ihr werdet staunen, wie viel Plastik ihr mit diesen Tüchern sparen könnt. Seid kreativ! Bienenwachs ist für viele schöne und nützliche Dinge zu gebrauchen. Immer wieder bekomme ich die Bitte, eine Art Rezeptseite zu erstellen. Das Internet ist aber voll von tollen Ideen, für deren Umsetzung Bienenwachs benötigt wird. Ich erstelle deshalb hier jetzt eine Linkliste mit meinen Lieblingsrezepten! Total inspirierend: Rezepte für Schuhcreme, Holzpflege, heilsamen Bienenwachswickeln, Lippenbalsam, Erkältungsbalsam und Duftkerzen findet ihr hier:https://www.smarticular.net/bienenwachs-rezepte-verwendung-verarbeitung-haushalt-kosmetik/   Emmabee hat ein super Rezept für ein duftendes Balsam auf ihrer Homepage:https://emmabee.de/2018/06/17/diy-das-perfekte-skin-food-bienenwachsbalsam-selbst-herstellen/   Auch dieses Balsam von Studio Karamelo mach ich sehr gerne:https://studio-karamelo.com/2018/02/14/olivenoel-bienenwachs-kokos-creme-fuer-haende-koerper-lippen/   Auf kostbarenatur.net gibt es eine ganze Liste mit Salben für verschiedene Einsätze:https://www.kostbarenatur.net/rezepte/heilsalben-mit-wildkraeutern-und-heilkraeutern-einfach-herstellen-salbenkueche/   Lippenpflege ist so einfach herzustellen. Hier wird nochmal ein Rezept mit Vanille gezeigt: https://www.myotherstories.de/lippenpflege-mit-kokosoel-bienenwachs-und-vanille/   Ganz toll finde ich diese Lotion-Bars aus der Hexenküchehttps://www.diehexenkueche.de/lotion-bars-feste-handcreme/      

  • Samenbomben - NEIN DANKE!

    Samenbomben oder auch Seedbombs sind Kugeln aus Lehm oder Erde, in die eine Samenmischung eingeknetet wird. Diese Kugeln kann man selbst bauen oder auch fertig kaufen und dann verteilen. Es wird immer wieder so dargestellt, dass die Leute, die diese Kugeln auf fremde Grundstücke werfen - und dazu gehören auch städtische, Helden der Natur seien. Die Verteilung wird als Guerilla Gardening gesehen und hat bei vielen Menschen ein sehr postives Image. Leider zu Unrecht! Bitte bringt keine Samen auf anderer Leute Grundstücke aus, auch nicht auf städtischen oder gemeindlichen! Ihr habt einfach nicht das Recht dazu. Ich will euch das aber gerne erläutern. Wir haben am Haus entlang einen Streifen Kies. Dieser Streifen hat einen Zweck. Da läuft das Wasser ab, das von den höher liegenden Grundstücken herunterkommt und ansonsten zu unserer Haustür reinläuft. Durch den Kies läuft das Wasser ab, in bewurzeltem Boden bleibt es stehten und ja: Es läuft uns zur Haustür rein. Leider haben irgendwelche Idioten diesen Kiesstsreifen unschön gefunden und da Samenbomben  hingeworfen. Meine Hunde haben diese Kugeln gottlob angeschleppt, bevor Schaden entstehen konnte. Nur aus Neugier hab ich die in einen Blumentopf gelegt und musste feststellen: Das was da wächst, hat mit der heimischen Flora nicht im Geringsten was zu tun. Das waren lauter Blütenpflanzen aus aller Herren Länder, teilweise invasiv. So, jetzt kann man noch sagen, im Garten richten die ja keinen Schaden an, weil ich das als "Unkraut" erkennen und ausreißen werde. Ja, das ist richtig. ABER: kein Mensch hat das Recht auf unserem Grund und Boden irgendwelche Saatbomben zu werfen. Und was viel wichtiger ist: In der freien Natur verdrängen solche schnellwüchsigen Pflanzen unter Umständen die wenigen heimischen Pflanzen und tragen dabei zum Artensterben bei. Oder aber sie sind invasiv und verbreiten sich so schnell, dass die heimischen Pflanzenwelt direkt unterdrückt wird, was auf das Gleiche rauskommt. Bitte lasst es einfach bleiben! Es ist nervtötend. Und auch wenn euch diese Grundstücke zurecht nicht gefallen, weil es sich dabei um Schottergärten handelt: Es steht niemandem zu, eigenhändig solcherlei Undinge zu ändern. Es sei denn natürlich, ihr seid Gott und macht sonst alles richtig, kauft nur Bio, verzichtet auf Fleisch und andere tierische Produkte und heizt im Winter nicht ein, der Umwelt zuliebe. Ihr wisst, worauf ich hinaus will. Nicht nur der Grundstücksbesitzer wegen, die zurecht erwarte können, dass ihre Grundstücke dahingehend unangetastet bleiben, ist zudem auch ökologisch gesehen das willkürliche Verteilen von Saaten in Gärten und im urbanen Raum prinzipiell aus den genannten Gründen fragwürdig. Es ist wieder der Wille zu mehr Artenschutz, zu Artenrettung, der diese seltamen Blüten treibt. Und auch die Industrie springt auf den seltsamen Ökozug mit auf und bietet an, was der willige Naturschützer kaufen möchte: Samenbomben sind mit allen möglichen Saatmischungen in mannigfaltigen Shops zu kaufen. Fast allen gemeinsam ist, dass sie sinnlos für den Arten- und Naturschutz sind. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber was ich bislang auch nach langer Rechcherche finden konnte, ist schlichtweg sinnlos, wenn nicht schädlich.  Auch die zahlreich im Internet kursierenden Anleitungen zum Selbermachen der Seedbombs sind keinen Deut besser. Die vorgeschlagenen Samenmischungen stellen mir die Haare im Nacken auf bei der Vorstellung, was da alles in die freie Natur ausgebracht werden soll. Mit solchen Samenbomben, oder auch offen ausgebrachten Samen erweist man der Natur einen Bärendienst, da die negativen Folgen für die Flora unermesslich sein können. Zu den schnell erkennbaren Schäden durch Überwucherung und unkontrollierte Ausbreitung, kommt nämlich noch ein weiteres Problem dazu, das man oft nicht sofort erkennt. Man nennt es bei Tieren wohl intraspezifische Homogenisierung, was nicht mehr ist, als eine Faunenverfälschung durch fremde Genetik. Ob dieser Begriff auch auf Pflanzen tutrifft weiß ich nicht. Der Effekt ist aber da und er funktioniert durch das Ausbringen von Saatgut der gleichen Pflanzenart, jedoch mit einem anderen Gen-Dialekt. Diese Dialekte vermischen sich nun und wenn der andere Dialekt stärker ist, dann wird er sich durchsetzen. Wir Menschen sehen immer noch die Pflanze, meinetwegen einen Löwenzahn. Er sieht aus wie Löwenzahn, riecht wie Löwenzahn - ist aber nicht mehr DER Löwenzahn, den die Fauna in genau dieser Gegend benötigt. Insofern ist es ein unnutzbarer, sinnloser Löwenzahn geworden. Der Löwenzahn unserer Gegend, der Originallöwenzahn ist tot. Dieser Tod geschieht unsichtbar und schleichend. Aber er ist entgültig, wie jeder Tod. Wir kennen diesen Vorgang insbesondere durch unsere Honigbiene. Die Urbiene in Deutschland war die Dunkle Biene, die Apis mellifera. Sie ist nicht einfach so verschwunden. Sie wurde, um es mal sehr schlicht zu sagen, verwässert. Durch die Einführung und Zucht anderer Bienenrassen - die eben auch einfach Bienen sind, so wie Löwenzahn immer Löwenzahn ist, wurde die Apis mellifera so lange vermischt, bis sie zwarf weiterhin eine staatenbildende Honigbiene war, aber eben nicht mehr die Europäische Dunkle Biene sondern eine Mischbiene.   Betrachtet man also die möglichen, erheblichen und teils unabänderlichen Schäden durch das Ausbringen solchen Saatgutes, klingt es vernünftig, dass der Einsatz von regionalem Saatgut im Freiland für die Zukunft von Gesetz wegen verplichtend sein soll. Dies ist zum 1. März 2020  bundesweit verbindlich. Das Ziel dieser Vorgabe ist unser wichtigstes Ziel. Es ist das Ziel, das auch die selbst ernannten Guerillas anstreben, es aber um Längen verfehlen, nämlich der Schutz der Flora und Fauna. Lange Rede, kurzer Sinn: Bitte bringt kein Saatgut auf anderer Leute Grundstücke aus. Die Besitzer dieser Grundstücke werden es euch danken. Und erst die Recht die Flora und Fauna!   Wenn ihr der Natur helfen wollt, dann fragt die Grundstücksbesitzer, ob ihr dort HEIMISCHE Pflanzen ausbringen oder pflanzen dürft. Und nutzt eure eigenen Gärten, Balkone und Terrassen für sinnvolle Anpflanzungen!

  • Patenschaften für Blühwiesen und Bienenvölker

    Das Bemühen um den Artenschutz treibt derzeit seltsame Blüten. Natürlich ist es wichtig, dass JEDER von uns etwas für den Artenschutz tut. Die Möglicheiten sind ja zahlreich. Das fängt bei der Bepflanzung des Gartens und des Balkons an. Es endet da, wor wir als Verbraucher unsere Macht ausüben. Deshalb: kauft Bio, kauft regional oder pflanzt so viel wie möglich selbst an. Der Schutz der Natur und der Arten führt leider auch dazu, dass findige Menschen eine Geschäftsidee für sich entdecken. Jedes Jahr werden mehr davon angeboten. Die Nutzlosigkeit bleibt außen vor. Worum geht es? Honigbienen sind nicht vom Aussterben bedroht. Wer die Patenschaft für ein Bienenvolk übernimmt, tut deshalb nichts für den Artenschutz. Patenschaften für Blühwiesen Findige Menschen verpachten Blütenwiesen - teilweise zu Preisen von einem Euro pro Quadratmeter. Dazu schrieb mir gestern ein Landwirt auf Anfrage (Kopiert, Rechtschreibung wird übernommen): "Klar krieg ich für die Fläche auch Geld von Staat und das Saatgut kost mich auch nichts. Aber wenn ich für jeden qm noch ein Euro dazukrieg ist doch super! Ist ja nicht schlecht für die Natur. Die leute wollen doch was tun die wollen doch jetzt aufeinmal Insekten schützen" Das heißt im Klartext: Jemand kassiert für eine Blumenwiese, die sowieso eine Blumenwiese wäre - was zudem staatlich gefördert wird, zusätzlich einen Euro pro Quadratmeter Fläche - also 10000 Euro pro Hektar für einen relativ geringen Arbeitsaufwand. Und das, weil Leute ihr Gewissen beruhigen wollen. Daran ist zunächst nichts Verwerfliches, denn es ist ja nicht verboten.  Und unter dem Strich hat das Ganze zwei Vorteile: 1. Der Landwirt verdient Geld 2. Der Pächter, der einen Teil des Ackers pachtet, beruhigt sein grünes Gewissen. Das war es dann auch schon mit den Vorteilen, denn mehr gibt es nicht. Man muss sich als Pächter oder Interessent darüber im Klaren sein, dass diese, mit einer Samenmischung bepflanzten Äcker, für den Artenschutz nichts bringen. Die Gründe sind sehr schnell dargestellt. 1. Wir wissen schon von den Zwischenfruchtanbauten und den Blühstreifen, dass die verwendeten Samenmischungen mit heimischen Wildblumen überhaupt nichts zu tun haben. Der Inhalt besteht oft aus Mauretanischer Malve, Sonnenblumen, Buchweizen, Borretsch usw. Diese Pflanzen stillen in keinster Weise die Bedürfnisse unserer heimischen Insekten. Die Artenvielfalt wird nicht gefördert oder unterstützt durch Blühflächen, die hauptsächlich aus Exoten bestehen. Die Ernährung und Ansiedelung heimischer Insekten kann mit solchen Blüh-Äckern nicht gelingen. Falls überhaupt werden nur selten mal einige Insekten eine Futterpflanze finden. Anders als die Honigbiene sind die meisten Insekten eben keine Generalisten. Sie sind auf spezielle Futterpflanzen angewiesen, die man aber auf solchen Feldern nicht finden wird. Insofern wird zwar die Honigbiene und andere Genralisten fündig, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Die sind aber nicht vom Aussterben bedroht und eine Kinderstube finden sie dort auch nicht. Denn: 2. Äcker sind kein Lebensraum! Diese Blühflächen werden in der Regel im Herbst, spätestens aber im Frühjahr darauf, umgebrochen, also umgeackert. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man hier von einem Schutz für die heimischen Natur sprechen kann. Alles was sich zur Umbruchszeit auf diesen Äckern befindet, was also im Laufe des Sommers dort unter Umständen Schutz gefunden hat, wird mit dem Umackern getötet! Schmetterlingsraupen, die sich tatsächlich dort ansiedeln, werden im nächsten Jahr nicht als bunte Schmetterlinge durch über die Wiesen flattern und eine ganze Generation an Käfern, bodenlebenden Bienen, aber auch Blindschleichen, kleine Echsen, Kröten usw. wird vernichtet. Artenschutz kann keine Vernichtung beinhalten. Vernichtung ist aber die Konsequenz solcher Greenwashing-Aktionen. Wer Artenvielfalt will, kann das nicht mit blühenden Äckern erreichen. Die Parzellen auf diesen Äckern können noch so viel Geld kosten: Für den Artenschutz sind sie wertlos. Unsere heimischen Arten benötigen dringend heimische Wildpflanzen. Sie brauchen Lebensräume, die nicht mitsamt der nächsten Generation umgeackert werden. Sie benötigen Platz je nach Art. Sie brauchen Zeit, damit die Entwicklungsstadien abgeschlossen und somit Lebenskreisläufe geschaffen werden. Blühende Äcker tragen zu alldem nichts bei! Spart euch also euer Geld und setzt es dafür ein, dass diese Grundlagen geschaffen werden! Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Natürich gibt es auch Blühflächen, die auf Dauer angelegt sind. Erst kürzlich habe ich in einem Fernsehbericht gesehen, dass Naturschützer große Flächen gekauft habe und sie zu Magerwiesen umgewandelt haben - ein Prozess, der Jahre in Anspruch nimmt. Magerwiesen aber sind Flächen, auf denen eine ungeheure Artenvielfalt vorzufinden sind, die unsere heimischen Insekten so dringend benötigen, um Wohnraum und Nahrung zu finden. Patenschaften für Bienenvölker Genauso schlimm aus meiner Sicht verhält es sich mit Bienenpatenschaften. Ein mir seit langem Bekannter Imker hat für seine 16 Völker Patenschaften angeboten. Das ist ganz einfach: Ihr gebt ihm 50 Euro und dann bekommt ihr ein Zertifikat, wo draufsteht, dass ihr Bienenpate seid. Ihr bekommt auch noch drei Gläser Honig! Wenn euch der Honig zugesendet werden muss, dann müsst ihr für den Versand nochmal zehn Euro zusätzlich bezahlen. Zu meinem Erstaunen tun das viele Leute tatsächlich: Sie kaufen für ein Jahr eine Bienenpatenschaft Das freut diesen Imker sehr, denn er hat auf diese Weise für das Ausdrucken eines Zettels (Zertifikat) 32 Euro verdient (50 Euro minus 18 Euro die er für die drei Gläser Honig im Verkauf verlangt hätte). Bei 16 Völkern sind das schnell mal ohne sonderliches Zutun über 500 Euro einfach mal so obendrauf.   Das ist alles schön und gut, denn jeder kann ja fremden Menschen Geld für die unsinnigsten Aktionen, Waren oder Dienstleistungen geben. Dennoch sollte der geneigte Bienenretter aber doch darüber nachdenken. Denn retten tut er damit überhaupt nichts. 1. Die Honigbiene ist NICHT IN GEFAHR. (Darüber schreibe ich euch in den nächsten Tagen einen Text zum besseren Verständnis). Fakt ist: Nein, sie hat den Schutz der Bevölkerung in keinster Weise nötig. Lasst euch nicht über den Tisch ziehen! Auch wenn es heute weniger Bienenvölker gibt, als noch vor dreißig Jahren: Solange es Imker gibt, wird es Honigbienen geben. Wir haben ein viel geringeres Nahrungsangebot als noch vor dreißig Jahren. Es ist nicht problematisch, dass es weniger Honigbienen gibt. Es gibt jedenfalls genug davon. Es gibt so viele Bienenvölker, dass man tatsächlich nicht mal in seinen wildesten Albträumen davor Angst haben muss, dass die Honigbiene in Deutschland ausstirbt. Wer das behauptet, erzählt Märchen oder will euch das Geld für Unsinniges aus der Tasche ziehen: für eine Bienenpatschenaft. Die Honigbiene wird von Imkern gehegt und gepflegt. Es gibt sie reichlich. Inbesondere deshalb, weil immer mehr sich ein Bienenvolk anschaffen, um "etwas für die Natur zu tun". Genau das passiert aber nicht, wenn man sich ein Bienevolk in den Garten stellt. Und auch nicht, wenn man die Patenschaft für ein Bienenvolk übernimmt. 2. Gehen wir davon aus, dass die Honigbienen dringend geschützt werden müsste (was nicht so ist!) und ihr übernehmt eine Patenschaft für eines der Völker eines Imkers: Dann gibt es nicht eine enizige Biene mehr. Der Imker hat nur mehr Geld mit einem seiner Völker verdient. Ihr tut sehr viel Gutes, wenn Ihr Euren Honig bei einem Imker in der Nachbarschaft kauft, oder etwa auf dem Wochenmarkt, wo es sicher auch immer einen oder mehrere regionale Imker geben wird. Damit sichert ihr dem Imker sein Überleben und somit auch seinen Bienen.Wer dagegen DRINGEND unseren Schutz und unsere Hilfe braucht, das sind einzig und allein die WILDBIENEN! Für die bekommt ihr aber keine Patenschaft. Wenn ihr also Geld für Artenschutz ausgeben wollt, dann sucht euch eine wirklich sinnvolle Aktion zum Schutze der Wildbienen! Informiert euch gut, überlegt gut, lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Umweltschutz, Naturschutz, Artenschutz - das sind unfassbar wichtige Themen. Und jeder sollte etwas tun, jeder KANN etwas tun. Aber setzt euch und euer Geld mit Bedacht und zielgerichtet für den Schutz der Arten und der Umwelt ein! Sonst ist rausgeworfenes Geld - für euch und für den Artenschutz!

  • Traumjob Micro-Influencer?

    Bei einem Kooperationsangebot schaut besser zweimal hin und rechnet nach, für wen die Rechnung am Ende aufgeht. Auf Instagram bin ich ein ganz kleines Licht. Trotzdem bekomme ich seit einiger Zeit Angebote. Mehr noch als auf meinem gewerblichen Profil, kommen diese Anfragen auf mein privates Profil. Firmen bieten mir Kooperationspartnerschaften an. Sie wollen mich als Micro-Influencer. Fast jede Woche erhalte ich eine in jugendlichem Sprech superpersönlich verfasste Nachricht mit dem verlockenden Angebot, Kooperationspartner zu werden, weil ich dafür ja schließlich mehr als nur geeignet erscheine. "Hi Du Liebe", stand in der letzten derartigen Nachricht. "Dein Profil ist so cool und wir finden es geil, was du postest. Deine Texte sind der Knaller! Wir alle hypen sie voll und jeder mag sie. Wir finden zudem, du repräsentierst perfekt unsere Marke. Deshalb wollen wir dich mit einem großzügigen Angebot zu uns ins Boot holen. Wenn du mit einsteigst, bekommst du von uns die Möglichkeit, mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Hey, werde Teil unseres Teams!"  In letzter Zeit habe ich bei jungen Leuten schon mitgekriegt, dass es offensichtlich sehr erstrebenswert ist, Influencer zu werden. Das scheint noch besser zu sein, als Sänger oder Schauspieler. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass jeder dafür in Frage kommt, der aktiv in den sozialen Medien ist. Es scheint sozusagen sehr einfach zu sein. Ich selbst habe mich nie um eine derartige Partnerschaft bemüht. Ich weiß aber, dass es Plattformen im Internet gibt, auf denen man sich als Influencer aktiv eintragen kann, um die Produkte einer Firma zu bewerben. Auch auf Verkaufsplattformen habe ich bereits Anzeigen gesehen, durch die von Firmen Micro-Influencer für ihre Produkte gesucht werden. Das kann vermutlich sogar eine interessante Erfahrung werden, wenn man sich darauf einlässt. Es ist jedoch Vorsicht geboten. Schaut euch die Angebote ganz genau an!  Ich halte diejenigen Angebote, die ich bisher bekommen habe, grundsätzlich für unseriös.   Alle sahen nämlich so aus: Ich muss Ware von der Firma kaufen, die ich nicht brauche und die ich deshalb natürlich im Normalfall nicht kaufen würde. Auf das ausgewählte Produkt erhalte ich einen Rabatt. Für diesen Rabatt verpflichte ich mich, das Produkt zu fotografieren und Werbung dafür zu machen. So weit, so gut. Ich kaufe also etwas, das 100 Euro kosten würde. Weil ich 15% Rabatt bekomme, kostet es mich "nur" noch 85 Euro. Und obwohl ich jetzt 85 Euro für etwas ausgegeben habe, das ich eigentlich nicht haben wollte und das ich im Normalfall auch nicht kaufen würde, soll ich jetzt auch noch Werbung machen und das Produkt posten? Dass diese Rechnung für mich schlecht ist, ist auf den ersten Blick eigentlich sofort erkennbar und trotzdem lassen sich Menschen darauf ein. Der Grund ist: Es werden tolle Verdienstmöglichkeiten angeboten. Davon lässt sich der oder die eine oder andere gerne überzeugen.Eine Freundin hat im Übereifer zugeschlagen!   So auch eine Freundin (nennen wir sie Brigitte), die gleich mehrere Angebote in einem Monat bekommen hat. Brigitte fand das so nett, die Anschreiben waren so persönlich und freundlich und überhaupt ist das ja mal ein wenig Abwechslung vom tristen Alltag. In all den Angeboten stand dann ja auch noch, dass sie dann Mitglied im großen Team oder gar in der Familie sei. Wer kann da schon nein sagen? Sie nicht! Sie nahm alle fünf Angebote an. Die Angebote sahen folgendermaßen aus:   Brigitte kauft eine Uhr, auf deren Preis sie 20% Rabatt bekommt. Nach Erhalt der Ware postet sie möglichst oft diese Uhr auf ihrem Facebook-Account, mitsamt einer Verlinkung zum Uhrenshop. Wenn jemand nun den Link anklickt und etwas über diesen Link einkauft, erhält sie 5% des Bestellwertes. Für den besonderen Kaufanreiz kann sie ihren Freunden sogar noch einen Gutschein anbieten, mit dem diese ebenfalls einen Rabatt auf ihren Einkauf erhalten. Brigitte kauft also eine Uhr für 125 Euro. Abzüglich Rabatt bezahlt sie dafür noch 100 Euro. Da sie auf den Warenwert derer, die den Link nutzen, nur 5% Provision bekommt, müssen Menschen also im Wert von 2000 Euro über ihren Link einkaufen, damit sie keinen Verlust macht. Dann hat sie für all ihre Mühe aber noch nichts verdient!   Brigitte kauft außerdem von Firma Nr.2 ein Kosmetikpaket im Wert von 160 Euro - normalerweise würde das 199 Euro kosten. Sie muss für diesen großzügigen Rabatt natürlich die Produkte nutzen, sich dabei filmen und fotografieren und diese Fotos mit entsprechend animierend Texten plus einem Angebot, beim Kauf 5 Euro zu sparen, auch noch posten. Wieder gibt es einen Gutschein, dieses mal eben 5 Euro für den ersten Einkauf. Kauft jemand über diesen Link ein, bekommt sie dieses mal sogar nur 3% vom Einkaufswert. Das heißt, wenn 160 Euro wieder ausgegleichen sein sollen, müssen Menschen Kosmetika im Wert von 5333 Euro einkaufen. Angenommen es finden sich tatsächlich so viele Personen, dass ein derartiger Warenwert zusammenkommt: Verdient hat sie jetzt immer noch nichts.   Selbiges gilt für eine Kooperation mit einer Bekleidungsfirma, für Haustierprodukte und für Lederwaren. Insgesamt hat meine Freundin in besagtem Monat (es war der März) Waren im Wert von 625 Euro gekauft. Obwohl sie in den darauf folgenden Tagen und Wochen viele Beiträge mit all diesen Waren online gestellt hat, bekam sie am Ende gerade mal knapp 60 Euro auf ihr Konto gebucht. Da lacht doch das Herz dieser Firmen, die ihre Bekanntheit mehr als billig steigern konnten. Aus meiner Sicht ein sehr unfairer Umgang mit einem Partner! Brigitte hat trotz großartigem Engagement am Ende 566,27 Euro drauf gezahlt.     Mit Freude bei der Sache sein kann man, wenn man ein faires Kooperationsangebot erhält. Alle Beteiligten können sich entspannt zurücklegen. Jeder hat was davon! (Bild: Edith Schreiber) Ich will an dieser Stelle keinesfalls prinzipiell davon abraten, sich für Micro-Influencing zu interessieren. Erst kürzlich habe ich ein sehr faires Angebot bekommen. Es ging um Design-Nägel. Ich hätte eine komplette Maniküre inklusive Design-Nägel bekommen und das ohne dafür bezahlen zu müssen. Im Gegenzug hätte ich 15 Fotos von meinen Händen mit diesen tollen Nägeln posten müssen, jeweils mit einem ansprechenden Text. Für jedes weitere Foto mit Text hätte ich 5 Euro erhalten. Mehr als 5 weitere Fotos wären nicht bezahlt worden. Aber ich hätte schöne Nägel, 25 Euro und die Option auf eine weitere Zusammenarbeit. Bei so einem Angebot können sich beide Kooperationspartner entspannt zurücklegen. Das Angebot habe ich dennoch abgelehnt. Leider kommen künstliche Nägel für mich nicht in Frage. Das ist nicht meins, das bin nicht ich. Und so viel wie ich im Dreck buddle, hätten sie womöglich gar keine 20 Fotos lang gehalten. Wenn du also ein Angebot bekommst, Kooperationspartner zu werden, dann lies dir das Angebot gründlich durch und rechne nach. Sonst zahlst du am Ende die Werbung für die Firma.

  • Vorsicht Liebesbetrug!

    Ein schneller Junge, wer würde ihm nicht im realen Leben einfach eine Ohrfeige geben? Nett dich hier zu treffen. Woher kommst du, ich komme aus Amerika. Nochmal nett dich hier zu treffen. Bist du verheiratet und hast du Kinder? Bist du frisch verliebt? Vielleicht in jemanden, den du nur aus dem Internet kennst? Dann wünsche ich dir von Herzen alles Glück dieser Erde. Vor allem aber wünsche ich dir, dass du nicht einem Betrüger oder einer Betrügerin auf den Leim gehst. Virtuelle Bekanntschaften bergen ein hohes Risiko. Deshalb schau bitte lieber noch einmal genauer hin!   Vorgeschichte   Wer auf Socialmedia-Plattformen unterwegs ist, der wird fast zwangsweise irgendwann Bekanntschaft mit einem Liebes-Betrüger machen. Auch auf Dating-Plattformen sind diese Betrüger mit Fake-Profilen aktiv. Im Frühjahr hat mir eine Bekannte ihr Leid geklagt. Sie hatte einem Mann, den sie im Internet kennengelernt hat und mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft erträumte, 6200 Euro gegeben. Das war alles, was sie sich angespart hatte. Ich habe dann auf Instagram auf meinem privaten Konto von dieser Geschichte erzählt und davor gewarnt. Vor einigen Wochen habe ich für einen Text ziemlich viel über das Thema recherchiert und bin auf erschreckend viele Opfer aus allen Gesellschaftsschichten gestoßen. Für eine Freundin habe ich einen Account auf Insta eingerichtet (Betrüger2020), auf dem sie unregelmäßig Scammer und ihre Maschen vorstellt. Gestern nun wurde sie dort von einer fremden Frau angeschrieben und um Rat gefragt. Ob es sein könne, dass sie einem so  genannente Scammer auf den Leim gegangen sei. Und dann erzählte sie ihre Geschichte. Am Ende konnte meine Freundin (Frau Müller) ihr nur raten, zur Polizei zu gehen. Die Chance, dass sie ihr Geld zurück erhält, liegt allerdings bei null. Sie hatte zweimal 2000 Euro über Western Union bezahlt und dann noch einmal 5000 Euro. Der Mann, in den sie so sehr verliebt ist, ist seitdem wie vom Erdboden verschluckt. Er ist weder telefonisch, noch per Mail oder WhatsApp noch erreichbar. Eine Geschichte, wie sie tagtäglich passiert. Da ist nicht nur Herzschmerz angesagt, sondern auch die Existenz ist unter Umständen bedroht. Der Vertrauensbruch wiegt schwer. Und obwohl es viele Infos im Internet gibt, passiert es immer wieder. Deshalb greife ich das Thema hier noch einmal auf und ich wünsche mir von dir: Teile das! Immer wieder und auf allen Kanälen! Bitte mach es dir zur Gewohnheit immer wieder zu warnen. Es muss in allen Köpfen ankommen. Immer wieder neu, für immer wieder neue Gefährdete! Wir müssen uns da gegenseitig schützen. Und wir, die wir davon wissen, müssen die Unwissenden immer wieder warnen. Davon bin ich fest überzeugt.   Solltest du einem Scammer im Internet "begegnen", dann ist noch etwas ganz wichtig: Melde das Profil als Spam oder auf Instagram als Scam / Betrug! Das ist ganz wichtig. Wenn du ihn einfach nur blockierst, wird er fröhlich andere Menschen belästigen. Nur wenn er oft genug gemeldet wurde, wird er von Insta oder Facebook entfernt. Natürlich wird er sich ein neues Profil anlegen und weitermachen. Aber diese zwei Punkte machen es dem Scammer richtig schwer: als Scam melden und alle möglichen Opfer warnen und auffordern, es einem gleich zu tun. Je mehr wir sind, desto besser! Wie erkennt man Romancescammer?   Bevor du allerdings ein Profil meldest, solltest du dir ganz sicher sein, dass es sich auch wirklich um einen Scammer handelt. Bitte melde niemanden aus einer Laune heraus, oder weil er dir unsympatisch ist. Allerdings: hat man erst die ersten Erfahrungen gemacht, kann man Fakeprofile schon beinahe riechen. Ich habe mich schon lange und seit Wochen wegen besagten Auftrages sogar sehr intensiv mit Scammern beschäftigt, indem ich ihnen Interesse vorgegaukelt und  mit einigen von ihnen kommuniziert habe. Alles was ich schreibe trifft also in erster Linie auf männliche Scammer zu. Mit weiblichen Scammern habe ich keinerlei Erfahrung. Ich würde aber gerne meine Warnung entsprechend erweitern und die Erfahrungsberichte von betroffenen Herren mit in meinen Text einbinden. Wenden wir uns aber dem Erkennen von männlichen Scammern zu. Es gibt einfach ein paar Dinge, auf die du achten kannst.   1. Das Anschreiben Egal ob auf Facebook oder Instagram: Die meisten Menschen, die einem eine Freundschaftsanfrage schicken oder einem auf Instagram folgen, erklären sich nicht. Wo auf Instagram das Folgen zur normalen Vorgehensweise gehört, finde ich das bei Facebook durchaus traurig, denn wenn jemand mit mir "befreundet" sein will, wüsste ich schon ganz gerne, was ihn dazu bewegt. Aber das ist ein anderes Thema. Romancesammer benötigen ja den Kontakt, um Vertrauen aufzubauen. Sie werden also ein Gespräch initiieren. Niemand, wirklich niemand der keine schlechten Absichten hat, hat mich bis heute auf Insta angeschrieben, außer um schnell Hallo zu sagen, oder eine Ware anzubieten. Wer also Kontakt aufnimmt, ohne diese Gründe, sollte schon auf die Alarmglocken schrillen lassen. Natürlich sagen sie erstmal Hallo und dann werden sie keinesfalls sagen: Die Fotos von deinen Geranien waren so toll, da habe ich mir gedacht, weil ich auch Geranien gut finde, schreibe ich dir mal. Sie werden sagen: Du siehst auf den Fotos so toll aus und so sympatisch, dass ich mich entschieden habe, dir zu schreiben. Oder sie schreiben, dass sie sich gerne mit dir befreunden wollen. Vorausgesetzt du fragst, worum es geht. Ansonsten werden sie fragen, wie es dir geht oder eine andere Banalität, z.B. nach dem Wetter. Sie kommen dabei fast immer schnell zur Sache. Sie stellen häufig Fragen in Serie, wie ein Polizist und wollen in erster Linie wissen, ob du verheiratet oder in einer Beziehung bist. Eine Person, die sich in einer glücklichen Beziehung befindet, bringt sie nicht weiter. Sie wollen in der Regel auch wissen, was du beruflich tust, denn eine arbeitslose Person ist finanziell uninteressant. Und sie erzählen in der Regel extrem ähnliche Geschichten. So sind sie normalerweise beruflich - US Soldaten in einer hochrangigen Position, derzeit in einem Krisengebiet (Syrien, Afganistan o.ä.) in einer friedenstiftenden Mission, möglicherweise in einer geheimen Mission. oder - sie haben gute Berufe, sind Ärzte, Ingenieure, Schauspieler, Politiker usw. Gerne auch in Kombination, also z.B. Militärarzt in Syrien stationiert. - Viele arbeiten auch auf Ölplattformen oder Schiffen. Eigentlich fast immer sind sie aber weit weg von zu Hause.   Das Kind, das sie eigentlich auch immer nach ihren Angaben haben, ist in der Regel in einem Internat. Auch das nicht in der Heimat, sondern irgendwo im Ausland. England wird da gerne genannt. Sie sind manchmal geschieden, aber meistens sind sie erstens als Waise aufgewachsen und zweitens haben sie ihre Frau bei einem Unfall oder durch Krankheit verloren. Ab und zu sind sie auch einfach nur geschieden.   Es sind Außreisser dabei. Bitte sei auch dann vorsichtig, auch wenn dein neuer Gesprächspartner kein Soldat ist. Ganz wichtig: Achte auf Ungereimtheiten. Betrüger erzählen oft Geschichten und bringen dann das eine oder andere durcheinander. Wie Robert, der mir erst heute schrieb, er spreche kein Deutsch, weil er ja schon seit seiner Kindheit in Amerika lebt. Letzte Woche erzählte er mir aber, er sei in Berlin geboren und aufgewachsen und mit 28 Jahren in die Staaten gegangen, um Soldat zu werden. Auch das ist schon etwas, das einen aufhorchen lassen sollte: Wieso? Er kann ja auch in Deutschland Soldat sein. Und wieso spricht er mit 42 Jahren kaum mehr Deutsch? Achte auf solche kleinen Dinge, die sich widersprechen. Achte auf Ungereimtheiten. Frag nach. Lass dich nicht abspeisen. Wer es ehrlich mit dir meint, wird sich nicht in Widersprüche verstricken oder aber Fragen einfach ignorieren. Letzeres passiert oft, wenn die Antwort ihnen schwerfällt. Auch du solltest es nicht ignorieren, wenn da Sachen einfach nicht zusammenpassen, oder wenn die Erklärungen hahnebüchen sind. Überprüfe Geschichten auf Glaubwürdigkeit. Wenn du konkrete Fragen stellst und die Antwort dauert lange, dann ist sie oft aus dem Internet kopiert. Der Betrüger musste erst nachsehen, welche Antwort richtig ist. '(Beispiel: "Wo in Berlin hast du gelebt? Die Antwort kam exakt sechs Minuten später: "Saxony Anhalt [Sachsen-Anhalt]" und zwar genau so, mit deutscher Übersetzung und eckigen Klammern. Kein Mensch, der 28 Jahre lang in Sachsen-Anhalt gelebt hat, wird einem eine solche Antwort geben, auf die Frage, wo er gelebt hat.   2. Das Profil Fakeprofile kann man manchmal auf den ersten Blick erkennen. Oft gibt es keine Inhalte oder nur sehr wenige. Und die wenigen sind sehr oft innerhalb der letzten Tage gepostet worden. Meistens zeigen die Fotos immer nur eine Person. Manchmal posten sie auch Bildschirmschoner, irgendwelche Muster, Werbebilder von Blumensträußen, leicht als solche zu erkennende Stockfotos oder ähnlich unsinniges Zeug. Wenn man die Fotos der Männer bei google Bildersuche eingibt, findet man manchmal sehr schnell heraus, wem die geklauten Fotos wirklich gehören. Auf Instagram haben Scammer oft Klarnamen, die sie noch dazu oft falsch schreiben. Da wird aus einem Michael dann auch mal Micheal, oder Henry schreibt sich Herny. Oft nennen sie sich mit ihrem Namen und einer Zahl dahinter, z.B. Henry_Dennis367 Manchmal gibt es einen Link zu einer Homepage, der aber ins Leere führt. Männliche Scammer folgen oft extrem vielen Frauen. Und da ihre Profile oft jung sind, haben sie manchmal wenige bis gar keine Follower auf Instagram. Das ist aber durchaus nicht immer so. Es gibt auf Insta z.B. ein Scammerprofil, das anfangs ganz anders war und für mich gar nicht durchaubar. Sie nannte sich Stein_Constructions und erstmal schrieb mich niemand an, bis sich dann irgendwann jemand meldete, der sich Michael nannte. Er hat sich überhaupt nicht dafür interessiert, ob ich verheiratet bin. Stattdessen hat er mir ganz oft erzählt, dass er mit seiner Firma Stein Constructions so erfolgreich sei, dass sie Aufträge auf der ganzen Welt hätten. Er hat dann sogar irgendwann einen Link zu einer Homepage in seiner Bio gehabt. Der Link führte ins Leere. Da war ich zum ersten Mal richtig misstrauisch. So eine große Firma und die Homepage ist nicht erreichbar? Das roch nach Scam. Nachdem wir einige Wochen gechattet hatten, kam dann wie erwartet der übliche Trott. Irgendwann fingen die tollen Komplimente an. Und er sagte mir so oft, dass ich auf mich aufpassen soll, dass es schier lächerlich war. Natürlich war er dann irgendwann total in mich verliebt. Er schwor mir ewige Treue. Ich weiß nicht, wie oft er mir versicherte, dass er ohne mich nicht mehr leben könne und unbedingt nach Deutschland möchte. Wir haben dann sogar einen Termin ausgemacht und ich war sehr gespannt. Er erklärte, er habe ein Hotel in Frankfurt gebucht (Ich hatte ihm erzählt, dass ich da lebe) und er würde zum vereinbarten Termin da landen. Er müsse nur noch vorher einen Auftrag in Asien fertig machen und dann käme er und würde für immer bei mir bleiben. Er erwähnte in diesem Mail sogar, dass er sehr reich sei und dass er mir ein gutes Leben bieten könne, in dem ich ich nie mehr arbeiten muss.   Na und dann kams: Er schrieb mir, seine Scheckkarte sei beschädigt, so dass er nichts mehr zahlen kann und das Land nicht verlassen könne. Er benötige dringend für die Abwicklung des Auftrages und den Flug nach Deutschland 15000 Euro. Er habe extra ein Konto vor Ort eröffnet und ich könne das Geld dorthin transferieren, so dass wir uns bald in die Arme schließen könnten. Ich habe Michael und seine Fakeseite gemeldet und ihn auf sämtlichen Kanälen blockiert  und musste feststellen: Die Seite verschwindet nicht, sondern: Aus Michael wurde nur Tage später Dr. Micheal Roberts. Er nutzte als Profilbild ein Foto von Dr. Fernando Gomez. Etwas später war Dr. Roberts ein Reiseunternehmen. Die Seite hatte inzwischen 183 Follower. Wieder etwas später war sein Profil das eines Fitnesscenters, um dann kurze Zeit später erneut einen neuen Namen zubekommen. Heute ist dieses Fakeprofil das Profil eines angeblichen U.S. Marine Veteranen, Golfliebhaber usw., der nur 73 Leuten folgt, der aber 3838 Follower hat. Scamprofile können also richtig über sich hinauswachsen! Deshalb ist es unglaublich wichtig, diese Leute zu MELDEN und nicht nur zu blockieren. Ein Amerikaner arbeitet für eine norwegische Ölgesellschaft. Sein 8jähriger Sohn ist auf einer Privatschule in England. Sucht man die Schule im Interent stellt man fest: Da sind nur Schüler ab 15 Jahren. Das erste Kompliment ist auch schon da. 3. Die Vorgehensweise Der Scammer wird sehr intensiv versuchen, dein Vertrauen zu erschleichen. Er wird ständig aktiv sein. Er wird fragen, wie es dir geht, ob du gegessen hast und ob du dich wohlfühlst. Er wird auch sehr schnell sehr persönlich mit dir reden und dich "my dear", "pretty lady", "angel", "sweety" usw. nennen. Das ist eigentlich völlig übergriffig, kommt aber sehr gut an, wenn man einsam ist und sich nach liebevollen Worten so sehr sehnt. Das wissen die! Lass dich also bitte nicht einlullen, sondern sei gewarnt, wenn solche vertraulichen Worte schon nach kurzer Zeit, unter Umständen schon von Anfang an, fallen. Ebenso kann es passieren, dass dir völlig überraschend der Scammer nach wenigen Tagen erzählt, dass du der einzige Mensch zu sein scheinst, der ihn richtig versteht. Er wird dich mit Komplimenten bedenken und dir erzählen, dass du großartig bist. Er wird das erzählen, von dem er denkt, dass du es hören willst! Meistens wollen die Scammer nicht sehr lange auf dem jeweiligen Portal bleiben, auf dem du ihn kennengelernt hast. Sie wollen deine persönlichen Daten, um mit dir auf WhatsApp, Hangouts oder per Mail weiter zu kommunizieren. Ein Grund dafür dürfte sein, dass sie nie wissen, wann genug Leute sie gemeldet haben, so dass ihr Profil gelöscht wird. Wenn das passiert, dann ist die ganze Angraberei umsonst gewesen. Die Geschichten sind auch hier wirklich hahnebüchen. Einer hat mir mal gesagt, er wolle lieber über Hangouts chatten, weil er auf Instagram ständig von fremden Frauen belästigt wird, die allesamt Scammer seien. Andere sagen, dass ihr Kommandant herausgefunden hat, dass er im Internet chattet und wegen der geheimen Geheimmission jetzt das Profil sperren wird. Manche erklären sich gar nicht und das vor allen Dingen dann, wenn sie auch ohne Erklärung an die nötigen Daten kommen.   Der Chat kann über Tage oder Wochen gehen und sogar Anrufe beinahlten. Er wird intensiver, es folgen Liebesschwüre, Sehnsuchtsbekundungen und das Ausmalen einer gemeinsamen Zukunft. Bei so viel Vertrautheit kommt es vielleicht zum Austausch von Fotos, die etwas Freizügiger und sehr privat sind. Und dann passiert es: Der vermeintliche Liebste gerät in eine unmögliche Situation, aus der er nur herauskommt, wenn du ihm Geld schickst. Er wird dir ein Märchen erzählen und er wird es so tun, dass du vor Mitleid oder Sorge in Tränen ausbrichst und natürlich sofort dein Konto plünderst. Und sobald er das Geld hat, wird er wieder nach Geld fragen. Ab dem Moment, ab dem du sagst, dass du kein Geld mehr hast, oder ihm kein Geld mehr geben willst, wird er sich in Luft auflösen. Wenn Fotos ausgestauscht wurden, werden dies evtl zu Erpressungsversuchen genutzt.   DESHALB: Überweise niemals Geld an Menschen, die du nicht persönlich kennst. Kein Soldatenkonto wird eingefroren und niemand, der finanziell unabhängig ist, wird jemals in einer derart verbissene Situation kommen. Das geht einfach nicht!  Wenn du erpresst wirst, gehe zur Polizei. Du musst dich nicht schämen. Du bist nicht der Betrüger. Du bist das Opfer! Auch wenn kein Geld geflossen ist und keine Erpressung stattfand, solltest du spätestens an dieser Stelle zur Polizei gehen. Auch wenn am Ende vielleicht nicht viel dabei herauskommt, sollten doch solche Fälle meiner Meinung nach gemeldet werden.   Zusammenfassend kann man sagen: Sei einfach kritisch. Kein Vier-Sterne-General, kein unglaublich gut gebuchter Ingenieur oder auch durchtrainierter Geschäftsmann mit Jaguar und Rolex wird Frau X anschreiben und sich online in sie verlieben, weil sie auf ihrem Profilbild so schöne Augen hat. Niemand der in Syrien sitzt, muss Geld von Frauen aus dem Internet haben, weil er sonst nicht nach Hause reisen kann, da seine Konten eingefroren sind. Kein US Soldat muss sich um sein Auskommen sorgen. Kein Arzt muss dringend Geld geschickt bekommen, weil er ein neues Gerät kaufen muss, da er sonst seine Praxis schließen muss. Und kein Ingenieur auf einer Bohrinsel darf nur dann zu seinem plötzlich schrecklich erkrankten Kind, wenn du ihm Geld schickst, weil er sich aus seiner Dienstzeit frei kaufen muss. Kein Schauspieler kann nicht an sein Geld, so dass er die Privatschule seines Kindes nicht zahlen kann, so dass es in zwei Tagen einfach auf die Straße gestellt wird. Glaub das nicht. Das sind Lügen, die dein Herz erweichen sollen.   Niemand der einfach nur mit dir quatschen will, fragt dich aus wie ein Polizist. Wer mit dir quatschen will, redet über Gemeinsamkeiten, über Bilder oder über irgendwas, das ihn auf dich aufmerksam gemacht hat. Das gilt für soziale Medien, doch möglichweise nicht in der Form für Dating-Portale. Niemand der einfach nur ein Gespräch sucht wird sagen: Woher kommst du, wie heißt du, als was arbeitest du und bist du eigentlich verheiratet? Ob man verheiratet ist oder in einer Beziehung lebt, ist auf einem Dating-Portal von Interesse. Aber wieso sollte dich jemand nach deinem Ehestand fragen, wenn er mit dir über Scrapbooking, Nähkurse oder biologische Gärten plaudern will? Ich habe bereits viele Kontakte im Internet geschlossen und nie hat mich jemand, der es ehrlich mit mir mein, gefragt, ob ich verheiratet bin. Das ergibt sich im Laufe der Zeit, wenn man vielleicht auch persönlichere Gespräche führt. Am Anfang ist es völlig irrelevant, wenn man einfach nur gemeinsame Interessen austauschen will, weil man vielleicht ein Foto kommentiert hat.   Wenn du nicht weißt ob du betroffen bist, dann vertraue dich jemandem an. Wenn du niemanden hast, dann schreibe gerne mich an. Ich bin keine Beratungsstelle, ich bin nur eine Frau die ein Erlebtes vielleicht aufgrund meiner Recherchen und eigenen Erfahrungen einordnen kann. Meine Mailadresse ist Cocorona@email.de und wenn du in den Betreff irgendwas von Romance-Scammer schreibst, dann landet das auch nicht im Spam. Wende dich an die Polizei, an eine Beratungsstelle oder an eine andere Vertrauensperson, wenn du verunsichert bist. Aber schicke niemals einem Menschen, dem du nie zuvor begegnet bist, auch nur einen Cent deines hart verdienten Geldes!  Pass auf dich auf. Auf dein Herz und auf dein Geld. Und teile das, damit alle Frauen davon erfahren! Hier noch ein paar hilfreiche Links https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/   https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/pressemeldungen/digitale-welt/genug-betrug-romance-scamming-der-betrug-mit-der-liebe-40817   https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104233/4271530          

  • Kugeliges Upcycling

    Die Teile sind rund, manchmal hart, manchmal gummiartig. Und sie sind Nichtsnutze. Habt ihr auch solche Teile? Bei uns heißen sie Flummi, Golfball, oder auch nur Holzkugel. Wie sie in unseren Haushalt geraten, ist höchst unterschiedlich. Oft aber haben die Hunde damit zu tun. Die beiden haben das Talent, auf den Gassirunden jedwegen kugelförmiges Zeug aufzuspüren und nach Hause zu tragen. Teilweise sind die Kugeln auch Restbestände aus der Kindheit meiner drei Liebsten. Jedenfalls: Die Sinnlosigkeit prägt das Dasein dieser runden Gegenstände. Das wollte ich ändern und hab mir mal Gedanken gemacht, wie man dieses sinnlose Dasein in ein fröhliches wandeln kann. Dabei bin ich auf Mosaik gestoßen. Mosaik ist bei mir eigentlich sehr oft dann das Mittel der Wahl, wenn man aus irgendwas Deko machen will. Das funktioniert mit sehr vielen Gegenständen, egal welche Form oder Größe. Heute befassen wir uns mit Kugeln und unsere Kugeln sind in der Regel eher klein. Sie benötigen also, für eine harmonische Neugestaltung, auch kleine Mosaiksteine. Kein Problem! Und man muss wirklich kein Künstler sein, um Gegenstände damit zu bekleben.   Mosaiksteine gibt es in vielen Größen Es gibt ja wirklich unfassbar kleine Mosaiksteine. Es gibt z.B. sehr kleines Millefiori-Mosaik oder einfach Mini-Mosaik. Man kann sie wunderbar kombinieren. Mein absoluter Favorit, gerade für recht kleine Gegenstände: Crackleglas, auch Safety-Glas genannt. Man kann diese Glassplittermosaikteilchen als in Folie geschweißte Platten kaufen. Wenn man mit einem Hämmerchen draufklopft, zerbricht dieses Glas spinnwegebenartig, bleibt aber eben in der Folie kleben. Von dort kann man es abheben und verwenden.   Ich liebe dieses Sicherheitsglas. Es ist in allen möglichen Farben erhältlich, lässt Licht und Farben entweder durchscheinen oder ist reflektierend beschichtet. Und es passt immer! Es passt in jede Lücke und es lässt sich mini und riesig verlegen. Wobei riesige Mosaike mit Crackle-Glas eine echte Fleißarbeit sind! Zum Verlegen der Minis nutze ich persönlich eine gute, spitze Pinzette. Gib dafür wirklich ausreichend Geld aus. Ich versichere dir, dass du es sonst bereust. Diese billigen Pinzetten biegen ihre Spitzen mit jeder Nutzung weiter auseinander. Ein Greifen von kleinen Gegenständen ist so ganz schnell nicht mehr möglich. Ein paar Euro mehr für eine gute Pinzette sorgen dafür, dass du auch nach zahlreichen Mosaiken noch ein gutes Greifwerkzeug zur Verfügung hast. Neben Steinen und Greifwerkzeug benötigst du natürlich auch einen Kleber. Da hast du die Qual der Wahl. Neben normalem Fliesenkleber nutze ich auf Holz gerne auch Holzleim. Je nach Untergrund ist Holzleim auch für andere Untergründe geeignet. Auf Glas hingegen kommt außer Silikonkleber kaum etwas Anderes in Frage, denn man verliert sonst den wunderbaren, transparenten Look. Egal für welchen Kleber ich mich entscheide: Bei ganz kleinen Mosaiken auf kleinen Gegenständen, die ich mit kleinen Steinen oder Glasstücken beklebe, ziehe ich mir den Kleber in eine Einwegspritze. Das hat bei Leimen oder Silikonkleber zum einen den Vorteil, dass ich die Originalpackung nicht so lange geöffnet haben muss. Zweitens kann ich mit der Spritze auch in kleinste Ecken punktuell Kleber auftragen. Gerade bei so kleinen Steinen beklebt man ja nicht schnell mal eine große Fläche. Insofern ist es eben wichtig, den Kleber nur auf einem kleinen Stück der Fläche aufzutragen, damit er nicht trocknet, bevor die Steine draufkommen.   Klar gibt es Deko mit Crackle-Glas auch fertig im Handel. Aber...   Man kann im Handel recht häufig Deko mit diesen Mosaiksteinen oder beklebt mit Sicherheitsglas finden. Das ist sogar recht günstig, da in der Regel wohl von kleinen Kinderhänden oder zumindest von billigst bezahlten Menschen hergestellt. Was mir dabei zudem zusätzlich nicht gefällt: Die einzelnen Glasstücke haben bei diesen fertigen Dekostücken in  der Regel sehr große Abstände. Ich verlege die Steine wirklich eng, mit schmalen Abständen, die ich hinterher nur selten ausfuge. Ob man große oder kleine Abstände zwischen den Steinen mag, oder ob man hinterher verfugt, ist aber wohl Geschmackssache. Selber machen hat also wie immer mehrere Vorteile: Erstens upcycelt man damit und vermeidet also Müll und den Ressourcenverbrauch für den Kauf von Neuware. Zweitens gestaltet man den Gegenstand so, dass er einem persönlich gefällt.   Trag den Kleber also einfach auf eine kleine Fläche des zu beklebenden Balles auf und fang dann an, die Steine so zu verkleben, wie sie dir gefallen und wie sie dich glücklich machen. Wenn alles beklebt ist, kannst du die winzigen Fugen noch verfugen, wenn es dir dann besser gefällt. Rühre die Fugenmasse dazu breiig an und verstreiche es mit den Fingern oder einen kleinen Spatel auf den Gegenstand. Nach dem ersten Antrocknen, mit einem leicht feuchten Schwamm nachwischen. Am Ende hast du aus sinnlosen Kugeln eine wunderbare Deko für die Fensterbank, den Blumentopf, als Briefbeschwerer oder Hingucker gemacht.   Mit der gleichen Technik könnt ihr übrigens auch alte Plastik- oder Watteeier veredeln und damit wieder nutzbar machen. Das muss dann alles auf jeden Fall nicht weg, sondern kann weiterleben, als zauberhafte Dekorations-Accessoires.  

  • Tier zugelaufen?

    Diesen Text schreibe ich für eine sehr gute Bekannte, die sich der Tierrettung verschrieben hat. Sie nimmt verwaiste Vögel genauso auf, wie Eichkätzchen oder Igel. Dazu hat sie ihr Zuhause entsprechend umgestaltet und arbeitet eng mit einem Tierarzt zusammen. Sie hat mich gebeten, aufzuklären. Denn das was man selbst als Rettung emfpindet, ist leider viel zu oft ein Desaster. Und die Fälle nehmen immer mehr zu.   Wenn einem ein Hund oder ein Pferd zuläuft oder auf der Straßen ein herrenloser Hund oder ein einsames Pferd begegnet, ist die Sachlage klar: Das Tier so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone bringen und sich auf die Suche nach dem Besitzer machen. Das ist natürlich nicht so leicht, wie es sich anhört. Ich würde in dem Fall auf jeden Fall (bei einem Pferd) die Polizei benachrichtigen, oder bei einem Hund diesen ins Tierheim bringen - sofern er sich einem anschließt. Lässt der Hund sich nicht fangen, oder aber er schließt sich einem nicht an und ist gleichzeit zu groß, um weggetragen zu werden, würde ich auch in diesem Fall die Polizei benachrichtigen. Vorrausgegangen muss natürlich sein, dass man sich umgesehen hat, ob nicht doch noch der Besitzer auffindbar ist. Bei Katzen verhält sich das Thema aber nicht so einfach. Eine ausgestetzte Katze kann man von einer Freigänger-Katze schlecht unterscheiden. Aber auch hier kann man zumindest mit Maß und Ziel vorgehen. Eine Freundin hat mir erzählt, ihre Katze sei im Laufe von fünf Jahren dreimal ins Tierheim gebracht worden. Wenn eine Katze so gepflegt und gut genährt ist, wie ihre und zudem jeden Tag wieder kommt, kann man doch davon ausgehen, dass es sich nicht um eine ausgesetzte Katze handelt. Im Notfall könnte man ja auch fragen und sich umhören. Die Ausrede, sie habe aber gierig das ihr gebotene Futter aufgefressen, zählt nichts. Denn die Katze meiner Nachbarin frisst auch gierig das Hundefutter meines Hundes, wenn der Hund nicht zu Hause ist und leichtsinnigerweise etwas im Napf übrig gelassen hat. Letzte Woche habe ich die Leiterin eines Tierheimes im Fernsehen gesehen, die von einem regelrechten Rettungs-Irrsinn sprach. Leider weiß ich nicht mehr, aus welchem Tierheim die Dame war. Aber bestimmt hat es der eine oder andere auch gesehen. Sie sagte, von 50 Katzen, die ihr gebracht werden, sind 49 Freigänger. Einige werden mehrfach gebracht - oft von der gleichen Person, die es einfach nicht glauben kann, dass das Kätzchen ein Zuhause hat. Ganz besonders bei der Rettung von wildlebenden Tieren ist Augenmaß angebracht. In den Igelstationen stapeln sich fast die Tiere und viele sind nicht rettungsbedürftig. Besagte Freundin von oben erzählte mir, es kämen Leute mit Igel und sagten, dass der einfach bei ihnen im Garten rumlief. Ja, das tun Igel nunmal. Bei der Rettung von Igeln kann es zu besonderen Tragödien kommen, denn wenn man eine junge Igelmutter in einer Schachtel im Haus deponiert, und am nächsten Tag in eine Igelauffangstation zu bringen, verhungern währenddessen ihre Jungen. Wenn der Igel nicht verletzt ist und nicht über und über mit Maden und Zecken voll ist, braucht er mit hoher Wahrscheinlich keit keine Hilfe. Genauere Angaben, die euch bei der Entscheidung, dem Igel Hilfe zuteil kommen zu lassen, unterstützt, findet ihr HIER Und so könnte ich den Text eigentlich fortsetzen. Jungvögel, die scheinbar einsam am Boden oder in einem Strauch sitzen, werden in der Regel von den Eltern noch versorgt. Bitte beobachtet sie über einen längeren Zeitraum aus sicherer Entfernung, bevor ihr sie mitnehmt, um sie zu retten. Nehmt Tiere nur dann an euch, wenn ihr euch zu 100 % sicher seid, dass das Tier wirklich hilfsbedürftig ist. Berührt sie nicht und tragt sie nicht an eine andere Stelle, die euch persönlich sicherer erscheint. Die Elterntiere nehmen ihre Jungen oft nicht mehr an, wenn sie von Menschenhand berührt wurden. So eine gut gemeint Sache kann übel ausgehen und leider oft für den Tod sorgen. Ein besonderes Beispiel an sinnloser Aktivität habe ich vor zwei Jahren auf Facebook erlebt. Eine Frau postete ein Foto von einer Schildkröte und sagte, die habe sie bei einem Spaziergang am See im Wasser gesehen. Sie sei mitsamt ihrer Kleidung in das Wasser gestiegen und habe das Tier natürlich sofort gerettet. Das sei sehr mühsam gewesen, denn das arme Tier habe versucht, sich im dichten Schilf zu verstecken. Sie sei froh, dass sie letztlich doch erfolgreich gewesen ist, wisse jetzt aber nicht, wohnin damit. Eine andere Dame meldete sich sofort zu Wort. Das sei eine Schmuckschildkröte. Sie habe ein ausreichend großes Aquarium in das die Schmuckschildkröte jederzeit einziehen könne. Das Foto zeigte aber eine Europäische Sumpfschildkröte und die sind bei uns heimisch. Vielmehr ist es die einzige in Deutschland wild lebende Schildkrötenart. Nicht nur das: die Europäische Sumpfschildkröte ist vom Aussterben bedroht und dieser Zustand wird durch "Rettungen" dieser Art nur noch befeuert. Auch die Dame, die die Schildkröte aufnehmen wollte, hat sich absolut verantwortungslos verhalten. Sie hatte keine Ahnung, um welche Art es sich handelt und hat einfach mit Wichtigmacherei auf sich aufmerksam machen wollen - als große Tierretterin. Wenn ihr also ein Tier retten wollt, stellt sicher, dass es wirklich Hilfe benötigt. Vertraut manchmal auch einfach der Natur, greift so wenig wie möglich in sie ein. Und auch wenn einigen mein Schlusssatz nicht gefallen wird: Zur Natur gehört es auch, dass ein Tier mal stirbt und damit einem anderen als Nahrung dienen kann.

  • Kleinanzeigengeschichten - das Regal

    Nachdem ich euch in der Vergangenheit ja immer mal mit meinen persönlichen Best-of-Ebay-Kleinanzeigen beglückt habe, lief es in den vergangenen Wochen so gut, dass ich jedesmal wieder überrascht war. Das Karma schickte mir nur freundliche, zuverlässige Menschen. Die Glücksphase ist vorbei. Vor Kurzem habe ich verschiedene Sachen eingestellt und fühle mich immer mal wieder wie im Sumpf der Idiotie. Die Geschichte eines Regals: Auf unserer Terrasse stand seit geraumer Zeit ein Regal, Marke Eigenbau, in dem ich meine Gartenwerkzeuge, Hundespielzeug und solche Sachen verstaut hatte. Nachdem ich jetzt einen großen Gartenschrank habe, wollte ich dieses Regal verschenken. Ich habe es beschrieben, sehr genau und textreich, wie ich das meistens mache, so dass alles erklärt ist, auch die Maße. Und dass es abgeholt werden muss. "Kein Versand, keine Lieferung! Nur an Selbstabholer zu vergeben!" Interessent 1: Stimmen die Maße von dem Regal Ich: Ja, die Maße stimmen. Interessent 1: Kann man das Regal auf der Seite noch schmäler machen *Ähm... nee, eigentlich nicht, sieht ja blöd aus, wenn man eine Seitenwand wegschneidet und außerdem fällt es dann um.* Ich: Nein, das ist nicht möglich Interessent 1: Dann ist es zu breit. Haben Sie ein kleineres Regal auch was auf der Seite etwas schmaler ist? Ich: Nein, ich habe nur dieses Regal zu verschenken. Interessent eins meldet sich nicht mehr. Interessent 2: Versand möglich? Ich: *leichte Gereiztheit steigt in mir hoch* Guten Tag! Wie in der Artikelbeschreibung bereits beschrieben, ist ein Versand leider nicht möglich. Interessent 2: bringen????? *wütende Hitzewelle steigt in mir hoch* Ich: Könnten Sie bitte die Artikelbeschreibung lesen und dann, wenn überhaupt, in ganzen deutschen Sätzen mit mir kommunizieren und dabei beachten, dass Satzzeichen keine Rudeltiere sind? Interessent 2: Also, das ist wirklich eine Frechheit! *Toll, ein ganzer Satz! Geht doch!* Interessent 3: Kannst du es bringen? Wohne in Fridolfing Ich: Lies die Artikelbeschreibung. Steht da drin, dass ich es bringen kann? Interessent 3: Mit dem falschen Fuß aufgestanden, oder was? Dann lass es halt einfach bleiben! Interessent 4: Nennen wir sie Gusti. Sie braucht einen Namen, weil sie mich annähernd drei Wochen angepisst hat. Gusti: Hallo Conny, Daran habe ich Interesse. Würdest du es mir reservieren? Wäre echt super Wann könnte ich denn zur Abholung vorbeikommen? Ich wünsche dir einen entspannten Abend. Nette Grüße von Gusti *schmacht! Ein netter Mensch, der mich begrüßt und ganze Sätze formuliert* Ich: Hallo Gusti, ich reserviere das Regal gerne für dich. Morgen werde ich den ganzen Tag mit Honig schleudern beschäftigt sein. Aber den Rest der Woche ist es immer möglich, das Regal an dich zu übergeben. Lass mich einfach wissen, wann du kommen willst. Die Adresse ist ................. Liebe Grüße Conny *Tag eins: Ich bin den ganzen Tag damit beschäftigt, Honig zu schleudern. Tag zwei: Ich warte darauf, dass Gusti sich meldet. Tag drei: Ich warte darauf, dass Gusti sich meldet. Tag vier: .... Tag sechs: .... Tag sieben: Ich warte darauf, dass Gusti sich meldet. Ich bin angepisst. Ich schreibe Gusti an. Freundlich. Ich frage nur nach, ob sie das Regal denn nun haben möchte, da ich es sonst wieder einstelle. Gusti: Mensch das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Und ich war heute in Grabenstätt beim Tierarzt nächste Woche wieder. Reicht es wenn ich da mit vorbei komme? Wäre ca. 10.30 Uhr oder 9.30 Uhr *Fühle mich angepisst. Wie kann man etwas nicht mehr auf dem Radar haben, das man gekauft oder geschenkt bekommen hat, dann in den Ort fahren, wo man es abholen soll und es trotzdem vergessen? Zudem wohnt Gusti in Traunstein, sie kann doch einfach schnell kommen und das Regal holen. Das ist ja keine Weltreise* Ich lasse Gusti trotzdem wissen, dass ich da nicht da bin und schlage vor, dass ich es ihr vor die Garage stellen kann, so dass sie es einfach mitnehmen kann. Gusti: Das wäre echt super Ich: Okay, dann machen wir das so. Nächste Woche Dienstag stell ich das Regal raus. Bis dann! Eine weitere Woche geht sinnlos ins Land, in der das Regal ebenso sinnlos in der Gegend rumsteht. Funfakt am Rande, der jetzt noch nicht so lustig ist. Aber die Pointe kommt noch: An Tag fünf von sieben schreibt mich eine Dame an, die am selben Abend einen Tisch abholen wollte: Hallo Conny, ich bin vorhin auf der Außentreppe zu unserer Wohnung gestürzt. Da ich mir dabei beide Beine und einige Rippen gebrochen habe und der Kopf auch irgendwas abgekriegt hat, schaff ich das mit dem Tisch nicht. Bitte reserviere ihn weiter. Ich sorge dafür, dass er bald geholt wird. Ich würde das Geld auch überweisen, damit du dir sicher sein kann. Halten wir also an dieser Stelle fest: Eine Frau mit zwei gebrochenen Beinen, mehreren gebrochenenen Rippen und einer Kopfverletzung, erklärt warum sie nicht pünktlich sein kann. Inzwischen ist es Tag 7. Ich gehe also um sechs Uhr morgens in den Keller. Ich schleppe das Regal nach oben. Ich befördere es mit letzter Kraft nach draußen und vor die Garage. Ich lege eine Notiz dazu, mit ein paar freundlich formulierten Zeilen. Als ich mittags heim komme, steht das Regal da. Der Zettel ist auch noch da. Vielleicht hat sich Gusti verspätet. Manchmal muss man beim Tierarzt lange warten. Ich habe da Erfahrungswerte. Warte also. Schaue um 14 Uhr nochmal raus. Sooo lange muss man beim Tierarzt nicht warten. Zudem: Gusti wollte zwischen 9.30 Uhr und 10.30 Uhr kommen. Trotzdem ist das Regal noch da. Ich frage nach: Das Regal steht immer noch da. Holst du das heute noch? Ich warte bis abends. Keine Antwort. Ich schleife das Regal wieder ins Haus und wuchte es in den Keller. Eine Stunde später kommt nach Terminvereinbarung der Nachbar der auf der Treppe schlimm verunglückten Dame und holt den Tisch. Sie habe ihn aus dem Krankenhaus, trotz starker Schmerzen und Beruhigungsmittel, angerufen und ihn gebeten, das für sie zu erledigen. Am nächsten Tag habe ich immer noch keine Nachricht von Gusti. Also stelle ich das Regal wieder bei ebay Kleinenzeigen ein. Gott ist gnädig. Eine Interessentin will es haben und holt es. Sofort. Danke! Am nächsten Tag noch keine Antwort von Gusti. Am übernächsten Tag ist Gusti vergessen. Aber einen weiteren Tag später kommt eine Nachricht von Gusti: War leider krank. Bin Morgen so ab 10.00 in Grabenstätt. Habe ein neues Handy und bräuchte bitte noch mal die Adresse. Vielen Dank im voraus. Nette Grüße von Gusti. Halten wir fest: Eine Frau mit zwei gebrochenen Beinen, mehreren gebrochenen Rippen und einer Kopfverletzung kann noch Bescheid geben, dass sie den Tisch nicht holen kann und kümmert sich augenblicklich darum, dass ihr Nachbar sich mit mir in Verbindung setzt. Gusti aber war so dermaßen schwer erkrankt, dass sie auch mit allerletzter Kraft nicht mehr geschafft hat, mir eine kurze, erklärende Nachricht zu schicken. Und zwar drei Tage lang. Sie hält es auch nicht für nötig, sich wenigstens ein bisschen zu entschuldigen. So ein flapsig hingeschmettertes Sorry wäre doch drin gewesen, vor "war leider krank". Also: "Sorry war leider krank", statt einfach nur "war leider krank". Das hat sie nicht für nötig gehalten. Und sie hält es trotzdem für ganz selbstverständlich, dass ich das Regal weiter reserviert habe, obwohl sie nichts mehr von sich hören ließ. Himmel hilf! Heute Morgen bekam ich ein Foto von einer netten Familie, die gezeigt hat, wie toll das Regal genau in eine kleine Nische auf der Terrasse passt. Wie angegossen. Das war Karma! Und manchmal ist das Karma einfach nur unfassbar nett.


Notice: Trying to access array offset on value of type null in /homepages/29/d777934582/htdocs/clickandbuilds/PapierfrdieZukunftunsererKinder/wp-content/plugins/feedzy-rss-feeds/includes/admin/feedzy-wp-widget.php on line 269

Mehr Natur geht nicht

Biologisch. Einfach. Vertrauen

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Wie lange kann ich meinen Strohhalm in kalten Getränken stehen lassen?

Wie lange kann ich meinen Strohhalm in kalten Getränken stehen lassen? Den PioTip Strohhalm kann man in kalten Getränken stehen lassen. Wer einen PioTip Strohhalm das erste mal in seiner Hand oder sein Getränk steckt, wird sich nach kurzer Zeit sicherlich Fragen, wie lange ein solcher Strohhalm in kalten Getränken tatsächlich überlebt. Diese Frage haben …

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Nachhaltige neue Ideen 2021.

Nachhaltige neue Ideen 2021 | Nachhaltige Kleinprojekte werden auch 2021 gefördert. Ab sofort haben noch mehr nachhaltige Projekte in Köln und der Region die Chance auf ein RheinStart-Sponsoring. Ideen für den Klima-Pavillon Bevor der Klima-Pavillon des Thüringer Umweltministeriums von April bis September seine Türen auf dem Blasiikirchplatz in Nordhausen öffnet, ist jetzt noch Platz und Zeit für Initiativen

Die 10 einfachsten Möglichkeiten Vegan zu leben 2020 – Von Küche bis Kultur – Waste no Thyme

Die 10 einfachsten Möglichkeiten Vegan zu leben 2020 – Von Küche bis Kultur – Waste no Thyme Ein kleiner Beitrag kann bereits die Welt verändern. Ohne die Hilfe von unglaublich engagierten Bloggern, verlieren wir jedoch das Wissen über die kulturelle Vielfalt von unserem Planeten. Zum Glück suchen wir regelmäßig unter allen Instagram-Accounts denen wir folgen, …

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Wir haben im Vorfeld natürlich auch versucht selbst herauszufinden welche Belastungen mein Strohhalm aus Papier aushält. Was sollte man mit meinem Papierstrohhalm alles machen und was man besser auf jeden Fall lassen sollte und viele weitere Fragen haben wir bereits im Vorfeld für euch heraus gefunden. Mein Papierstrohhalm hält länger als erwartet und sorgt für optimalen Genuss und das auf ganz biologischer Art und Weise. Extrem exakte Kontrollen vor jeder Auslieferung sorgen für ein sicheres Gefühl für jeden Endverbraucher, obgleich jung oder alt

Mein biologisch abbaubarer Strohhalm aus Papier besitzt alle notwendigen Zertifikate, um bedenkenlos weg geworfen zu werden, da er nur aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird. Papier ist der ideale Halm für jedes Fest, Veranstaltungen, besondere Anlässe oder für den alltäglichen Gebrauch. Mit meinem Strohhalm aus Papier lassen sich nicht nur eine viel Zahl von Kalt- und Warmgetränken genießen, zugleich sorgt mein Strohhalm auch dafür das mit jedem benutzen meines Papierstrohhalms der Umwelt ein Stückchen weniger Plastik-Müll zugeführt wird. Gesund und Lecker durch einen Halm aus Papier.

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2 Kommentare zu „10 effektive Tipps Ressourcen zu sparen mit Cocorona“

    1. Anthony

      Das freut uns wirklich sehr, dass ihnen der Artikel gefallen hat. Sieh regelmäßig bei uns vorbei und entdecke tolle Updates, sowie atembraubende nachhaltige Produkte in unserem kleinen Store. Beste Grüße Team Mein-Strohhalm.de

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